Wolkenduft 12.06.2017, 20:19 Uhr 0 0

Kleine feige Welt

Denn wenn ich die Augen schließe, sehe ich mich genau da, wo ich mir wünsche zu sein.

Und ganz plötzlich bin ich in meiner eigenen, kleinen Welt versunken und sehe all die Gedanken, die ich habe, ganz real vor mir.
Ich bin weit davon entfernt und immer auf der Suche, nach der Antwort auf die Frage: Wo werde ich mal ankommen? Wo werde ich mal sein? Wer werde ich sein?
Und beim Hinterfragen fällt mir auf, dass genau die Dinge, die mir dazu verhelfen könnten in meiner erträumten Welt anzukommen, ganz weit von mir weggeschoben werden und ich sie extra laut vor mir selbst und anderen verneine. Ist das Selbstschutz gegenüber dem was ich gerade tu? Rede ich mir ein, dass es ja wohl viel vernünftiger ist, erstmal das zu beenden, was ich angefangen hab? Und mir fällt auf, manchmal kann ich mein so laut im Voraus gebrülltes NEIN DAS WILL ICH NICHT gar nicht mehr so einfach zurück nehmen und mir selbst eingestehen, dass ich falsch liege. Definitiv. Ich ach so stolzer Mensch.
Beim Schreiben des Textes kommt doch mal wieder zum Vorschein, welch große Künstler der Verdrängung wir- oder besser gesagt: ich bin.
Ja eigentlich bin ich ein ganz großer Feigling, zu feige um etwas Neues, vielleicht etwas Emotionales, etwas Großes, etwas Veränderndes zuzulassen und einfach mal das Unbekannte geschehen zu lassen.

Naja und so sitze ich hier. Und wenn mir mein Alltag mal über den Kopf wächst, dann schließe ich meine Augen mal wieder, verschwinde in meiner kleinen, feigen Welt und male mir im Stillen aus was irgendwann hoffentlich mal sein könnte, wer ich sein könnte, wenn ich mal anfangen würde etwas zu wagen, könnte ich vielleicht in einem großen Happy End enden...

..und so träume ich...noch ein bisschen weiter.

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