ev_84ar 30.11.-0001, 00:00 Uhr 2 0

Playlist

feat. Prinz Pi, Gerard, Xavier Naidoo, Robbie Williams, Fiva MC,Chakuza

Du bist alles für mich

Alles das was mir Angst macht

Meine silberne Kugel

Mein Kryptonit und mein Anthrax

Du bist

Das was ich vom Schicksal verlangt hab

Die Patrone für mein´ Kopf

In der Kammer der Pump Gun

 

Vermutlich ist es an die zwei Stunden her, seit ich erwacht bin, mein Zeitgefühl täuscht mich des Öfteren. Mit geöffneten Augen starre ich an die Zimmerdecke, unfähig mich auch nur einen einzigen Zentimeter aus diesem Bett zu bewegen.

Fest umklammert vom eisernen Griff dieser verfluchten Winterdepression, derer ich mich nicht entledigen kann.  Mit der Aufmerksamkeitsspanne  einer alzheimegeplagten  Eintagsfliege, schaff ich es nicht, mich länger als wenige Augenblicke auf einen der unzähligen Gedanken zu konzentrieren.

Sie verschwinden so schnell, wie sie gekommen sind und hinterlassen nichts als einen kurz aufflackernden Gegenspieler der ansonsten nicht tot zu bekommenden Leere in mir.

 

Wer wirklich will findet Wege

Wer nicht will findet Gründe

 

Vom vehementen Kratzen meines Raubtieres an der Schlafzimmertür geweckt, vergesse ich die Grübelei, Ich kämpfe mich in die Vertikale damit ich mich zumindest anständig um den Hofnarren kümmere.

Oh Gott, es kann ja nicht so schwer sein,  eine Dose mit Futter auf-  und die Kaffeemaschine anzumachen.

 

Wie sieht der Himmel aus

Der jetzt über dir steht

Dort wo die Sonne

Im Sommer nicht untergeht

Wo fängt dein Himmel an

Und wo hört er auf

Wenn er weit genug reicht

Macht dann das Meer

zwischen uns nichts mehr aus?

Du fehlst mir

 

Gismo dreht sich vor meinen Füßen auf den Rücken und gluckert wie ein Waschbär auf LSD, während ich immer noch mit der offenen Blechbüchse dastehe und nicht aufhören kann zu weinen.

Zu Boden sinkend  vergrabe ich den Kopf zwischen meinen Händen, schluchze hemmungslos. Doch irgendwann werde ich vom lauter werdenden Schnurren des Katers beruhigt, er stupst mich immer wieder an,  um mich daran zu erinnern, dass er hungrig ist.

Seine Standhaftigkeit  zeigt Wirkung, ebenso wie der Kaffee und ein kleiner Rest des ungebrochenen  Kampfgeistes der mich dazu zwingt den Arsch hoch zu bekommen.

Durch die aufreißende Wolkendecke  und den geöffneten Vorhang dringt ein Sonnenstrahl hindurch und scheint mir direkt ins Gesicht.

 

And early Morning

When i wake up

I look like Kiss

But without the Make up

 

Geschlagene vier Stunden später stehe ich endlich angezogen vor der Türe und laufe los. Die eisige Kälte brennt im Gesicht und in den Lungen, schnürt mir die Kehle zu, aber alles ist besser als überhaupt nichts zu spüren.

 Inzwischen ist kaum noch was der angenehmen Wärme der Sonne zu merken, es wird nicht mehr lange dauern, bis sie hinter dem Berg verschwindet und Platz für die einsetzende Dunkelheit macht.

 

Denn ich schreib dir diese Zeilen

Weil ich nicht mehr weiter weiß

Und weil ich in unsrem Fall

auch gar nicht weiß

Was weiter heißt

 

Scheint, als könne ich das rote Teil in mir endlich wieder schlagen hören, obwohl es sich angefühlt hat, als hättest du es  mir vor langer Zeit aus der Brust gerissen. Nur um es zu Boden zu werfen und wie verrückt darauf herumzuspringen, damit es in tausende Einzelteile zerbricht.

Meine Schritte werden immer schneller und ich kann mich an deine Silhouette, die sich wie ein Standbild in mein Gedächtnis gebrannt hat, erinnern.

 

Geh davon aus

Das mein Herz bricht

Denn unsre Liebe ist erfror ‘n

Wenn meine Seele nicht mehr spricht

Hab ich diesen Kampf verloren

 

Wie ein tosender Wasserfall strömt das Adrenalin durch meinen schwitzenden Körper und die Trauer beginnt in Wut umzuschlagen. Aus dem anfänglichen Traben wird ein neurotisches in den Asphalt treten,  ich schalte den MP3 Player lauter und den Alarm der Puls Uhr ganz aus.

Scheiß auf die Pace. Scheiß auf mein Herz. Scheiß auf dich. Scheiß auf das was ich aus mir machen lassen habe. Scheiß aufs traurig sein.

 

Ich lauf -Ohne zu fragen

Ich lauf- Soweit die Sohlen mich tragen

Ich lauf -über alte Ruinen

Ich lauf- und fall dann nicht, ich bin mit allem zufrieden

 

Das Finden eines gleichbleibenden Rhythmusses gleicht einer unlösbaren Aufgabe, ich renne als ob der Teufel hinter mir her wäre.

Ist er aber nicht, denn er sitzt mir schon einige Zeit im Nacken und kontrolliert meinen Flug, meine Träume, meinen Selbstzerstörungs-Trip. Davonlaufen zwecklos.

Tunnelblick. Ich ringe nach Luft, bleibe stehen,  alles rund um mich herum beginnt sich unaufhörlich zu drehen, der Magen verkrampft und ich suche Halt an einer Parkbank.

Der rasende  Herzschlag beruhigt sich kein bisschen,  ich übergebe mich und knalle Sekunden später mit dem Kopf auf den Asphalt.

 

Manchmal denk ich, dass hier alles eine Drehscheibe wär

Die sich eine Weile lang dreht

Dann stehen bleibt- leer

Manchmal denk ich, dass hier alles eine Drehscheibe wär

Also Flasche leern

Dann dreht sie sich mehr

 

Einige Passanten stehen um mich herum, als ich wieder zu mir komme. Meine Mütze fühlt sich warm an, sie ist vollgetränkt mit Blut.

„Ein Krankenwagen ist unterwegs, du bist wohl  gestürzt“, einer der Umstehenden versucht mir die Lage zu erklären, während er mir ein Taschentuch auf die klaffende Platzwunde drückt. 

 

Tausend Leute vor mir heben die Hände

Vom Druck der turmhohen Boxen beben die Wände

Ich gehe raus, der Boden erzittert

Verloren im Blitzlichtgewitter

Stehen Kaskaden von Farben  wie ein blitzender Ritter

 

Mir ist kalt, ich zittere am ganzen Körper als ich dem Unbekannten die Hand reiche und mich an ihm hochziehe.

„Ich brauch keinen Krankenwagen, mir geht’s gut.“

„Aber du blutest ohne Ende, das gehört genäht, außerdem liegst du hier schon eine Weile und stehst unter Schock.“

„Ja, ich stehe immer unter Schock. Ich brauch keinen Arzt, ich brauch eine heiße Dusche und ein Pflaster.“

Die ungläubig dreinblickende Menge stehen lassend, wanke ich davon und schlage alle Warnungen in den Wind. Warum bin ich nicht im Bett liegen geblieben? Für immer.

 

Ich komm wie Jimmy

Geh wie Kurt

Mit einem Knall

So laut

Dass ihn jeder hört

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Prinz Pi, ganz ganz groß!

    20.12.2014, 16:45 von xmadame
    • 0

      ;)


      22.12.2014, 00:41 von ev_84ar
    • Kommentar schreiben

NEON im Netz

NEON fürs Tablet: iOS und Android!

Neueste Artikel-Kommentare