Ann-Kathrin_Eckardt 03.01.2013, 11:16 Uhr 73 0
NEON täglich

Neujahrsblues

Kennt ihr den Neujahrsblues?

Die Tage vor und nach Silvester sind häufig eine Zeit der großen Gefühle. Erst die Weihnachtszeit mit der ungewohnten Familienballung und all ihren Emotionen und Konflikten, dann die ruhigen Tage zwischen den Jahren, in denen man Zeit hat, zurückzublicken und Resümee zu ziehen, dann der Zwang, „gut“ ins neue Jahr zu starten (trotz der Last der neuen Vorsätze) und dazu noch die Aussicht auf mindestens zehn weitere Wochen Kälte und Dunkelheit. Bei vielen Menschen scheint sich die Stimmung nach dem Jahreswechsel deshalb den Temperaturen draußen anzupassen. Sie befindet sich auf dem Nullpunkt. Neujahrsblues nennen Experten dieses emotionale Tief. Kennt ihr das? Oder fühlt ihr euch im Gegenteil eher euphorisch, weil das neue Jahr noch unverbraucht vor euch liegt?

73 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Dank der freien Tage und Begegnungen hat mich die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr eher gestärkt als runtergezogen. Dieses Gefühl verorte ich persönlich meist eher MItte Februar, wenn der Scheiß-Winter immer nicht enden will.

    Auf den Sack geht mir aber, daß so viel offensichtlich verbreitete Unfreiheit dazu führt, sich ein Weihnachten zu organisieren, das im Nachgang permanent mit "Konflikt" und "Leid" assoziiert wird als wäre es Karfreitag. WIESO tut man sich das an???

    Ich verstehs einfach nicht. Feiertag heißt, sich einen schönen Tag machen. Vielleicht sollte man mal im Vorfeld darüber nachdenken, wie das klappen könnte statt andere dauernd mit dem Familienfeierweihnachtsblues zu nerven.

    Hilfe zum Brainstorming: Man kann Weihnachten auch allein oder mal gar nicht feiern, man kann mal wegfahren oder sich freiwillig für den Schichtdienst eintragen lassen (sprich: arbeiten), man kann (das ist aus meiner Sich das edelste) sich caritativen Diensten als freiwilliger Helfer andienen, z.B. Armenweihnachtsfeiern.

    Es gibt so viel außer Familie - und nur, wer auch mal ohne diese kann, kann sie letztlich auch schätzen lernen.

    04.01.2013, 09:50 von LudwigMartin
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  • 4

    Für was diese Fixpunkte? Um sich daran zu klammern? Jahr zu Ende, Schublade auf, Erfahrungen (meist unverdaut) rein, Schublade zu und dann mit voller Kraft im "neuen" Jahr in die gleiche Scheiße schlittern? So habe ich das früher selbst gesehen. Außer das mit der Scheiße, das will man ja natürlich nicht wahrhaben. Bäh, das widert mich gerade voll an, diese Einsortieren und kalendarische Blabla. Auch wenn es total abwegig erscheint: mal in sich reinhören und erspüren, wie man sich wirklich fühlt, das Wieso und Warum ergründen, eine Lösung suchen und bestenfalls finden, könnte besser und effektiver sein als ein verdammter Blick in den Kalender, auf die Jahreszeiten oder das Wetter.

    03.01.2013, 17:30 von Mrs.McH
    • 1

      in etwa das war die Richtung meines Posting weiter unten.

      Was ist, wenn Ann-Kathrin die Schwermut drückt, sich aber scheut konkrete Hintergründe öffentlich zu denken, zur Debatte zu stellen ?

      Getreu dem Motto: bitte Pelz waschen, ohne naßmachen.

      Sind es nicht fast immer diese Gründe, die Leute in eine grotesk oberflächliche Kommunikation und Auseinandersetzung mit der Sache führt, zwar das Bedürfnis nach Klärung besteht, aber doch bitte nicht gründlich  ?
      ..  bis nach stetigen Wiederholungen der immer gleichen Fluchtlinien, sie übers Wetter, freundlich konformes, Klischees und abseitige Irrelevanzen säuseln, um bloß nicht in Berührung mit unbequemen Kernproblemen zu kommen.

      Das würde womöglich aufrütteln und Unruhe bringen, auch du liebe Zeit..

      Sprich, du sollst nicht denken und Sachen weitgehend wie möglich auf den Grund gehen, sondern nur ein bißchen seichtes NEON-Entertainment für reichlich Klicks und Werbekohle..

      03.01.2013, 22:57 von schauby
    • 0

      Das Leben verläuft nunmal in Zyklen und Jahreszyklen haben eine gewisse Bedeutung, sonst hätte sich niemand die Mühe gemacht, Kalender zu erfinden.

      Ich halte es für wichtig, zu wissen, wann das eine aufhört und das andere anfängt. Jahreszyklen können dabei eine Orientierung geben. Sie für der Weisheit letzten Schluss zu halten, ist selbstverständlich (und wie immer) ein Fehlschluss...

      04.01.2013, 08:24 von sailor
    • 0

      Also 'das eine' metaphorisch. Nich konkret 'das eine Jahr', nech...

      04.01.2013, 08:24 von sailor
    • 0

      " So habe ich das früher selbst gesehen."

      Dafür kann ja mal keiner was.

      Nur, weil es einen Jahresrhythmus mit 'Stimmungsangeboten' (sach ich mal) gibt, muß man hier nich son Faß aufmachen. Jeder kann sich immer individuell so fühlen wie er es grad braucht - die Zeit ist kein Stimmungskorsett.

      Trotzdem IST es im Winter real kälter und dunkler, was nunmal die Stimmung im Allgemeinen oder im Durchschnitt drückt.

      Daher gibts als kuturelle Antwort eine Art Auszeit mit Wintersonnenwende (Weihnachten) und Jahreswechsel, um sich für einen Wiederanfang zu motivieren. Und komisch - für viele ist das dann tatsächlich so (das ist das Thema der Experten). Und nicht wegen der neon-Frage und den Werbeagenturen und Schokoweihnachtsmännern...

      Stell Dir einfach mal die Winterzeit ohne Weihnachten und Jahreswechsel vor (und ohne Karneval). Ein durchgehender Alltagsblock von November bis März. Viel Spaß!

      04.01.2013, 09:33 von LudwigMartin
    • 1

      @LudwigMartin Ich möchte eigentlich nicht zu jedem meiner Kommentare dazuschreiben müssen, dass das meine subjektive Meinung ist, das versteht sich doch von selbst, dachte ich. Jeder kann/soll/muss das doch alles halten wie er will. Dennoch schadet es sicher nicht, es einmal zu hinterfragen. Und ich mach doch kein Fass auf, ich schrieb nur so, wie ich es empfand. Und es HATTE mich gerade aufgeregt. Meine Meinung könnte auch als Angebot oder Anregung verstanden werden.

      Eine Winterzeit ohne Weihnachten und Jahreswechsel ist für mich eine schöne Vorstellung bzw. habe ich es in meinem Leben ohnehin schon so gestaltet und komme gut ohne diese kalendarischen Fixpunkte aus. Das bezieht sich auf mein Privatleben, denn in beruflicher Hinsicht muss ich mich dem leider beugen. Vielleicht klingt meine Einstellung merkwürdig. Es liegt sicher daran. dass ich alles von außen aufgezwungene gerne von mir weise und mir stattdessen meine eigenen Highlights schaffe. Ohne Fixpunkte oder besser gesagt, ohne die Benennung eines Anfangs und eines Endes, komme ich also auch nicht aus ;-)


      04.01.2013, 11:26 von Mrs.McH
    • 0

      @schauby Ich bin da ganz bei dir und werde nicht müde tiefer zu graben, wenn mir danach ist. Ansonsten könnte ich mir ja auch gleich 'nen Strick nehmen...

      04.01.2013, 11:35 von Mrs.McH
    • 0

      Es klang nur so, als könnten viele nicht "in sich reinhören" - aufgrund dessen, daß es den Jahreswechsel gibt. Eine absurde These.

      Aufzwingen ist immer unangenehm - aber man kann sich in diese Abwehrhaltung auch reinsteigern. Gerade in Bezug auf Feiertage ein zermürbendes Unterfangen. Ich reg mich auch nicht über den 1. Mai auf, diesen pflicht-freien Tag verkraftet mein Gemüt dann doch ganz gut. ;-)

      04.01.2013, 12:06 von LudwigMartin
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  • 0

    Ich find's ja unglaublich, dass es tatsächlich Menschen gibt, die für so 'nen Krampf überhaupt Zeit haben.

    Dasselbe trifft für mich aber auch auf Liebeskummer, Selbstmitleid und Dummheit zu, von daher....

    03.01.2013, 16:14 von cosmokatze
    • 1

      Ich mag Deine subtile Sensibilität...

      04.01.2013, 08:25 von sailor
    • 0

      Ja, nech ? Ist nur noch von der neon Redaktion zu toppen.

      04.01.2013, 16:17 von cosmokatze
    • 0

      Kuscheln...?

      04.01.2013, 16:18 von sailor
    • 1

      Kotzen...?


      04.01.2013, 16:18 von cosmokatze
    • 0

      Ich muss los...

      04.01.2013, 16:27 von sailor
    • 0

      Reisende soll man nicht aufhalten.

      04.01.2013, 16:32 von cosmokatze
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  • 0

    Fantastic Verallgemeinerung.

    Es ist wie mit der Religion: bei Fragen persönlicher Wirklichkeit und Befinden weiß eine „höhere Macht“ viel besser Bescheid - was warum los ist  - als der Betreffende selbst. Das Individuelle, Besondere wird ans Allgemeine abgetreten. Warum es einem leicht oder schwer geht, wissen Wetter,  Institutionen und ferne Experten viel besser, als man selbst.

    Einfach der Rückgriff auf eine passende Konvention und jedes Unbehagen ist zwar nicht beseitig, aber mit Gleichgesinnten „erklärt“.

    03.01.2013, 16:08 von schauby
    • 0

      Das Wetter weiß natürlich nicht wie es uns geht, doch jeder Mensch ist wetterfühlig. Ob wir das wollen oder nicht. Das lässt uns leicht oder schwer fühlen. Wir sind eben Teil der Natur, bestehend aus Energie (und Gefühlen), zudem aus 75% Wasser.


      Der Großteil der Gesellschaft lässt sich wirklich mit Religion, Expertenmeinungen und ähnlichem überzeugen. Warum das so ist, bleibt mir vermutlich immer ein Rätsel.

      03.01.2013, 22:01 von Tora
    • 0

      Experten fallen lediglich Unregelmäßigkeiten auf, über die sie die Bevölkerung (oder den, der's wissen will) rückinformieren. Wer daraus ne Religion macht, ist selbst schuld.

      04.01.2013, 09:36 von LudwigMartin
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  • 0

    Naja, bei 10°C kann man aktuell nicht unbedingt von 'Kälte' reden. Aber selbst der tiefste Winter würde mich nicht davon abhalten, gut gelaunt und 'euphorisch' in's neue Jahr zu starten. Ich bin gespannt, wie lange ich dieses Jahr an den guten Vorsätzen festhalten werde :D

    03.01.2013, 14:59 von .reddishness.
    • 0

      Alles unter 20°C ist kalt! Sonst geb ich dir Recht :D

      03.01.2013, 16:16 von Lady_Hope
    • 1

      Für mich ist alles kalt, was unter 0°C liegt ;D

      03.01.2013, 23:05 von .reddishness.
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  • 0

    Ich hatte den Endjahresblues bei der Rückschau! In der Vorschau hab ich mir vorgenommen positiv zu sein.

    Also, nein!

    03.01.2013, 14:41 von Tanea
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  • 4

    Ich freu mich jedenfalls, genauso wie letztes Jahr, auf die jeweils 10 letzten Kommentare im User-Profil und die Möglichkeit dort und in den Alerts mit Klick auf den entsprechenden Link direkt an dem Kommentar anzukommen...

    03.01.2013, 14:32 von sailor
    • 0

      ...  und darauf die Tippfehler editieren zu können.

      03.01.2013, 14:39 von Tanea
    • 0

      Ich mach nie Tippfehler...

      03.01.2013, 14:52 von sailor
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Die Funktion, innerhalb von 5 Minuten zu ändern und nur solange noch keiner darauf geantwortet hat fand ich schon gut.

      03.01.2013, 15:43 von Tanea
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      Ja...

      03.01.2013, 16:17 von sailor
    • 0

      und es gab den philisterhaften Form- und FirlefanzNazis weniger Gelegenheit, vom Wesentlichen des Inhalts mit nicht mehr korrigierbaren Tippfehler vom Thema abzulenken.

      03.01.2013, 16:58 von schauby
    • 0

      Tippfehlern . ha.

       

      03.01.2013, 17:00 von schauby
    • 1

      ey lenkste ab oder was? ^^

      03.01.2013, 17:09 von Ozelotte
    • 0

      ich mich selbst ja, ständig .. mit dem Wesentlichen vom Wesentlichen ;)

      03.01.2013, 17:18 von schauby
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  • 0

    Im letzten Jahr bin ich mehrmals beinahe gestorben, nicht nur an gebrochenem Herzen. Ich müsste deshalb hoch motiviert ins neue starten! Ich frag mich dann nur, warum muss das neue Jahr denn dann besser werden? Was, wenn's noch schlimmer wird?


    Und von Vorsätzen halte ich mal überhaupt gar nichts. Abgesehen davon, dass ich als Schon-immer-Nichtraucher täglich Sport treibe.. Ich nehme mir täglich vor, "gute Taten" zu erfüllen, also Menschen gut zutun - das scheint mir wertvoller und auch sinnvoller!

    03.01.2013, 14:28 von Tora
    • 0

      Fängste bei mir an?

      03.01.2013, 19:03 von EliasRafael
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  • 0

    kann nicht schreiben. bin noch am sterben.

    03.01.2013, 13:55 von Schmalzstulle
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  • 2

    Das letzte Jahr war eine Dreckshure zu mir. Darum, auch wenn es völlig irrational ist, freue ich mich aufs neue sehr.

    03.01.2013, 13:46 von MisterGambit
    • 1

      mag sein, dass aus einem bestimmten winkel betrachtet mother nature a whore is,

      aber ginge es rein rational zu mit ihr, würde sie
      zu jeder zeit und aus jedem blickwinkel gleich verdorben sein.

      erfreulicherweise ist sie das nicht.

      03.01.2013, 16:52 von schauby
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