Teilnehmen.
Am Leben.
Es ist schon magisch, das Leben. Aber auch nicht nur das Leben, sondern was es mit einem macht. Da findet man sich in einer Novemberdepression wieder, geniesst sie, verliert sich in ihr, will wieder raus, wird krank, rien ne va plus.
Mit den ersten Strahlen der neuen Woche ueberkommt einen dann dieses komische Gefuehl. Gute Laune, ganz ploetzlich, aus dem Nichts. Was will sie mir sagen, was hat sie zu bedeuten. Wie ein warmer Sommerregen, mitten im Winter der eigentlich Herbst sein sollte. Ich schlage das Buch auf und beginne zu lesen. Wie ein stiller Beobachter nehme ich jeden Moment in mir auf, der eigentlich nicht mir gehoert. Bis ich feststelle, dass es mein Leben ist, das sich da gerade zu Wort meldet. Es packt mich und zieht mich mit. Auf eine Reise, die wie eine Explosion beginnt. Neue Freunde, neue Liebe, neuer Job, alles von ganz allein. So aus dem Windschatten heraus hat es mich eingeholt. Das neue Leben, das mich einlaed, an ihm teilzunehmen.
Im Hintergrund spielt ein Klavier. Die Tonleiter rauf und wieder runter, bis sie sich in einer Melodie verliert, die das Jetzt beschreibt. Das Leben. Mein Leben. So wie das eben klingt. Man kann nicht weghoeren, nur teilnehmen, an der Melodie, die so klingt wie nur ein Sommer klingen kann im Winter, der eigentlich ein Herbst sein sollte.



Kommentare
Wunderschön...!
17.04.2009, 10:12 von -Lizzy-wunderschön.
09.02.2009, 23:12 von dasMaediverliebt in deine worte.
Genau so ist es und das macht hoffnung.
03.11.2008, 15:57 von anmeDer Augenblick, in dem man merkt wirklich zu leben, ist wie der Wind, du kannst ihn nicht sehen, nur fühlen. Dein Text inspiriert auch in tauben Momenten auf die Melodie des Lebens zu hören.
02.09.2008, 22:19 von daisyfieldSehr schön!