jang 30.11.-0001, 00:00 Uhr 2 1

Sammelfieber, Sammellust, Sammeltrieb. Wieso, Weshalb, Warum

Die Deutschen und ihre Sammelleidenschaft - eine heitere-ironische Betrachtung eines Phänomens

Sammelfieber

Wer kennt sie nicht, diese kleinen Jungen, die überall herumlaufen und irgend etwas sammeln, manchmal sogar, so scheint es, beinahe alles. Bierdeckel, Spielzeugautos, Sammelbilder, Stofftiere, Getränkedosen, Telefonkarten, u.v.m. Eine wissenschaftliche Repräsentativ- untersuchung bei 6-12 Jährigen aus dem Jahre 1988 ergab, dass das Sammeln die viert liebste Freizeitbeschäftigung der Kids ist. 71 Prozent der Kinder bekannten sich zu ihrer Sammelleidenschaft. Die Industrie hat diese Sammelneigung schon längst als gewinnbringendes Werbekonzept ausgebeutet. So gibt es z.b. Cola-Dosen zum Sammeln, Einwegkameras von Agfa in streng limitierter Auflage, oder bei den Swatch-Watches gibt es kleine Spezial-Editionen nur für den Sammlerclub. Nicht zu reden von den „Pocket-Monsters“, die seit kurzem unter der Bezeichnung „Pokemon“ in Form von Spielkarten, aber auch als Figuren in Videospielen Kinder und Eltern in helle Aufregung versetzen. Es gibt nichts, was nicht zu sammeln wäre. Von kleinen edlen Einzelstücken aus Porzellan bis zu billig hergestellten Plastikfigürchen, die zwar handbemalt, man höre und staune, aber auch zahlreich sind. Von alten Baustellenlaternen bis zu emaillierten Blechschildern, möglichst aus der Vorkriegszeit! Von seltenen Präzisionsuhren bis zu poppigen Designer Uhren usw. Diese Reihe lässt sich beliebig fortführen, und dennoch gibt es auch noch eine Reihe von unbekannten Kuriositätensammlern und Kleinigkeitensammlern, wie z.b. die Sammler von Bleistiftanspitzern; aber nur die kleinen aus Metall. Wenn man nun noch bedenkt, dass Bleistiftanspitzer en masse hergestellt wurden, dann kann man sich nur wundern, was einen Menschen, meist männlicher Natur, dazu treibt, jahrelang Flohmärkte, Antiquariate, Sammlerbörsen, Sammlerzeitschriften, Auktionen, Verwandte und Bekannte nach eben diesen kleinen Begehrtheiten abzuklopfen und bei Erfolg freudig die stets anwachsende Anzahl der geliebten Objekte zu horten. Meist werden sie dann in geschmackvollen Ausstellungsvitrinen oder ausrangierten Setzkästen ausgestellt, gelegentlich abgestaubt und bewundernd inspiziert.

Steckt das Sammeln in den Genen?
Nun, was treibt die menschliche Seele zum Sammelsport? Eine Frage, die sich nicht ganz leicht beantworten lässt, denn sie fällt eher mehrschichtig aus und lässt sich mit dem rationalen Verstand nicht in voller Gänze erläutern. Klar könnte man sagen, dass der Sammlertrieb schon tief in den Genen sitzt, da schon zur fernen Urzeit für die kalten Winter im voraus gesammelt und gehortet wurde. Wer am meisten gesammelt und gut gelagert hat, konnte sicher den Winter überstehen. Möglicherweise ist das auch ein Hinweis darauf, dass in Regionen, die feuchter und kälter sind, der Sammlertrieb besonders bizarre Formen annimmt, wie z.b. in der Schweiz, wo emsig „Kaffeerahmdeckeli" gesammelt werden. In Regionen, wo das Klima wärmer ist und das vorausdenkende Sammeln nicht erforderlich war, hat sich scheinbar der Sammeltrieb nicht völlig entwickeln können.

Vom sakralen Charakter des Geldes
Wo aber liegt der Ursprung vom Sammeln nichtessbarer Güter? Eine Antwort könnte in der Entstehung von Geld liegen. Geld war ursprünglich nicht zum Tausch bestimmt, sondern wurde nur gehortet. Es diente sakralen Zwecken, an denen wir heute noch unbewusst teilhaben.

Schon die Urform des Geldes deutet auf sakralen Ursprung hin. Die früheste Münzform war noch ein Barren, dessen Oval sich vom Stein des Siegelrings, dem ägyptischen Skarabäus, herleitet, einem Symbol der Unsterblichkeit. Am Leitseil seiner Symbolverwandtschaft glitt dann die Münzentwicklung vom ovalen Siegelstein zum Ring weiter, Symbol einerseits der Vollkommenheit und Ewigkeit, andererseits der sozialen Verbundenheit.

Es war schließlich die eigenste Schöpfung der Griechen, dass sie, am Ring anknüpfend, dem Münzgeld die Gestalt des Scheibenrades gaben, in der sich in genialer Weise sein Zweck als "rollendes Umlaufmittel" mit dem geistigen Gehalt der glänzenden "Sonnenscheibe" verband. Zur Substanz des Geldes wurden im 7. Jahrhundert v. Chr. die Edelmetalle. Insbesondere das in reiner Form gefundene Gold, welches im höchsten Maße "Mana" besitzt, eine Ladung mit fluidaler, übertragbarer Kraft. Gold schien dem Frühmenschen auf der ganzen Erde den "Glanz des Sonnenfeuers" auszustrahlen, zumal man seine Unzerstörbarkeit beobachtet hatte. Von jeher war es ein Sinnbild der Gottheit, der Unsterblichkeit. Auch in der "höheren Goldmacherkunst", der Alchemie, ist Gold ein Symbol der Vereinigung des Menschen mit dem Göttlichen durch Lauterkeit seiner Gesinnung und Echtheit seiner selbst. Der Prägestempel gibt zu erkennen, dass das Stück Metall Gott oder dem vom Gott gesandten Herrscher gehört, dass dieses ihm heilig ist.

Auch bei den heutigen Naturvölkern sind die Urformen des Münzgeldes kein Tauschmittel für Güter, sondern Hortgut, das nur dann den Eigentümer wechselt, wenn es geschenkt, geraubt oder wenn es in irgendwelchen rituellen Bezügen (Potlach-Zeremonie bei den Kwakiutl-Indianer) eine Rolle spielt. Da man das dem Hortgut anhaftende „Mana“ auch verlieren kann, ist man sich dessen nie sicher. Der Terminus „Mana“, welchen die Polynesier als eine Art Kraftladung bezeichnen, ist ein mit den Dingen magisch verbundenes „Fluidum“. Psychohistorisch ist es verständlich, dass wir dieses „Fluidum“ unbewusst noch im heutigen Geldwesen erleben: Wir lassen jemanden eine Summe „zufließen“; wir sprechen vom „Geldstrom“ oder von der „Liquidität“ einer Firma oder einer Bank. Auch bei uns ist der „liquide Mann“ der angesehene oder der mächtige Mann, der sich einer besonderen magischen Teilhaberschaft an jener „Kraftladung“ zu erfreuen scheint, mit der ein Häuptling oder ein Medizinmann ausgezeichnet ist.

Darüber hinaus erscheint es dem Menschen auf der magischen Denkstufe der Frühkultur, bei Natur- wie bei Kulturvölkern, nicht ratsam, allzu viel von jener überwältigenden „Kraft“ anzusammeln. Darum wurde es von Zeit zu Zeit in Massen vernichtet. Man wollte sich vom Geld „reinigen“, wonach es dann erneut gesammelt und gehortet werden konnte. In diesem Hinblick haben die heutigen Geldentwertungsprozesse Ähnlichkeit mit jenen Ritualen der Frühkultur, in denen das gesammelte Kapital vernichtet wurde.
Ein begleitendes Schuldgefühl kann solche Vorformen von Opferhandlungen als Reinigung erscheinen lassen. (Nach Grimm hat das mittelhochdeutsche „Gelt“ den Sinn von „Opfer“). Es scheint so, als gäbe es eine Art „Urgewissen“ im Menschen, das ihn dazu veranlasst, angehäufte Güter zu opfern, um sich von seinen Schuldgefühlen zu befreien. Die große Skandalkathedrale im Dschungel des Staatspräsidenten Felix Houphouet Boigny, Kirchensteuer, etc. zeugen noch heute von jenen Schuldgefühlen der Reichen. Im Christentum und Buddhismus hat das Verschenken aller Habe einen „reinigenden“ Effekt. Wer am meisten verschenken kann, ist der Mächtigste (weil Reinste), nicht nur bei den Kwakiutl und bei den Europäern des Mittelalters - er ist es bis heute geblieben.

Gesteigertes Selbstwertgefühl
Die Urformen des Sammeltriebs lassen sich auf die heutige Zeit übertragen. Das Selbstwertgefühl der Männer. (Da die Sammelleidenschaft hauptsächlich das männliche Geschlecht betrifft, wird im weiteren Textverlauf die männliche Person bevorzugt angesprochen. Dies bestätigt eine Forsa-Untersuchung über Briefmarkensammler, demnach 98% dieser Sammler männlich sind.)ist immer eine unsichere Angelegenheit gewesen. Sowohl bei den Tieren als auch bei hochzivilisierten Kulturen ist das Selbstwertgefühl ständig bedroht. Täglich kann einer kommen und eine bessere wissenschaftliche Arbeit abliefern, wie z.b. bei wissenschaftlichen Hahnenkämpfen der westlichen Akademiker, oder ein stärkerer Bulle kann aufkreuzen und das Alpha-Männchen besiegen. Da ist es doch nur allzu verständlich, dass ein Männchen zu einem scheinbar sicheren Mitteln greift, wie den Besitz.

Wer kennt nicht die Masche mit der Briefmarkensammlung, mit der ein Junge sich für ein Mädchen interessant machen will. Hier werden unterschiedliche Botschaften gleichzeitig vermittelt. Zum einen der scheinbar harmlose Vorwand, dass junge Mädchen zu sich nach Hause (in den Bau) zu locken, und zum anderen über die Briefmarkensammlung, die sicher auch wertvoll ist, den eigenen Wert (Selbstwert) zu signalisieren. Sicherlich wird es dem jungen Mädchen nach einer Weile ziemlich langweilig, diese kleinen bedruckten Bildchen zu bestaunen, aber wenn sie immer wieder über den enormen Wert, durch ihre Seltenheit, dieser Marken informiert wird, dann spricht das ihr unbewusstes Sicherheitsbedürfnis an. Etwa so: Dieser Mann kann auch in Zeiten der Not die Brut sichern, weil er schon im voraus Wertvolles sammelt. Klar, dass man heutzutage schon mit einer Sammlung von Aktien aufwarten muss, es sei denn, die Briefmarkensammlung hat wirklich einen atemberaubenden Wert. Das Imponiergehabe, der Neid und auch die Gier nach ähnlich wertvollen Sammlungen unter Männern erinnern an jene röhrende Hirsche, die durch ihr prächtiges potentes Geweih auf ihre vererbungswürdigen Gene dramatisch aufmerksam machen.

Da sich aber der Sammeltrieb offenbar verselbständigt hat, d.h. die Sammelhandlung um ihrer selbst willen als bloße Form existiert, wobei es sich bei den Objekten um keinerlei wertvolle Gegenstände mehr handelt, wie z.b. Miniaturschnapsfläschchen, Streichholzschachteln, Würfelzucker, etc., die lediglich um die Vielfältigkeit eines Sammelobjekts dokumentieren sollen, ist auch dieses Argument, über Sammelkraft Stärke und Sicherheit zu vermitteln, nicht auf alle Sammler zutreffend. Führt man dennoch das Argument an, jemand sammle aus einem Sicherheitsbedürfnis heraus, so wird man z.b. bei den Überraschungseierfigürchen schnell feststellen, dass das keinen großen Sinn macht. Denn in Zeiten der Not wird man sie wohl schlecht verkaufen können, und essen kann man sie nun wirklich nicht...


Die beim Sammeln auftretenden Gefühle von Sicherheit und Gewinn, welche sich in Zukunft mehren sollen, deuten noch auf den ursprünglichen Sinn des Sammelns. Aber wie steht es da mit Menschen, die nur so zum Spaß nebenher sammeln und nach einer Weile sammelmüde werden, meist mit zunehmenden Alter, und ihre mühsam angehäuften Sammelgüter verschenken, oft an Sammler gleichen Sammelgebiets, oder sogar alles direkt in den Müll werfen? Haben die schon ein Weibchen zu Hause? Oder merkten jene, dass sie mit der alten Imponiermethode kein zur Selbstständigkeit neigendes Weibchen anlocken können? Oder haben die Sammelobjekte ihr anhaftendes „Mana“ verloren und müssen folglich vernichtet werden, damit wieder neu gesammelt werden kann? Oder ist ein Prozess zum Erwachsenwerden eingetreten, wo nur noch wesentliche Dinge wie z.b. Geld gesammelt werden? Das ist wirklich schwer zu beantworten, denn auch in Erwachsenen stecken Kinder, die mit glänzenden Augen an Sammelvitrinen vorbeilaufen und sich daran begeistern können, was sie schon alles haben und was es noch alles zum Sammeln gibt.

Ordnung ins Chaos
Was treibt einen Menschen noch in die Sammelleidenschaft? Die vielfältige Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit gleichgesinnten Sammlern über Sammelbörsen, Inserate in Flohmarktjournalen, Sammlerkatalogen, etc. geben ständigen Anlass, die eigene Sammlung zu vergleichen oder zu ergänzen. Die sozialen Kontakte, die dabei geknüpft werden, können sich zu Freundschaften entwickeln, da das gemeinsame Sammelgebiet zu ewigem Erfahrungsaustausch anregt. Schon die 2-3 Jährigen benutzen vermehrt Gegenstände zur Kontaktaufnahme, indem diese gezeigt werden und zu gemeinsamen Aktivitäten auffordern.

Die Lust am Archivieren und Ordnen könnte gerade bei den Deutschen ein weiterer Grund für die Sammelleidenschaft sein. Kaum eine Nation erfreut sich einer so großen Anzahl von Museen, Ausstellungsvitrinen bei Banken und zahlreichen privaten Kleinmuseen wie die Deutschen. Um die Lust am Ordnen zu befriedigen, müssen dann die Sammelobjekte kleinlich genau archiviert werden. Als Hilfsmittel dienen dazu oft eine Unmenge an Katalogen zu den jeweiligen Sammelgebieten, und das Internet tut das Seine noch dazu, wie z.B. das Internetmuseum für Bananenaufkleber. Bei der Fülle an Sammelgut macht es Sinn, Ordnung in die chaotischen Verhältnisse zu bringen. Das wiederum bringt wieder Ordnung in die eigenen internen Strukturen. Das es die Deutschen mit der Ordnung haben, geht auf ein langes peinlich genaues preußisches Beamtentum zurück. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass findige Informatiker „Hobby-Management-Systeme“ anbieten und die Vorzüge für eine schnelle Suche und optimalen Zugriff schmackhaft machen.

Bei dem Sammeln von Puppen oder Plastikfigürchen hört man immer wieder, dass es Sammler gibt, die jede aber noch so kleine Kleinigkeit an einer Puppe feststellen, die ein unerfahrener Sammler gar nicht bemerken würde. Hierin äußert sich die weltbekannte Pedanterie und Kleinkariertheit der Deutschen, bzw. positiv formuliert, die Freude am Detail.


Die Lust am Jagen, Kriegen oder am Entdecken ist ein weiterer Aspekt des Sammelns. Da die germanische Seele als Stifter zweier Weltkriege offenbar einen kämpferischen Anteil hat, ist es offensichtlich, dass die Leidenschaft des Sammelns durch den kriegerischen Aspekt ausgelebt wird. Allzu verständlich, dass das Sammeln von Militaria (Orden, Uniformen) sich einer breiten Anhängerschaft erfreut. Ein befreundeter Antiquitätenhändler sagte mir mal, dass die Händler manchmal extra eine unaufgeräumte Ecke in ihrem Laden haben, damit suchende Sammler das Gefühl bekommen, dass sie etwas entdecken würden. Und wer kennt nicht die riesige neugierige Schar von Menschen, die ganze Straßenzüge von Sperrmüll durchforstet. Übrigens ein Grund, weswegen die Sperrmüllaktionen von Seiten der Stadt abgeschafft wurden, weil die dabei entstandenen Verwüstungen Chaos und Arbeit verursachten. Die scheinbar nicht zu bändigende Gier treibt so manchen Sammler in ausländische Jagdgründe, um an lang begehrte Stücke endlich zu kommen. Von den kriminellen Machenschaften ganz zu schweigen. Sowohl Kunstraub als auch die steigende Anzahl der Fälschungen zeugen von dem lohnenden Geschäft mit dem Sammeltrieb und der damit verbundenen Habgier.

Ein weiterer Grund für eine übermäßige Sammelleidenschaft könnten auch die noch im Unbewussten schlummernden Existenzängste aus den zwei Weltkriegen sein. Das beklommene Gefühl, nach dem „Alles Haben“ nichts zu haben und das anschließende Rennen nach dem wieder „Alles Haben“, können die Besitzfreude oder Besitzgier verständlich machen. Da wir wieder eine Zeit der wirtschaftlichen Unsicherheit haben, ist es nur natürlich, dass das Ansammeln von Gütern, die einen Wert symbolisieren, verstärkt auftritt. Geld anzusammeln macht weniger Sinn, denn die Erfahrung hat gelehrt, dass Geld keinen beständigen Wert besitzt.

Psychodynamik des Sammelns
Die Psychoanalyse sieht einen analen Komplex in der Psychodynamik des Sammelns. Dabei wird das Sammeln als ein Moment im Ensemble der analerotisch motivierten Charakterzüge aufgefasst und der Sammelgegenstand als Kotsymbol. Ferner geht man davon aus, dass der Analcharakter ein zwar individueller, aber in der bürgerlichen Gesellschaft vorherrschender Sozialcharakter sei. Als Beispiel wird die analorientierte menschliche Fähigkeit des „Bewahren- und Behaltenkönnens“ angeführt, welche durchaus Assoziationen zum Analverhalten in einer zivilisierten Konsumgesellschaft zulassen.

(Die kulturell wertvolle und gesellschaftlich anerkannte bzw. anerzogene Eigenschaft des „Bewahrenkönnens" mag hinsichtlich des Analverhaltens durchaus wichtig im Sozialverhalten erscheinen, erklärt aber nicht in voller Komplexität das angenehme Gefühl, welches manchen Kot-Sammler anheim fällt wenn er gerade beim Stuhlgang ist. So erhält der Sammler durch den Besitz von Sammelgütern dann das Gefühl, etwas bewahren zu können. Schon merkwürdig, wer hätte gedacht, dass die Sammelleidenschaft auf eine anal-erotische Wurzel zurückzuführen ist. Natürlich, ist es arschgeil, eine Blaue Mauritius sein eigen nennen zu können. Hier wird auch gleich deutlich, dass sich im Sprachgebrauch der Deutschen ein gestörtes Verhältnis zum Analverhalten wiederpiegelt. Es gibt kaum ein deutsches Schimpfwort, welches nicht irgendeinen Bezug zum analen Bereich herstellt. Arschloch, Arschgeige, etc. nur um einige Beispiele zu nennen.)

Ein etwas ernster zu nehmender Ansatz ist die Vorstellung, dass emotional instabile Kinder aus Angst vor Dunkelheit, Alleinsein oder Verletzungen sich an etwas Greifbares, einem Gegenstand, z.B. Kuscheltier, klammern. Dieses Schutzverhalten soll dann das bedrohliche Alleinsein mildern helfen. Diese Gegenstände können unter Umständen beseelt sein, was wiederum an Amulette und Kultgegenstände von Naturvölkern oder an das Reliquiensammeln erinnert. Sie helfen dem Kind, mit seinen Ängsten umzugehen bzw. sie geben ein Gefühl von Sicherheit und Gesellschaft.

Ferner kann immer bei Sammlern untersucht werden, warum sie genau dieses Sammelgebiet ausgewählt haben und nicht irgendein anderes. So gibt es z.B. einen Glockensammler, der in seiner harten Kindheit Glocken, die er täglich in der Ferne hörte, als das einzig Angenehme erlebt hat. Ein Büchersammler, der hauptsächlich Bücher sammelt, die von namhaften Autoren speziell für ihn handsigniert wurden, versucht vielleicht, dadurch seine eigene Größe hervorzuheben. Vorlieben für ein bestimmtes Sammelgebiet werden auch meist durch Umgebung und Modetrends beeinflusst. Aus diesen Gründen ist es ratsam, auf die seelischen Traumata zu schauen. Honore de Balzacs z.B. litt unter der Vernachlässigung durch seine Eltern während seiner Kindheit. Als angesehener Autor blieb dieses frühkindliche Trauma in seiner Seele und führte ihn zur gesteigerten Besitzgier, indem er alles Mögliche sammelte. Solche Beispiele gibt es zahlreiche. Sie machen deutlich, dass das Sammeln kein normaler Zeitvertreib ist.

Unkontrollierte Sammelsucht
Was in einer jeglichen Sammelleidenschaft steckt, ist die pathogene Seite des Sammelns. So gab es und gibt es Sammler, die lieber Haus und Hof verlieren und ihre Familie in Armut leben lassen, oder ihr Ansehen verlieren, als die Chance zu verpassen ein langersehntes Sammelobjekt zu ergattern. In der Geschichte gibt es zahlreiche Beispiele für diese unkontrollierte Sammelsucht.

Dennoch findet die Sammelwut kaum ein negatives Echo in der Psychologie. Eine mögliche Erklärung könnte sein, die gesellschaftliche Anerkennung der Besitzgier, und dem heimlichen kollektiven Verständnis zu jeglicher Form der Sammelleidenschaft. Denn fast jeder führt in sich, offen oder verdeckt, diesen Krieg der Habgier. Im deutschen Sprachgebrauch hört man seltener das Wort Sammelsucht, eher Sammelleidenschaft. Wohingegen das Wort Verschwendungssucht eher im Gebrauch ist.

Während die extreme Sammelsucht wohl eher selten sein dürfte, ist die Sammelleidenschaft sehr verbreitet. Sie verbindet Generationen miteinander und kann unter Umständen ein recht ergiebiger Nebenverdienst sein. „Das Sammeln ist die Aktie des kleinen Mannes“ sagte mir kürzlich auf einem Flohmarkt ein Händler. Als Zeitvertreib für Arbeitslose kann es auch Formen der Vollbeschäftigung annehmen, was immer noch besser ist als Drogensucht und viereckige Augen vom Fernsehschauen. Selbst Goethe sagte: „Sammler sind glückliche Menschen.“, und er musste es ja wissen, denn er selbst war Autographensammler.


Im folgenden werden einige Sammlercharaktere vorgestellt, die deutlich machen, wie bunt sich der Hang zur Sammlerei in der Seele des Menschen manifestiert hat. Möglich durch die Besitzfreude der Deutschen und deren enormen Produktionsfreude.

Sammlercharaktere

1.Idealistischer Sammler
Er sammelt Dinge, die im Laufe der Zeit in einer hochentwickelten Konsumgesellschaft anfallen, um sie aufzuheben, damit sie aufgehoben sind, denn sonst würden sie in den Müll wandern. Dieser Sammler achtet nicht auf den Wert, er hat einfach Freude am Erhalten eines Objekts, welches einen Teil der Geschichte darstellt und nun nicht mehr gebraucht wird. Solch ein Sammler gibt auch sein Sammelgut unentgeltlich weg, wenn er weiß, dass es gut aufgehoben ist, dass es seinen rechtmäßigen Platz in einem Ensemble gleicher Objekte findet.

2.Historischer Sammler
Jener sammelt aus historischen Gründen, um die Glieder in einer Kette von Entwick-lungsschritten zu beobachten. Der Reiz liegt eher im Erkennen geschichtlicher Zu-sammenhänge, welche durch die Sammelobjekte veranschaulicht werden und jederzeit nachvollzogen werden können. Je älter ein Gegenstand ist, desto wertvoller erscheint er in seiner historischen Bedeutung und um so mehr „Mana“ enthält es.

3.Wert-Sammler
Diese Sammler sind wahrscheinlich am häufigsten vertreten. Immer Ausschau haltend auf Schnäppchen, die einem unwissenden Besitzer für wenig Geld abgekauft werden und dann schnell wieder an einen meist schon bekannten Sammler weiterverkauft werden. Das heißt jedoch nicht, dass jene sich nicht an den Sammelobjekten erfreuen können. Die Freude am Objekt kann genauso überwältigend sein wie bei den anderen Sammlertypen, aber hier bezieht sich die Freude auch auf den möglichen Gewinn. Der Wert-Sammler kauft eher im Hinblick auf den steigenden Wert als auf den lang andauernden Besitz. Er kann sich leichter vom Objekt lösen, vorausgesetzt der Gewinn stimmt. Im Grunde ist er eine Händlerseele und verdient gut an der Sammelgier anderer.

4.Sentimentaler Sammler
Diese Sammler sammeln eher aus Sehnsucht an die „gute alte Zeit“. Sie versuchen, über die Sammelobjekte einen ewigen Bezug zu ihrer Vergangenheit, meist Kindheit, aufrechtzuerhalten. Das dabei im Laufe der Zeit die Dinge an Wert gewinnen, kümmert sie wenig. Der Wert wird an der Authentizität gemessen, d.h. wie gut erinnert es an früher und wie gut entspricht es noch dem Originalzustand.

5.Vollständigkeits Sammler
Diese Sammler sind nie zufrieden zu stellen. Erst wenn die Sammlung vollständig ist, was heutzutage in vielen Sammelgebieten fast unmöglich ist, lehnen sie sich mit einem „Alle- Schäfchen-sind-im-Trockenen- Lächeln“ zurück und klopfen sich auf die Schulter über das Wunder, das sie vollbracht haben. Die Freude des Sammelns liegt in der Vollständigkeit einer Sammlung. Dazu braucht man meist viel Geduld und viel Fachwissen, denn hier ist auch die Gefahr der Fälschung am nächsten. Fehlende seltene Objekte einer Sammlung, werden bekanntlich gerne nachgebaut.

6.Infantiler Sammler
Er konstituiert einen Typ, der einfach alles sammelt ohne erkennbares System. Alles, was ihm in die Finger kommt, wird gesammelt. Meist wird das angehäufte Sammelgut nicht einmal katalogisiert oder geordnet. Es wird einfach in Kisten geworfen, wo es dann mehr oder weniger lange lagert. Beim Ausmisten wird dann entweder ein großer Teil achtlos fortgeworfen oder sogar, weil effektiver, gleich die ganze Sammelkiste. Es wird eigentlich nur um des Sammelns willen gesammelt. Dahinter verbirgt sich das kindliche Bedürfnis, etwas zu bekommen. Von allen Seiten bekommt man dann z.B. Telefonkarten, wobei diese selbst wiederum im Grunde nicht wichtig sind, sondern es geht um den Akt der Aufmerksamkeit, der sich bei der Übergabe des Sammelobjekts abspielt. Auch geht es bei den infantilen Sammlern um die Herstellung einer Ordnung ihrer Umwelt. Pädagogen raten den genervten Eltern, diese Sammelmarotte einfach zu akzeptieren.

7.Ästhetischer Sammler
Jene Sammler sind meist Sammlerinnen und sammeln aus Freude am ästhetischen Objekt. Das können z.B. kleine Parfümfläschchen sein. Dieser Sammelgenuss ist sehr stark von vorherrschenden Trends beeinflussbar. Der Wert eines Objekts spielt kaum eine Rolle, und so werden diese Sammlungen dann auch diskret entfernt, wenn die Freude am Objekt nachgelassen hat. Jene suchen auch nicht besonders nach fehlenden Objekten, es sind eher Gelegenheitssammler/innen.

8.Systematischer Sammler
Diese spezielle Sorte der Sammler sammelt nach System. Z.B. sammeln sie nur die Wohl-fahrtsmarken oder nur die Pinguine von den Ü-Eiern. Sie beschränken sich auf ein kleines Sammelgebiet innerhalb eines großen Sammelgebiets, wo sie immer ein Gefühl von Über-schaubarkeit und Berechenbarkeit haben. Sie sind die braven Sammler, welche fast keine Risiken eingehen würden.

9.Erfahrungs Sammler
Diese Sammler sind sehr unmaterialistisch. Ihnen geht es nicht um Besitzfreude, sondern um die Freude, alle Teile von „Krieg der Sterne“ gesehen zu haben, oder den Rolling Stones auf allen ihren Konzerten hinterher zu reisen. Das Gefühl der Vollständigkeit, Kontinuität und die Freude, mitreden zu können und sich dadurch hervorzuheben, sind hier der primäre Genuss, auch wenn man dafür 18 Stunden für eine Eintrittskarte anstehen muß.


10.Chaotischer Sammler - Messies
Chaotische Sammler sammeln von allem ein bisschen, haben kein System und haben auch kein besonders großes Interesse am Ordnen. Sie sammeln aus Freude am Sammeln, vermischt mit einer gewissen Besitzfreude. Findet ein systematischer Sammler etwas in seinen Sammelkisten, dann ist er auch gegen gute Bezahlung nicht bereit, ein Objekt abzustoßen. Chaotische Sammler behalten aber gerne ihre Sammlungen, im Gegensatz zu den infantilen Sammlern. Extremere Formen dieser Sammelwut äußern sich in enormen Anhäufungen, die manchen Besucher nur noch den Kopf schütteln lassen, weil sie fast keinen Stehplatz mehr in der Wohnung finden. Aber man darf die chaotischen Sammler nicht unterschätzen. In ihrem scheinbaren Chaos herrscht Ordnung. Sie finden mit exakter Treffsicherheit irgendeinen gewünschten Zeitungsausschnitt. In der modernen Psychologie sind sie auch als „Messies“ bekannt.

11.Projektive Sammler
Das sind jene Sammler/innen, die Freude am Sammeltrieb anderer haben. Zum einen sicherlich, weil sie dann immer wissen, was geschenkt werden kann. Sie sind sich dann einer gewissen Freude über das Geschenkte sicher. Und zum anderen leben sie ihre uneingestandene Sammelleidenschaft über den zu beschenkenden Sammler aus. Ihre diffuse Such- und Jagdleidenschaft kommt so zum Ausdruck, wird aber an Mitmenschen ausgelebt. Hier zeigt sich die schon besprochene Peinlichkeit, die den einen oder anderen Sammler anheim fällt, vor allem wenn sie schon älter sind und wie Kinder Bierdeckel sammeln.

12.Praktische Sammler
Sie sammeln praktische Dinge wie Werkzeug oder Ersatzteile für Autos. Ihnen geht es überhaupt nicht um den Wert einer Sammlung. Eher sind sie darum bemüht, alle praktischen Dinge im Leben zu haben, egal ob man sie tatsächlich oft benötigt oder ob sie einmal benutzt und in das Regal gestellt werden. Ihre Grundhaltung ist eher : Wer weiß, vielleicht kann man es ja mal gebrauchen. Extreme Formen kann man z.B. in manchen Küchen beobachten, wo wohlmeinende Ehemänner ihren Geliebten alle möglichen elektrische Küchengeräte zu Weihnachten und Geburtstagen schenken. Oder die Sammler/innen, die Sammelmarken eifrig horten, um irgendwelche Rabatte zu ergattern.

13.Jäger-Sammler
Beim Jägersammler geht es um einen Menschen, der sich ausschließlich auf das Jagen spezialisiert hat. Er jagt wie der Teufel hinter einer armen Seele nach dem Objekt. Hat er das bejagte Objekt in seinen Besitz gebracht, verliert er rasch das Interesse daran. Eine Art Don Juanismus plagt seine Seele, denn er wird von einem Wiederholungszwang heimgesucht. Solche Jäger-Sammler sind häufig auf Flohmärkten anzufinden, wo sie ihre erjagten Objekte an besitzstrebende Sammler verkaufen. Meistens kann man ihre Stände an den vielen kleinen Gegenständen aus verschiedenen Sammlergebieten erkennen. Oder jene Trophäensammler, die sich bei Grosswildjägern oder normalen Jägern findet.

14.Exklusivitäts-Sammler
Diese Sammler, zwar selten, aber wichtig zu erwähnen, sammeln hauptsächlich exklusive Gegenstände. Durch diese Exklusivität können sich diese Sammler einer gewissen Bewunderung sicher sein. Ferner haben diese exklusiven Objekte eine besondere magische Ausstrahlung oder Mana, an dem sich der Besitzer labt. Solche Sammelobjekte können z.B. Gegenstände namhafter Persönlichkeiten sein, oder besonders seltene Objekte. Das höchste Ziel eines solchen Sammlers ist die Eröffnung eines nach ihm benannten Museums.

15.Kriminelle Sammler
Diese Sammler sind so gierig und leidenschaftlich, dass sie vor nichts zurückschrecken. Meist sind sie hochverschuldet und neigen zu kriminellen Handlungen. Ihre Sammelwut und Besitzgier kennt keine Grenzen, schon gar nicht moralische. Solche Sammler würden nie etwas von ihrem Besitz weggeben. Sie sind die Egomanen in Person. Hier hilft, für Extremsammler, meinst eine psychotherapeutische Behandlung.

Prinzipiell gibt es natürlich auch eine Reihe von Mischformen. So gibt es bei den systematischen Sammlern auch Anteile vom ästhetischen Sammler, usw. Was die Kombination mit dem ästhetischen Sammler betrifft so kann im allgemeinen davon ausgegangen werden, dass diese mehr oder weniger in allen Sammlertypen vorkommen. Bedeutende Künstler wie z.B. Andy Warhol oder Joseph Beuys waren gleichzeitig leidenschaftliche Sammler. Ebenso ist in allen Sammlertypen der Jägersammler oder auch Trophäensammler ein wesentlicher Bestandteil in der Charakterstruktur.


Wie kann man ein erfolgreicher Sammler werden?

Als Sammler muss man eine gewisse Leidenschaft und eine gehörige Portion Geduld mit sich bringen, der Rest ist einfach Glücksache. Sie können 4 mal erfolglos auf einem Flohmarkt gewesen sein, und beim 5 mal machen sie gleich 2-3 Schnäppchen auf einmal. Manchmal können sie auch feststellen, dass sie gar nicht an einen Fund eines begehrten Objekts dachten, und plötzlich ist es einfach da, es kam ihnen zu-gefallen. Vielleicht kam es durch eine „Projektiven-Sammlerin“ oder einfach so, durch Glück.

Was absolut wichtig ist, neben den oben erwähnten seelischen Grundvoraussetzungen, ist „Wissen“. Schon mit einem kleinen Wissensvorsprung können sie enorme Schnäppchen machen. Auf Flohmärkten entscheidet sich alles darüber ob jemand weiß was seine Sachen wert sind oder nicht, denn danach gestaltet sich der Preis. Sie können über freches Handeln schnell herausfinden, ob sich jemand auskennt oder nicht. Aber tun sie beim Handeln so als würden sie nur so zum Spaß handeln, denn jeder einigermaßen wacher Verkäufer spürt schnell wie gierig sie auf dieses Objekt sind. Manchmal hat man auch Glück und man bekommt etwas wertvolles für einen Apfel und ein Ei.

Suchen sie sich originelle Sammelgebiete aus, denn dann haben sie weniger Konkurrenz, sie haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass der Markt noch nicht abgegrast ist, und sie haben auch den gewissen Wissensvorsprung. Zum Beispiel sammeln sie Bleistiftanspitzer aus Metall, oder wenn sie Musik lieben, sammeln sie diese kleinen 8 cm Maxi-CDs, für die schon Preise bis zu 500,-DM bezahlt werden, obwohl sie erst 10 Jahre alt sind und auf Flohmärkten für 50 Pfennig verramscht werden. Aber diese kleinen Cds wurden nur kurze Zeit produziert und werden jetzt nur noch für Promotionszwecke hergestellt. Aber hier liegt auch wieder der Sammlerwert, denn zur Promotion werden gewöhnlich nur kleine Auflagen produziert.

Also informieren sie sich gut, es gibt dazu reichlich Lesematerial. Wenn sie in einem Zeitschriftenhandeln reinschauen, können sie ohne Probleme 10 verschiedene Sammlerzeitschriften finden, über das Internet ganz zu schweigen. Gehen sie überall dort hin wo sie potentiell die Möglichkeit sehen an ihre Sammelobjekte zu kommen. Lassen sie keinen Flohmarkt aus und vertrauen sie ihrer Intuition. Selbst professionelle Flohmärkte lassen ungeahnte Schnäppchen zu.

Kommunizieren sie möglichst viel. Erzählen sie ihren Verwandten und Bekannten von ihrer Sammelleidenschaft. Wenn sie zu ihrer Leidenschaft stehen, dann fällt es anderen auch leichter ihre Bleistiftanspitzersammlung als originell zu betrachten, auch wenn sie sich ein wenig darüber belustigen. Wichtig ist, dass jeder weiss, das ihnen diese Sammlung am Herzen liegt, denn irgendeiner hat vielleicht irgendwo bei sich oder bei jemanden einen alten Bleistiftanspitzer gesehen, und weiss dass er ihnen mit dieser Kleinigkeit eine riesige Freude bereiten kann.

Gehen sie Risiken nicht unbedingt aus dem Weg, denn zum Sammeln gehört eine Opferbereitschaft dazu. D.h. nicht, dass sie alles wahllos und ungeprüft kaufen, aber manchmal sollte man auch ein langgesuchtes Sammelstück für etwas teurer kaufen, als diese Chance zu verpassen.

Lassen sie ihre Sammlung nicht in Stich. Betrachten sie ihre Sammlung von Zeit zu Zeit. Sie werden immer mehr Unterschiede zwischen den einzelnen Objekten feststellen und sich daran erfreuen können. Gleichzeitig bekommen sie immer mehr Wissen, was ihnen bei der Suche mehr und mehr nutzen wird.

Halten sie ihre Augen offen und bleiben sie optimistisch, auch wenn die Konkurrenz groß ist. Denn die mentale Einstellung ist sehr entscheidend. Ein Okkulter Spruch sagt: „Jedem Gedanken folgt Energie“ und diese Energie gilt es auch beim Sammeln zu nutzen. Stellen sie sich vor, wie sie sich fühlen wenn die Sammlung komplett ist, spüren sie die Freude nach langem Suchen und Jagen endlich mal wieder eine Ergänzung in der Sammlung zu erleben. Früher oder später werden sie mit ein bisschen Glück ein erfolgreicher Sammler. Viel Spaß dabei.

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Oliver Heil
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2 Antworten

Kommentare

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    wow. lang. gut so...

    30.12.2007, 01:55 von kleinepiratin
    • 0

      @kleinepiratin hey kleine piratin.. danke für deinen kommentar... heiteren gruss aus freiburg

      30.12.2007, 07:54 von jang
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    Erschreckend, wie umfassend dieses Thema ist. Den ganzen Text habe ich dann aber doch nicht gelesen. Ich bin wohl eine Mischung aus Messi, sentimentalem und idealistischem Sammler.
    Aber irgendwie sammelt doch jeder, selbst die Bienen und Eichhörnchen.

    19.10.2004, 02:31 von aliki
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      @aliki ja das stimmt; sammeln tun wir alle mehr oder weniger..viele lassen aber auch los in dem sies weitergeben, wegwerfen (wie ich zum Beispiel heute 4 Säcke Papierkram, irgendwelche sammlungen noch aus der studiezeit)oder liegenlassen beim nächsten umzug. Umziehen tut wirklich gut diesbezüglich.. sonnigen gruss aus freiburg

      21.10.2004, 18:36 von jang
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