patrickloveslife 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 1

Und es muss doch immer weitergehen

Gefühle, manchmal lehren sie uns das fürchten und drängen uns gegen die Wand.

Gefühle sind vieles, nur nicht gradlinig und zu bändigen. Es gibt Momente im Leben wo man sich wünscht, dass sie einfach nicht da wären, das sie aufhören zu existieren, weil sie dich auf die oftmals falsche Fährte führen, dich dahin locken wo du nicht hin möchtest. Sie umwerben dich mit den schönsten Vorstellungen, versuchen dir vorzugaukeln das es richtig ist seinem Herzen zu folgen. Doch manchmal führt dieser Weg in eine Sackgasse, eine finstere Straße die in die Leere führt. Zurück kannst du nicht, denn dort türmen sie sich auf, die Dämonen die du immer schon gefürchtet hast. Du rennst soweit dich deine Füße tragen, es wird kälter und du fängst an zu begreifen, dass es wieder nur eine Täuschung war. Auf einmal geht es nicht mehr weiter und vor dir türmt sich eine Mauer auf, eine Mauer aus Vergangenem, aus Dingen die tief in der verborgen war und die du fürchtest. Du bist um ringt, um ringt von Furcht, Sehnsucht und Trauer. Wie soll es weiter gehen? Es gibt keinen Ausweg, egal wohin du rennst, dein Weg führt dich dahin wo du doch gerade herkommst, auf den Boden der Tatsachen wo du wieder nur ein Mensch bist, etwas Unvollkommenes das auf der Suche nach dem fehlenden Teil für sich selbst ist. Dabei wolltest du weg von dort, wolltest deinem Herzen folgen. Doch es hat dir wieder einen Streich gespielt, unberechenbar wie es ist. Du gehst auf die Knie und betest zu deinem Gott, der dir aber noch nie geholfen hat und du weißt das. Du weißt dass du schon wieder überstürzt gehandelt hast, nur das Gute in alle dem gesehen hast. Wieder einmal war es dir egal, was sein könnte wenn all das wieder nur schöner Vorhang war, hinter dem erneut ein Abgrund lauert. Doch du willst dieses Mal etwas ändern, warum soll es immer so enden? Was ist mit dieser einen Sache von der du immer liest, von der du immer und immer wieder gehört hast. Dieses Gefühl was nie stirbt, auch wenn alles was du liebst gegangen ist. Hoffnung. Du hast einmal ein Lied gehört, ein Lied über dieses Gefühl in dem es hieß »Es ist deine Zeit, musst nur dran glauben und dann am Ende glücklich sein, ob’s das jetzt wert war oder nicht. Denn es immer muss es weitergehen, mein Freund«. Die singst diese Zeilen, schreist sie heraus. Du schreist dich selber an, willst es dir selber beweisen. Du schreist es lauthals an die Wände die dich umzingeln und du merkst wie sie weichen, Zentimeter für Zentimeter. Das erste Mal seit langem hast du das Gefühl auf einem guten Weg zu sein, auf einem Weg der in eine andere Richtig führt. Die Wände bröckeln, die Dämonen die du so sehr fürchtest sind nichts anderes mehr als formlose Gestallten ohne Wert und Zukunft. Du weißt du hast einen Fehler gemacht, doch du kämpfst dagegen an und rettest dich selber vor dem Zerbrechen, denn nichts war in deinen Augen so zerbrechlich wie du selbst. Das Licht scheint in dein Gesicht und du merkst, dass sie recht hatten. Hättest du doch schön früher auf sie gehört, doch es ist nie zu spät etwas zu drehen. Alles umzukrempeln, von rechts nach links. Du hast deine Scheuklappen verloren und weißt dass Gefühle dir nicht immer den richtigen Weg weisen, auch wenn dein Herzschlag alles andere übertönt und du nur das siehst, was du sehen möchtest. Aber solltest du mal wieder auf die falsche Bahn geraten, so darfst du eines nie vergessen, nämlich das es immer weiter geht und die Hoffnung nie stirbt.

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