Von dunklen Tagen und dunkleren Nächten
Wenn alles dunkel wird. Und alles dunkel bleibt.
Und plötzlich fängt es wieder an kalt zu werden. Es fängt damit an, dass ich die Farben nicht mehr so grell sehe, sondern dass Sie anfangen sich immer mehr zu ähneln. Mit "das fängt bei mir so an" meine ich, dass es letztes Jahr zum dritten Mal da war. Jedes Mal schlimmer.
Es. Dieses Böse Monster, dass es auf mich abgesehen hat. Es verschluckt mich und ich falle in ein Loch und komme nicht mehr raus da. Ihr versteht das nicht. Aber mir ist das egal.
Wenn mein Vater wieder muffelig wird und sich drei Monate in seinem Zimmer versteckt, nicht mehr lacht und auch sonst keine Emotionen zeigt wundere ich mich immer, wie sehr wir uns ähneln. Aber mein Vater kann da mit leben. Ich weiß nicht ob ich das kann. Ich bin zu jung um das zu wissen!
Diese Traurigkeit, brr. Da wird mir kalt. Ich habe immer Angst, dass es wieder kommt. Das es so schlimm wird wie letzten Winter. Ich weiß nicht mehr wie ich es daraus geschafft habe, aber nochmal werde ich das nicht.
Irgendwas drückt auf meine Brust, ich kann nicht mehr richtig atmen. Ich fühle mich wie unter Wasser getunkt. Ich brauche Luft. Tagelang liege ich in meinem Zimmer uns starre an die Wand. Nachts wache ich verschwitzt auf und bin hellwach, obwohl ich morgens nicht aufstehen kann. An die Wand gucken kann ich weiter. Aber essen nicht.
Ich sehe die Zeit an mir vorbei rasen. Nur ich stehe still. Die Leute widern mich an. Sie sind so fremd und sonderbar. Ich bin allein, alleine im Schatten. Der Schatten macht mir Angst, ist aber zugleich mein Zuhause.
Ich habe überall Löcher, die so schmerzen und mich runterziehen. Ich bin so kaputt. Ich versuche das Loch zu stopfen. Versuche meinen Kopf mit grünem Rauch zu füllen statt mit dem Tod. Aber ich kann es nicht kontrollieren. Am Ende liege ich wieder auf dem Boden.
"Jetzt habe ich wieder Angst, doch ich weiß nicht warum. Habe wieder Schmerzen, doch ich habe keinen Grund. Möchte wieder fallen, doch ich weiß nicht seit wann" Eine Notiz aus der Zeit damals. Irgendwann nachts aufgeschrieben. Ich erkenne mich nicht mehr. Es gibt mich in dieser Zeit und nicht in dieser Zeit. Das sind zwei komplett verschiedene Menschen.
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Ich weiß, niemand interessiert mein Leben. Aber ich wollte nur einmal darüber schreiben. Es ist zwar schon lange her, das Letzte Mal als ich mich so gefühlt habe, aber ich konnte damals nicht schreiben und habe es lange verdrängt und wollte es jetzt nachholen. Einfach weil ich es dann besser verarbeite. Ich habe so Angst dass es wiederkommt
Tags: Depressionen






Kommentare
Dieser Text ist doch ein guter Schritt in die richtige Richtung und Du hast es wirklich authentisch und nachvollziehbar rüber gebracht, ohne Extradrama, einfach wie es offenbar ist bzw. war. Nun überleg mal, was du tun würdest, hättest Du Rückenschmerzen oder Magenprobleme. Du würdest zu den entsprechenden Fachärzten gehen, oder? Scheue Dich also nicht und lass Dir helfen, da durchzukommen.
03.10.2012, 07:03 von Mrs.McHIch mag den Untertitel – zu sehr um den Text ernsthaft weiterzulesen. Bestimmt werden die durch ihn assoziierten Bilder durch andere überfahren.
03.10.2012, 03:17 von BlackendVitamin D kann helfen, notfalls über Nahrungsergänzungsmittel. Und so oft es geht in die Sonne, wenn sie denn mal scheint.
03.10.2012, 02:27 von justanotherpictureGenau so. Die Worte hatte ich auch im Sinn bei einer ähnlichen Geschichte wie Deiner.
Winterdepression?
02.10.2012, 08:57 von TaneaLichttherapie?
Urlaub in Australien?
Ansonsten was die schlaue Katze sagt.
:o(
02.10.2012, 08:22 von cosmokatzeGeh zum Arzt. Vorsorge treffen.