Emiliano 12.08.2011, 02:51 Uhr 1 2

Während du schliefst.

Ich gehe die Straße hinunter. Da unten ist nichts. Natürlich ist da nicht nichts, aber da ist nichts, was mich interessiert.

Ich gehe, wegen des Gehens, wegen der Straße, wegen der Steine, die man durch den Schuh hindurch fühlt, die sich bis in die Fußsohle drücken.
Und ich hab sogar dran gedacht, den Herd auszumachen. Während du schliefst.
Blätter wehen über den Weg. Braune Blätter, tote Blätter. Ich spüre die Brise meine Wange streifen. Bist du das?
Du schläfst in deinem Bett, da bin ich mir ganz sicher. Schlaf gut, hab ich gesagt, als ich ging. Ich kenne dich, das Lächeln, dieses unschuldig friedvolle, dankbare, vertraute, großartige Lächeln, dein Lächeln, das du im Schlaf immer auflegst.

'Danke für alles' flüstern deine Lippen und lächeln selig.
'Bitte für nichts', nagt mein Kopf.

Die Blätter haben sich zur Ruhe gelegt, säumen den Weg, herbe Blüten einer nie stattgefundenen Hochzeit.
Ich komme wieder, dann wecke ich dich. Versprochen, ich lass dich nicht allein.
Ich vergesse den Herd nichtmehr, wenn ich gehe. Nie mehr. Versprochen. Hörst du mich? HÖRST DU MICH? Mein Kopf echot leer und klamm.

Ich wollte das nicht-

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Kommentare

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    Sehr schön und tiefgründig, dabei aber immernoch rätselhaft. Mit sehr guter Wortwahl und wahren Satzstellen finde ich.

    13.08.2011, 10:14 von Santinia
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