Neania 25.07.2011, 08:50 Uhr 4 8

So

So habe ich diese Zeilen geschrieben: Mit Stöhnen, Weinen und Träumen.

Als trauriger Schmetterling, als grausame Löwin
warf ich Licht und Schatten in einem.
Als Löwin hatte ich keine Erinnerungen
an meine Zeit als Schmetterling,
und als Schmetterling dachte ich nie,
dass ich einmal mit Pranken und Zähnen zuschlagen werde.

Ob mutlos oder zu Sprüngen aufgelegt:
Immer wurde ich geschlagen, und ich tötete bis aufs Blut.
Ich weiß, ich war eine Taube, eine schwere Zypresse,
ein blühender Strauch. Ich weiß, dass ich weinte und weinte.
Und ob ich Salz schmeckte oder Honig stahl,
immer weinten die Augen, soviel sie weinen konnten.
Es ist also einerlei, hab ich erkannt,
Rose oder Dorn zu sein, Nektar oder Galle.

So irre ich im Zickzack, und mein gottverlassener Durst
verwüstet sämtliche Gärten.

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4 Antworten

Kommentare

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    Wunderbar. 

    19.05.2012, 20:12 von wittchenschnee
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    So ... gut und auch trotzdem verwirrend. Gefällt mir.

    25.07.2011, 12:45 von Cyro
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    ich mag das.

    25.07.2011, 12:34 von MyaBeer
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    gefällt mir! Viel Interpretations Freiraum ...

    25.07.2011, 10:46 von KatzeMia
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