Orchy 29.04.2012, 19:40 Uhr 1 1

Lebensmut

Vom täglichen Scheitern, der Weg führt weiter.

Möglicherweise machen wir uns zu viele Gedanken. Wir warten unser Leben lang auf etwas, das uns bewegt. Wir suchen die Speise, die uns ein Gefühl gibt. Und setzen Grenzen, wo wir sie niemals erreichen. Wir sehen falsch und werden kritisiert. Wir denken anders und beurteilen uns selbst. Und das gesamte Gefühl, was wir Tag für Tag erreichen, ist dennoch Null und Nichts. Rein gar nichts hat uns etwas geholfen in dieser Welt. Wir stehen hier alleine und verstecken uns. Viele haben sich verloren und aufgegeben, ohne Hoffnung. Wir warten auf das Drama nur um uns noch mehr zu beklagen. Wie verachten die Komödie, weil es so schön ist. Wir wollen Schmerzen und Echtes erleben. Doch alles hier ist gebaut aus Schein und Trug. Wir erschaffen uns Welten voller Glück, die niemals real werden. Wir hoffen, dass es anderen schlechter geht, nur um besser da zu stehen. Oder um jemanden zu haben, der uns versteht. Wir flüchten uns hier rein, nur um gnadenlos raus geschmissen zu werden. Wir hören Laute, so leise, so laut, bis es uns nicht mehr gibt. Bis wir nicht mehr wir sind. Wir vergleichen uns selbst, doch es ändert nichts. Jeden Tag stehen wir auf nur um das Leben zu spüren.


Tags: Lebensmut, Essstörung, Selbstverletzung
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Kommentare

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    Und schließlich ist es an der Zeit aufzuhören zu grübeln und zu warten und einfach irgendetwas anderes zu tun. Trug und Schein so gut es geht hinter sich zu lassen und drauf zu scheißen. Sich von den positiven Gefühlen leiten zu lassen und über seinen Schatten zu springen, nicht immer alles richtig machen und unkonventionell zu sein.

    30.04.2012, 12:37 von kiwikorb
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