Spät Abends..
wenn der letzte Hopfen Verstand und der letzte Tropfen Malz das Hirn in Richtung Internet verlässt.
Ich sitze an meinem Rechner und schreibe. Es herrscht die absolute Null – Ahnung von nichts, nichts und wieder nichts.
Entsprechend ist die Stimmung & Beleuchtung in meinem Zimmer. Lichter aus & Rechner leuchtet (so langsam gehen mir die leuchtenden Lüfter auf die Nerven), Musik läuft (System of a Down – A.D.D.), und ich überlege.
Ich höre die Lüfter, die Musik und sonst nur – Schweigen. Dieses Schweigen ist so eindringlich das irgendwas mich dazu bewegt es zu unterbrechen, der nächste Musiktitel. Wieder System of a Down, wieder Gitarren, Schlagzeuge und schräge Stimmen.
Und immer noch kein Einfall. Tippen – ich hatte einen grandiosen Einfall – nein doch nicht. Wieder das virtuelle Blatt leeren, neu beginnen. Musik – Licht – Stille (Einsamkeit??).
Scheiß Rechner. Rechner machen einsam. Du lebst nur für den Rechner, die Spiele, das Internet. Und es ist einsam. Denken bringt nichts. Etwas machen, dass muss man. Aber ich kann nichts machen. Mir sind die Hände gebunden. Die Tastatur wird vom schummerigen Licht des Monitors beleuchtet. Die neue Logitech – Tastatur mit 20 Zusatzfunktionen von denen ich etwa 5 brauche.
Denken, Denken das die eigene Schwester mal endlich ins Bett muss und man sich das Internetkabel holen kann. Nein, sie ist genauso vernarrt wie ich. Also Warten. Einfall – meiner Schwester wurde der Knuddels – Account gestohlen. Ach doch nichts. Die 2 Zeilen auf dem Blatt entfernen und wieder denken. Das Klackern meiner Tastatur ist sicher bis nach unten zu hören. Durch die offene Tür dringt Licht ins Zimmer, jedoch nicht genug um meine Augen zu entspannen und das tippen leichter zu machen. Musik – Leiser Metal, ach du scheiße. Etwas besseres fällt mir wohl nicht ein. Wieder Überlegen und Denken darüber was man machen will um die Einsamkeit zu unterbrechen. Zu Freunden gehen – nein zu spät, die heimischen Kneipen abklappern? Nein danke, nicht alleine. Aber es wäre doch was. Raus, raus aus dem Zimmer mit dem Licht der Lüfter, der Musik und der Einsamkeit. Nein, die Einsamkeit ist verlockend. Verlockend nicht gestört zu sein, dass machen was man will, die Freiheit das zu sprechen und sich so auszudrücken wie man selber es will – Selbstvertrauen. Was ist das?
Selbstvertrauen, eine komische Angelegenheit. Habe ich Selbstvertrauen wenn ich mich anpasse und mache was die anderen wollen? Nein. Ich habe es versucht. Glaubt mir. Selbstvertrauen – durch Einsamkeit? Nein. Die Einsamkeit ist brutal, überall, immer. Man ist immer einsam, und keiner merkt es. Warum soll es jemand auch merken dass du dich in deine Ecke verziehst und vor dich hinschweigst und überlegst? Anpassen ist auch Einsamkeit. Man ist in einer Gruppe – aber allein. Man muss etwas anderes sein. Anderes – heißt Kleidung, Aussehen, Verhalten und alles zu verändern. Etwas anderes sein? Heißt aber auch wieder Einsamkeit. Nicht wie die anderen. Alleine. Teufelskreis. Keine Chance zu entkommen.
Helft mir. Ich brauche Hilfe. Alleine in einem Teufelskreis. Glaubt mir ich habe es alles versucht. Ich bin hervorgestochen – weil ich den PC & Spiel perfekt beherrschte. Ich tötete sie alle. Ich vernichtete ihre Basen mit Links. Ich hatte auf jede Frage eine Antwort. Ich war Dark Angel, Ritter des Lichts, einsam auf seinem Lichtstrahl bestaunt von denen um ihn herum und doch einsam. Ich verschloss mich. Ich wurde schlecht. Ich wurde wie sie. Einsam. Und war unten. Negativ. Einsamkeit – alleine. Alleine am PC. Freunde? Training – Freunde. 2 mal in der Woche für 2 Std. Freunde. Danach wieder PC. Einsamkeit – Zocken, Chatten und überlegen.
Arbeiten – Diese Leute, was sind das für welche? Sie saufen, ficken und tun alles was man nicht soll und verboten ist. Die Stimmung schlägt wieder nieder. Ich kenne die Leute sowieso nicht, obwohl ich jeden Tag mit ihnen arbeite. Wir sind in unterschiedlichen Welten. Solange sie mich in Ruhe lassen bin ich zufrieden. Sie auch. Sie wollen nichts wissen von PC – Freaks die sich die Nächte nur für den Rechner um die Ohren schlagen und trotzdem arbeiten – Arbeiten wie Tiere für später, für den Körper, für Muskeln. Für ein Mädchen das sie nicht kennen es aber wollen. Sie sich immer wieder verstecken, Angst haben – Berührungsangst. Angst vor der Welt – der Welt der Partyhengste, One – Night – Stands und harten Drogen. Wieder verschließen, nachdenken, nichts tun.
Musik – Licht – Stille – Einsamkeit."Wichtige Links zu diesem Text"
Text aus meinem Blog.




Kommentare
das ist ja hart. ich kenn dieses gefühl. aber etwas anders, ich zocke nicht und chatte nicht tag für tag nächtelang weil es mir spaß macht sondern weil meine freunde einfach weiter entfernt wohnen. es ist so schön ein tag ohne pc auszukommen. sonst komme ich nicht von ihm weg. etwas sport, essen, pc, schlafen...so ist das.
22.08.2007, 15:19 von lapislazulii