NieOhne 03.01.2019, 16:24 Uhr 0 2

Todsünde #2

Was Mann wissen sollte ...

Liebe Männer! 

In „Todsünde“ habe ich beschrieben und erklärt was das Top eins Nogo für Frauen ist, nämlich vor ihrer sexuellen Anziehung, ihrem sexuellem Willen und dem Suchen nach männlicher  Resonanz zurück zu weichen. Das ist eine Schmach für willige Frauen, ja vor allem promiskuitive, denn sie haben viel geopfert, um Moral und Gesellschaft hinter sich zu bringen und Zugriff auf ihre Wünsche zu haben. Männer die zurück weichen vor der sexuellen Lust der Frau sind schwach und mit Schwäche können Vollblutfrauen nicht umgehen. Schwäche ist asexuell, wer schwächelt ist nicht geeignet.


Es gibt ein zweites, eigentlich sehr unverzeihliches Nogo für Frauen. Es geht in dieselbe Richtung wie das erste, dem Zurückschrecken vor der sexuellen Kraft der Frau. Es ist eigentlich nicht minder schlimm, nur weil ich es an zweiter Stelle nenne. Es gibt keine Hierarchie. Ich würde sagen, diese Todsünde die ich hier nenne, ist mindestens genauso schlimm in ihren Auswirkungen für die Frau wie die erste. 


Die Psychologie einer Frau unterscheidet sich sehr deutlich von der des Mannes. Das ist gut, das ist richtig, das schafft Gegensatz und Polarität. Spannung eben. Ohne Spannung kein Spiel. Ohne Spiel keine Interaktion, keine Begegnung, keine Nähe. Also braucht es Gegensätze, das hat die Natur gut eingerichtet. Wer hier jetzt zetert, sollte nicht mehr weiter lesen. 


Frauen sind unterdessen in der Regel oft zickig, die zetern oft und vor allem sind sie emotional sehr wechselhafte Wesen. Oh ja, das ist so. Ja, ich werde bestimmt wieder gesteinigt und ich müsste schon längst auf dem Scheiterhaufen der radikalen Gender-Faschos verbrannt worden sein, aber es ist tatsächlich so. Die Frau bewertet eine Situation emotional. Da ist ein Impuls und peng, die lässt den raus, sonst erstickt die. Kein Witz. Frauen turnen wirklich rum mit ihren Emotionen. Vor allem, wenn ihnen ein Mann wichtig ist tun sie das. Nicht bewusst aber unbewusst, das macht die Frau weil sie Frau ist. Daher auch oft das Drama, wenn mal wieder dies oder jenes nicht passt. Da wird dagegen gezetert was der Mann sagt, tut, nicht tut, wie er was sagt, das er nichts sagt, dass er atmet und wie er schon guckt. Frauen finden immer Gründe um sich aufzuregen oder sich zu reiben an dem Mann, denn das ist das was die wollen. Die wollen den Mann dadurch emotional sichtbar machen für sich, die wollen herausstellen, dass der Typ das kann, mit dem Theater der Frau umgehen. Das er cool bleibt. Denn - und jetzt kommt es! - jede Frau hat innerlich das innige Bedürfnis den Mann zu spüren und sich damit anlehnen zu können. Die brauchen den und seine Reaktion, um sich einzupendeln. Wieder runter zu kommen vom Kirchturm. 


Ich habe das 36 Jahre lang an mir selbst beobachtet. Ich fragte mich oft, ob ich, meines Zeichen Löwe, wirklich intensiv und wild emotional auf und ab hin und herschwenke, nicht richtig bin in der Birne. Ich fragte mich lange ob das normal ist. Ob ich nicht einen an der Waffel habe. Warum ich verdammte scheiße nicht ruhig bleiben kann, wenn mir was aufstößt. Ich habe es mit Verständnis für den Mann probiert - totaler Mist, macht das ja nicht, denn das entwertet den Mann und entlarvt ihn als das was jede Frau wie die Pest hasst! Na was, habt ihr aufgepasst? Genau, es entlarvt ihn als schwach! Richtig. Und wer kommt nicht für uns als Gespiele oder gar Partner in Frage? Schwache Männer, genau. 

So. Ich habe es mit viel Selbstreflexion probiert bis mir ein weiser PaarTherapeut sagte:‘‘ Frau Lears, schämen Sie sich nicht dafür, Sie brauchen einen starken Mann, denn Sie sind eine starke Frau mit dem Bedürfnis aufgefangen zu werden!“ 

Aha! Na das war mal was anderes als dieser ganze Kommunikationsquatsch und den Beziehungstipps, die man sonst bei Paartherapeuten hört. 

Da gingen mir erst einmal tausend Lichter auf. 

Es ist keine Schande emotional aufgefangen werden zu wollen, es ist als Frau sogar ganz normal! Und ein Mann der da weicht, der da kneift, der weggeht ohne irgendeine Erklärung, der Gefühle relativiert oder ignoriert ist schwach. Punkt. Aus. Ende. 

Na gut als Frau muss man natürlich in der Lage sein sich dafür auch zu öffnen und zu vertrauen, dass der Mann es gut mit ihr meint. Aber deshalb testet sie ihn ja permanent mit ihren Spirenzchen, die wir Frauen sehr ernst meinen. Es ist immer was an ihrem Drama dran, liebe Männer, und seien es nur zwei Prozent. Denkt daran. 


Was wollen die Frauen nun eigentlich? 

Tja. Dazu gibt es eine treffende Geschichte: 

Ein Mann findet eine Lampe mit einem Djinn darin. Der sagt der habe einen Wunsch frei, weil er ihn befreit hat. Der Mann sagt er wolle gern Hawaii sehen.

 „Bau eine Brücke vom Festland nach Hawaii!“

Da sagt der Djinny:“ Das ist unmöglich! Denke mal an die Statik, das würde die Brücke nicht aushalten, direkt im Pazifik. Es ist viel zu weit, wo sollen die Tankstellen herkommen, denke mal an die Stürme und das ganze Material! Was für eine Umwelstsünde! Das ist unmöglich!

Wünsch dir was anderes!“

„Dann erklär mir mal die Frauen!“, sagt der Mann. 

Darauf der Djinny:

„Zwei - oder vierspurig?“ 

Genauso ist es nämlich. Frauen sind nicht zu erklären. Die muss man so lieben wie sie sind. 

Und das bedeutet auch zu kapieren, dass Frauen Situationen hoch emotional bewerten und dann aber auch wieder emotional wechseln und abebben.


Liebe Männer, bitte versteht, dass wir Frauen auch den Stand einer Beziehung IMMER emotional und nicht an den Fakten sachlich ablesen. Sagen wir „Hau ab, geh weg, verschwinde!“, meinen wir: „Zeig mir dass du das aushältst und was dir unsere Verbindung wert ist!“ So fühlen sie „hau ab, geh weg, ich will die Beziehung nicht!“, meinen es aber nicht so. Kompliziert, oder? Ja. Muss man nicht verstehen, man muss nur wissen, dass Frauen alles emotional kurzzeitig betrachten. 

Männer denken sachlich und denken dass sie die Frau in Ruhe lassen sollen. Und das ist natürlich das Gegenteil. Und so testen Frauen nicht nur die Stärke der Männer, sondern auch ihre Loyalität und ihr Durchhaltevermögen emotional standzuhalten. 


Wenn ein Mann dann da weg geht, wo die Frau ihn im Grunde ihres Herzens braucht, empfindet sie das als Fallenlassen. Weicht der Mann vor dem emotionalen Sturm der Frau zurück, diskreditiert er sie, moralisiert er sie, denn sie wird sich fragen und Matern was sie falsch gemacht hat. Nämlich nichts, sie hat nur reagiert wie alle Artgenossen reagieren und schon lange vor ihr reagiert haben. Kommt der Mann auf sie zu, bleibt der, auch wenn es schwer ist. 

Noch mal zum Verständnis: 

Ein Mann der einer Frau in einem Streit einfach den Rücken kehrt und weg geht, lässt die Beziehung zu ihr fallen, auch wenn er das anders sieht. Sie wird nämlich in ihrem Bedürfnis vom Mann reguliert zu werden demoralisiert. Sie bekommt dadurch vermittelt dass sie in ihrer Weiblichkeit und ihrer Emotionalität falsch ist und dass ihr Bedürfnis aufgefangen und runter gebracht zu werden vom Mann falsch ist. Und das ist Trauma, weil das viele Frauen von ihren Vätern kannten, die ebenfalls emotional nicht präsent waren und damit vermittelte, das das Bedürfnis nach dem Vater falsch ist. Denn es wurde nicht bedient. Und dann fällt die Frau Kilometer tief. Sie fällt, denn sie findet keinen Halt im Mann. Und das destabilisiert sie bis ins Mark. 


Bitte merken: Frauen die sich aufregen müssen das tun. Die können gar nicht anders. Männer sollten da ruhig bleiben und sich einen Kaffee machen und abwarten. Aber bloß nicht abhauen. Und liebe Männer, ihr solltet das niemals persönlich nehmen was Frauen da in ihrem hoch emotionalen Zustand dramatisieren. Sie kommen runter und können sachlich drüber reden und wenn es zwei Tage dauert. 

Aber bitte bitte, weicht vor dem emotionalen Sturm der Frau nicht zurück. 

Denn das ist schwach. 

Und Schwäche. 

Geht gar nicht bei Männern, wissen wir ja längst. 

Ich wollte auch nur mal sicher gehen, dass wir es auch alle verstehen.  

Bleibt. Sprecht Klartext mit ihr. Kurze Sätze. Das kommt an. Und dann bleibt ruhig. Meinetwegen werft ihr noch Schokolade zu oder so. Aber kommt nie auf die Idee, dass eine Wildkatze auf die ihr euch eingelassen habt, ein Schnurrkätzchen wird, wenn ihr ihr das Wilde nehmt. 

Wartet den Sturm ab, helft ihr durch ihre Emotionen, denn sie versteht die selbst nicht. Vögelt ihr sie zudem noch regelmäßig ordentlich durch, habt die liebste Frau auf der Welt. Ich schwöre! 

Sexuell standhalten ist wichtig. Emotional standhalten mindestens ebenso. Beides gehört zur Kompetenz eines Mannes dazu. 

Liebe Frauen, schämt euch nicht das einzufordern. Schämt euch nicht so zu sein. Und sucht nicht laufend die Schuld, wenn die Männer weglaufen, nur weil ihr zeigt wie es euch gerade geht. Ihr dürft euch so zeigen, auch zeigen, dass ihr mit euren Emotionen selbst nicht klarkommt. Der Mann der euch liebt weiß das und hält euch dann. 

Die Männer brauchen die Intensität der Frau. Dann müssen sie mit euch auch durch den verdammten Sturm. 


Aber Intensität und Leidenschaft wollen und dann zur Halbzeit das Handtuch werfen, weil „die Alte spinnt“, sorry, da disqualifiziert Mann sich leider selbst. 

Und muss sich nicht wundern dann auf der Ersatzbank zu landen. 

Todsünde bleibt nun mal Todsünde. 

So ist das nun einmal. 


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