VDx 10.07.2012, 12:42 Uhr 5 0

Spiel gegen die Erinnerung

"Every saint has a past and every sinner has a future." - Oscar Wilde

Erwartungsvoll sah ich von Einem zum Anderen, aber sie waren nicht mehr da. Nur noch leere Hüllen, die ihre Seele an die Vergangenheit verloren hatten.


Vergraben in Unbestimmtheit brennen Erinnerungen in der Vergangenheit, entgegengesetzt von Welt und Sinn schreiten leblose, indiskrete Bildnisse durch die dichten Wälder der ewigen Lügen.
Die Gewissheit und die Sünde schleichen, Hand in Hand, in diesem Raum indem die Zeit niemals eine Rolle spielen wird. 

Sie spielten gegen die Erinnerung Schach und wurden besiegt. 


Tags: Vergangenheit, Sinn, Bildnisse, Gewissheit, Sünde, Schach, besiegt
5 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Irgendwie ist das so mit Pathos vollgepropft, dass ich permanent den roten Faden verlier; trotz des doch recht kurzen Textes.

    13.07.2012, 19:00 von topfbluemchen
    • Kommentar schreiben
  • 0

    ebenfalls Herr Wilde und Antwort zum vorliegenden Text:

    "Jeder ist das Produkt seiner Vergangenheit, es gibt nichts wonach man Menschen sonst beurteilen könnte."

    "Dinge, derer man sich absolut sicher ist, sind niemals wahr. Das ist das Verhängnis des Glaubens und die Lehre der Liebe."

    13.07.2012, 18:47 von schauby
    • Kommentar schreiben
  • 0

    Warum sind sie leere Hüllen .. weil sie in der Vergangenheit leben und mit der Gegenwart nichts anfangen können ? Doch warum ist dann, wenn die Vergangenheit das Einziege ist was ihnen bleibt, die Vergangenheit (oder die Erinnerungen) der Feind ? Was hat der Begriff Sünde da zu suchen ? Versündigen sie sich an der Gegenwart, oder haben die in der Vergangenheit gesündigt ? Und .. wie schon unter dem anderen Artikel von Dir geschrieben hier jetzt in anderen Worten, auf Sünde sollte Buße folgen als wahre innere Umkehr. Aber gut.. . zu viele Fragen meinerseits ... doch das Zitat von Oscar Wilde gefällt mir, auch wenn ich der Meinung bin dass alle eine Zukunft haben.

    Wilde gefällt mir. Mal abgesehen davon dass alle eine
    Zukunft haben.



    10.07.2012, 15:02 von Cyro
    • 0

      Vergangenheit ist nicht unbedingt etwas Schlechtes. Es gibt sowohl schlechte als auch schöne Erinnerungen, überwiegen die schlechten Erinnerung passiert es schnell dass man sich in ihnen verliert und nicht mehr nach vorne schaut. Sie hindern daran, im Leben weiterzukommen, mit etwas abzuschließen, wenn sie immer wieder auftreten. Das empfinde ich schon als "feindliches" Verhalten, wobei es natürlich metamophorisch ausgedrückt ist.


      Im Text gemeint ist die Sünde aus der Vergangenheit, die die betroffenen Personen verfolgt.

      Wie Du schon schreibst, auf Sünde "sollte" Buße folgen, aber eben nicht immer. 

      10.07.2012, 15:12 von VDx
    • 0

      Danke für die Erläuterung. Sorry für das Benutzen biblischer Begriffe .. mit Buße meine ich natürlich weder irgendwelche rituellen Handlungen oder Beichtstuhl, vielmehr steckt der Gedanke dahinter dass man etwas unrechtes tat, ein schlechtes Gewissen folgt, vielleicht auch das Eingeständnis von Schuld, und dann eben aus dem schlechten Gewissen heraus der ernste, feste Wille so etwas nicht wieder zu tun. Meint man es wirklich ernst, so ist das die wahre Buße und hat natürlich nichts mit dem Beichtstuhl zu tun oder irgendwelchen dingen ,die sich der Typ im Beichtstuhl als Buße ausdenkt.  Mal allgemein gesagt vor dem biblischen Hintergrund definiere ich Sünde als Abkehr von Gott, d.h. alle Gedanken und Handlungen die auf unlauteren Motiven beruhen, und als Buße die ehrliche Abkehr davon.
      Dass es niemanden gibt der ohne Sünde ist, ist mal eine klare Sache, aber für alle, die ein Gewissen besitzen, ist Abkehr von Negativen, also Einsicht und Umkehr, eine Frage der Zeit.


      10.07.2012, 15:29 von Cyro
    • Kommentar schreiben

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
10. Juni 2013

Neueste Artikel-Kommentare

NEON-Apps für iOS und Android