meandmrjones 31.05.2009, 21:35 Uhr 1 0

Nur so vorsommerabendliche Gedanken

Ob wohl zwischen Schnupfen und Kopfschmerz noch Platz ist, an das Gute im Menschen zu glauben?

Nun gerade nicht. Ist das jetzt wieder so eine misanthrope Phase, wie ich sie schon kenne? Bin ich genervt weil krank oder stütze ich mich auf sämtliche Philosophen und sehe den Menschen als etwas von grundauf Böses?

Je mehr Mühe ich mir gebe, ruhiger und gelassener zu werden, zufriedener - desto öfter kriege ich zu spüren, wie das hier wirklich läuft. Das Leben.
Mag altklug klingen, aber ständig enttäuscht zu werden, ständig aufs Neue zu sehen, dass anscheinend Menschsein nicht gleich menschlich sein bedeutet - das ist nicht wirklich erbaulich auf dem Weg in ein glückliches Leben.

On the way. Ich wurde enttäuscht, verdammt - wer wurde das nicht schon mindestens siebzehn Mal. Aber muss es mir Angst machen, auf eine Art und Weise enttäuscht worden zu sein, die mich zweifeln lässt?
Aus Schaden wird man doch bekanntlich klug, aus Fehlern lernt man und so weiter. Bin ich denn nun klug? Jetzt, wo ich diese Sache mit dem Mensch und der Menschlichkeit weiß, schmerzlich erfahren musste?
Und wenn dem so sein sollte - was ist mit denen, die Fehler begangen haben? Haben die was gelernt? Klar könnte ich auch fragen, ob ich was gelernt habe.
Aber im Moment geht es nicht um mich. Es geht nicht darum, dass es mir in manchen Situationen nicht gut geht, dass ich was vermisse, etwas nicht verstehe, manchmal nicht weiter weiß.

Ich frage mich wirklich, wie das ist. Menschsein. Menschlichkeit. Ist das nicht normal? Können Egoismus und Ignoranz jemanden der Menschlichkeit berauben, oder baut sie sich erst langsam auf, je nach Lebensstil und -einstellung?
Wie viel Enttäuschung muss denn da sein, um nicht mehr zu glauben?

Sicher mache ich mir darüber mal meine Gedanken. Aber nicht mehr heute. Für heute reicht es wirklich. Ich will ins Bett, ich will schlafen, ich muss schlafen. Ich brauche einen neuen Tag.

1 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Einer neuer Tag ist super, aber die Gedanken gehören trotzdem zu keinem schönen Vorsommerabend. Es heißt ja Vorsommer, weil schon ein klein wenig Sommer drin steckt. Und mit jedem Bisschen Sommer darf man auch ein wenig Glück empfinden.

    Menschen sind immer anders. Immer, immer wieder. Das lernt man auch mit der Zeit, aber vor allem lernt man, dass einem lernen nichts bringt. Dass das viele Nachdenken nichts bringt. Aber trotzdem hört man nie auf.

    Es ist schön, wenn es sich selbständig macht, denn dann hat man gewonnen. Wenn man es durch den Stift überträgt, in die Tastatur verschlägt, in Wörter bannt. Aber ganz los wirst du es nicht, das braucht Zeit. Und diese Zeit wird nicht in Tagen gemessen, sondern in Geschichten. Jede kann dich ein wenig weiter bringen. Weiter weg. Du musst nur wissen in welche Richtung du gehen willst.

    Einen schönen Vorsommer... ach, Moment - da sind wir ja schon weiter :)
    ingo

    09.06.2009, 17:23 von SchockZustand
    • Kommentar schreiben

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare