leynie 28.02.2007, 00:53 Uhr 24 8

Ich beherrsche das Sprechen

Ich sehe normal aus. Habe normale Freunde und ein normales Abitur. Ich wirke selbstbewusst. Nur eines ist anders: Ich habe Angst zu sprechen.

Nicht immer. Nur in Situationen in denen es gerade darauf ankommt: bei Anrufen, Vorträgen, Bestellungen oder Ähnlichem. Ich stottere. Wenn ich das ausspreche, kriege ich eine Gänsehaut, es läuft mir eiskalt den Rücken herunter, denn es macht mir Angst. Alles könnte so schön, gerade zu perfekt sein, wenn da nicht die Angst davor wäre zu sprechen und es im entscheidenden Moment nicht hinzukriegen. Ich wage es kaum auszusprechen, dass ich dieses Sprachproblem habe, denkt doch jeder bei dem Wort „Stotterer“ an jemanden, der es nicht schafft, auch nur einen Satz ohne Stocken und Wiederholungen zu sprechen. Doch auch das ist bei mir anders. Für gewöhnlich, im alltäglichen Umgang mit Freunden und Familie, merkt man es so gut wie nicht mehr. Komme ich jedoch in Situationen, in denen ich grade Angst davor habe, so schnürt mir eben diese Angst die Kehle zu.

In diesen Momenten halte ich mich selber für dumm. Ich kann nicht mehr denken, ich probiere den Anfang dieses Wortes über die Lippen zu bringen, es klappt einfach nicht. Ich weiß nicht wohin mit meinen Händen, nicht wohin ich gucken soll. Alle Augen sind auf mich gerichtet und man merkt wie hilflos das Gegenüber ist, wie die Menschen probieren, optimistisch zu sein, dass man bald das Wort ausspricht. Dies sind die Situationen, vor denen ich mich fürchte, warum ich probiere, solche Situationen zu vermeiden und lieber zu schweigen wo es nur geht. Dabei bin ich eigentlich ein äußerst kommunikativer Mensch, ich spreche gerne, ich war gut in Deutsch, aber nicht in diesen Angstsituationen. Ich frage mich wieso das dann mit mir geschieht? Wenn ich doch weiß, dass ich es kann.

Ich weiß, ich kann mich artikulieren, ich kann lesen ohne zu stottern. Aber sobald ich Angst davor habe, dass passieren könnte, weil ich mich schäme, dann passiert es auch. Und so kommt es, dass diese Angst mein Leben bestimmt und mich ständig darüber nachdenken lässt, wie das Leben wohl wäre oder wie ich wohl wäre, wenn ich diese Angst nicht hätte. Wäre mein Leben dann anders verlaufen? Hätte ich dann vielleicht Menschen angesprochen, bei denen ich mich so nicht getraut habe? Habe ich deswegen vielleicht die Liebe meines Lebens verpasst? Wäre ich besser in der Schule gewesen?

In der Schule hätte ich mündlich sehr gut sein können, wie oft wusste ich die richtige Antwort, habe mich jedoch nicht getraut mich zu melden, aus Angst zu versagen. Ich habe gehofft, dass der Lehrer bloß nicht mich dran nimmt zum Vorlesen. Die schlimmsten Situationen waren, wenn es der Reihe nach ging mit dem Vorlesen. Ich sah die Gefahr unabänderlich auf mich zu kommen, ich wurde nervös, Schweißhände. Habe probiert, die aufkeimende Unsicherheit durch Rumgealber oder Suchen in der Schultasche oder sonstige Ablenkungsmanöver zu überspielen. Doch all das half wenig, denn dem Moment, in dem ich den nächsten Satz vorlesen muss, war nicht mehr zu entrinnen. Manchmal hab ich mich besonnen, und es sogar geschafft es stotterfrei hinzukriegen, an anderen Tagen jedoch war es umso schlimmer. Ich weiß bis heute nicht wovon es abhängt, ob ich schlimme oder gute Tage habe.

Wer sich jetzt fragt, ob ich nicht bei einer Logopädin war: Ja, war ich. Ob es was gebracht hab? Ich denke wenig. Ich weiß nicht, wer eine Frau, die nur an einem Ohr einen riesigen Holzohrring trägt und noch dazu lange, braune Achselhaare unter ihren Armen wuchern lässt, wirklich ernst nehmen kann. Ab dem ersten Tag, an dem ich beobachten konnte, wie sich die Schweißtropfen an den Haaren unter den Armen bildeten, konnte ich nicht glauben, dass sie mir helfen kann. Aber sie sollte die Beste sein. Also hab ich mir erklären lassen, dass nicht ich mich vom Stottern bestimmen lassen soll, sondern ich das Stottern bestimmen sollen. Wir sind zusammen in Geschäfte und haben extra gestottert. Ich habe die ganze Zeit gehofft, dass mir in der Stadt niemand begegnet, den ich kenne und ich in die Verlegenheit gerate erklären zu müssen, wer die alternative Dame neben mir ist. So habe ich also gelernt, extra zu stottern und auch, dass ich atmen muss beim Sprechen. Na dann, vielen Dank gute Frau! Ich war ja auch schon mal von selber auf die Idee gekommen, nur dass ich in diesen Momenten der Angst und der Verkrampftheit an nichts denken kann, und somit auch nicht an die richtige Atemtechnik. Vielleicht habe ich mich auch genug angestrengt, aber ich kam mir auch sehr albern vor, wenn ich andere Patienten gehört habe, die ein wirkliches Problem mit Stottern haben.

Nun probiere ich schon seit vielen Jahren mir selber einzureden, dass ich keine Angst davor zu haben brauche. Fortschritte mache ich auch. Viele neue Bekannte wissen nichts von meinem Sprachproblem, da sie nicht auf meiner Schule waren. Ihre Blicke fürchte ich jedoch besonders, wenns mir dann doch noch einmal in ihrer Gegenwart passiert und Fragen kommen wie: „ Was war das denn“? Ich lache dann. Passiert doch jedem mal. Ob sie mich danach in einem anderen Licht sehen?

Die letzten Monate habe ich so gut wie gar nicht mehr gestottert. Musste sogar in der Vorlesung etwas sagen, und habe das geschafft ohne mich zu wiederholen. Auch wenn es für viele albern klingt, ich war erleichtert und hätte die Welt umarmen können. Doch in den letzten Tagen wurde es wieder schlimmer und dies macht mir verdammt viel Angst, wo ich doch zu einer Schulung muss und dort bestimmt auch etwas sagen muss. Ich habe Angst, obwohl ich weiß, dass ich kann. Ich will nicht mitleidig angesehen werden, will mich nicht blamieren, will einfach für voll genommen werden und mich endlich nicht mehr fragen müssen, ob ich etwas sagen soll, oder ob ich die Verkäuferin fragen soll oder lieber selber suchen. Ich will einfach irgendwo anrufen können ohne Angst zu haben. Ein Referat halten ohne davor eine Woche nicht schlafen zu können. Ich habe doch gedacht, ich wäre dabei mein Sprechen zu beherrschen. Jetzt herrscht es wieder über mich.

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24 Antworten

Kommentare

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    Hi,
    ja ich kenne das Problem! Ich habe auch oft Angst vor Menschen zu sprechen, das war allerdings früher noch viel schlimmer, damals habe ich mich noch nicht einmal getraut einem fremden Menschen überhaupt in die Augen zu sehen. Mit dem ,,Alter'' ist dieses Problem allerdings immer weniger geworde, da ich auch durch meine Lebenserfahrungen an Selbsbewusstsein gewonnen habe. Selbstbewusstsein ist in dieser Hinsicht sehr wichtig. Wie in den Kommentaren schon angemerkt wurde ist dein Problem mehr psychisch und kein Sprachproblem. Ich habe mir damit geholfen, mir einfach, wie du auch schon versucht hast, Mut zuzureden. Das hilft jedoch nicht immer so. Deshalb sage ich mir immer: Who's perfect? Und wenn ich stottere, dann stottere ich halt. Wenn ich nervös bin, na und? Wer ist das nicht? Und ich muss schließlich auch nicht alles können, und wissen schon gar nicht.
    Das ist oft eine Frage wie man mit seinen Gegenübern umgeht. Wenn ich jemanden vor der Klasse sehe der nervös ist, dann habe ich dafür vollstes Verständnis, und denke nicht das diese Person blöd ist oder so. Und so wie ich, denken sicher auch andere Menschen. Also keine Angst. Die, die so etwas nicht akzeptiern, sind einfach scheiße!
    LG
    Marie

    22.03.2007, 15:17 von hausschwein
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    ich hatte mal ne phase, in der ich beim vorlesen oder bei referaten einfach wörter halb verschluckt hab und rot angelaufen bin und den ganzen scheiß. dabei hab ich in der unterstufe sogar am vorlesewettbewerb teilgenommen. ich weiß, es hilft nicht viel zu sagen, vertrau auf dich selbst, denn genauso wie ich damals weißt du ja, dass du es eigentlich kannst. aber ich kann dich auf jeden fall gut verstehen, sowas hemmt enorm. bei mir ist es von alleine weggegangen, nachdem ich letztes jahr drei monate in australien war, kann nicht genau sagen warum, aber vll. auch daher, weil ich dort auch zum beispiel mündliche ptrüfungen hatte, aber keinen leistungsdruck. dadurch bin ich entspannter an die sache rangegangen udn hab wieder gemerkt, wieviel spaß es mir eigentlich sogar macht, vor publikum zu reden. das große lob danach hat mich nurnoch bekräftigt.
    das alles ist überwindbar, ich wünsch dir alles gute und auch so ein kleines aha-erlebnis. versuch, den leistungsdruck in der uni oder bei deiner schulung nicht so dein denken beeinflussen zu lassen, denn das alles ist zweitrangig. erstrangig ist, dass du dich wohlfühlst und du dich präsentierst so wie du willst. liebe grüße

    01.03.2007, 14:40 von kreatives_chaos
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    1. vielleicht wäre ein "normale" therapie besser als eine logopädische (ernsthaft, und nicht böse gemeint)

    2. wie oberflächlich kann man sein einen menschen, der einem helfen könnte komplett nach dessen aussehen zu beurteilen? wenn sie gut auf ihrem gebiet ist.. meine güte, dann kann man auch mal ne runde über achselhaare hinwegschauen. ist ja nicht so als das ansteckend wäre..

    beste grüße

    28.02.2007, 23:58 von barcafan
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    Hey leynie,
    dein Text kommt mir sooo bekannte vor, ich habe selber gestottert und glaube mir, weder ein Psychologe noch ein Logopäde hilft Dir da weiter, da du weder einen "Dachschaden" - wie viele leider tatsächlich denken oder lästern - noch lispelst du. Mir haben damals zehn Tage in Amsterdam sehr gut geholfen, da bringt Dir ein ehemaliger Opernsänger die entsprechende Atemtechnik bei, um beim Sprechen ein Verkrampfen des Zwergfels zu vermeiden! Denn nichts anderes ist Stottern, die Blockade ist leider schon psychisch verursacht, aber mir ist auch schleierhaft, woher es kam. Um Dir aber nur realistische Hoffnungen zu machen, sei Dir gesagt, das die Angst leider bleibt, die kann dir keiner nehmen. Die kannst Du dir nur selber langsam abbauen, indem du dem Mut aufbringst nach diesem Training mehr Situation zu suchen, in den Du sprechen musst! Klappt das erste, ist auch das nächste Mal super, nur es ist wie ein trainierter Muskel, die "Kondition" hälst du nur durch regelmäßiges Training! Und las` die anderen einfach warten und spreche erst dann, wenn DU bereit bist!

    Das gesamte Studium hatte ich eine heiden Angst vor meiner Diplomverteidigung - 20min freier Vortrag! - es klappte nahezu ruckelfrei, aber nur durch Training bei anderen Vorträgen, Unterrichtsbeiträgen, Diskussionen, Referaten....suche dir Stück für Stück immer Gelgenheiten, zunächst vor wenigen Leuten, dann vor mehr, ich habe auch schon eine Vortrag vor 90 Studenten gehalten, - es ging! Nur Mut!!!!

    Falls du mehr Info haben möchtes, nur zu!
    Gruß, der Titus!

    28.02.2007, 21:46 von titus.george
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      @titus.george Hey Leynie!
      Als Logopädin würde ich dir einfach raten es nochmal mit einer anderen Kollegin zu versuchen. Um sich auf eine Therapie einlassen zu können, die so "an die Substanz" geht muss die Sympathie halt einfach stimmen!!!
      Den oben beschriebenen Ansatz mit der Atemtechnik (del Ferro, nehme ich an) würde ich relativ kritisch betrachten, denn was hilft dir die beste Technik, im Schnellverfahren beigebracht, wenn du selber sagst, dass dir die Angst jede Hanglungsfähigkeit raubt?!?
      Ich möchte dich wirklich ermutigen den nicht-Hippie-Logopädinnen und dem gängigen Ansatz über Desensibilisierung und Angstabbau noch ne Chance zu geben ;-) Liebe Grüße!!!!

      04.03.2007, 18:50 von gromitseyes
    • 0

      @gromitseyes @gromitseyes:
      tja, man muss halt eben wissen wo von man spricht oder du doch die Zauberformel erfunden?

      Das dir dort die Angst nicht in zehn Tagen intensivem Arbeiten genommen, hat auuch keiner Behauptet, außer man kennt die Zauberformel! ;-)

      Die Angst weicht du anschließendes an sich selber Weiterarbeiten, es auszuprobieren, Brötchen ohne zu Stottern kaufen, der Postbeamtin seine Meinung zu geigen, usw. alles Schritt für Schritt... und hat es mehrfach geklappt traut man sich mehr!
      Rückschritte gibt es immer, drei vor einen zurück....dann weicht die Angst ganz langsam und ein ungeahntes Selbstbeswusst kommt hervor!

      Dass es einfach und im Schnellverfahren geht hat niemand behauptet!

      Oder kennt da jemand dann vielleicht doch ein Verfahren, dass einem Schwupp die Wupp das Stottern und die Angst nimmt?! Würde mich interessieren!

      Gruß, der Titus

      05.03.2007, 18:21 von titus.george
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      @titus.george Nee, die Zauberformel lässt leider noch auf sich warten ;-)
      Fühl dich bitte nicht gleich angegriffen. Ich will dir deinen Therapieerfolg doch gar nicht absprechen!!!
      Die Methode ist halt eine Sprechtechnik, wie z.B. Pseudostottern, der Pull-out nach v.Riper... auch. Die hauen alle bei manchen Leuten hin, bei anderen nicht. Bei dir war es anscheinend genau die richtige Methode, trotzdem halte ich es für sehr anmaßend Leynie von einer Behandlung durch Logopäden generell abzuraten.
      Ich kenne auch viele Fälle, in denen auch die del-Ferro-Methode einfach nicht so toll gefruchtet hat, wie bei dir und die Patienten anschließend ärmer und sehr gefrustet waren. Und wenn man dann alle Alternativen schon verteufelt hat...

      06.03.2007, 13:18 von gromitseyes
    • 0

      @gromitseyes eben, ein Wunder wirkt weder delFerro noch eine Lgopädiebeahndlung! In dem Kursus damals habe ich ich jemanden scheitern sehen, der bekam allerdings auch keinen einzigen Satz gerade raus. Kleine Erfolge waren sehrwohl da, aber er hat dann aufgegeben.
      Ganz entscheidend ist da einfach der Wille!

      Aber jetzt erzähl mir mal eines, klar delFerro ist eine Srechtechnik, die das Verkrampfen des Zwergfelles verhindert, aber was kann den eine Logopäde beim Stottern unternehmen, bei einem Lispeln, ok klar, baer Stottern, das hat doch nicht mit dem Bewegungsablauf der Mundmuskeln und Lippen zu tun????

      06.03.2007, 14:03 von titus.george
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      @titus.george Du scheinst eine etwas eingeschränkte Vorstellung vom Beruf des Logopäden zu haben!!! Logopäden dürfen sich auch durchaus aus dem Mundbereich heraus bewegen ;-)
      Klar behandelt man auch Aussprachestörungen, wie etwa das Lispeln, aber auch:
      -Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern (Grammatik, Wortschatz...)
      -Aphasie (kompletter oder teilweiser Verlust der Sprache meist nach einem Schlaganfall)
      -Dysarthrie (Aussprache- und Stimmstörungen meist nach einem Schlaganfall)
      -Stimmstörungen (wenn zu hoch, zu tief, heiser, dünn, rau gesprochen wird....)
      -Lese-Rechtschreib-Schwäche
      -Näseln (etwa bei Menschen mit einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte)
      -Schluckstörungen (nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma...)
      -Anbahnung einer Ersatzstimme nach Kehlkopfentfernung
      UND
      -Stottern!
      Warum auch nicht?
      Wenn du genauer wissen willst, welche Methoden zum Stottern von Logopäden in Deutschland am häufigsten vermittelt werden, kannst ja mal im Internet unter MIDVAS (nach v. Riper) oder für Kinder KIDS / Mini-KIDS gucken! Gibt noch viel mehr, das sind mir aber so die Gängigsten.
      Liebe Grüße!!

      07.03.2007, 18:44 von gromitseyes
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      @gromitseyes @gromitseyes:
      Habe deine Hinweise im Netzt nicht unbedingt gefunden, aber einen sehr interessanten Ansatz einer Praxis in Reutlingen - im übrigen ein Pädagoge und eine Psychologin - DelFerro ist nur die Vermittlung einer Sprachtechnik, mit der es durchaus klappen kann, aber die Ursache liegt tatsächlich im Gehirn und bleibt bestehen! Der lästernde Ausdruck "Dachschaden" ist zwar äußerst krass gewählt, aber liegt eigetnlich nicht so weit entfernt. Und da können Logopädaden dann wohl auch nichts machen! Oder kennst du Edu-Kinestetik?!
      LG, der TitusGeroge

      12.03.2007, 20:33 von titus.george
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      @titus.george Nee, "Dachschäden" repariere ich nicht ;-)
      Schade, dass du nix dazu gefunden hast, sonst wüsstest du, dass es bei den oben genannten Ansätzen gerade nicht darum geht das Stottern zu "heilen", sondern -beruhend auf genau der These, dass Stottern bleibt- Strategien für den Umgang zu erlernen. Ziel ist dabei der Abbau von Ängsten, Umwegstrategien (oft ja für den Zuhörer störender als die eigentlichen Sympthome) und das möglichst weiche, "entkrampfte" Sprechen mit Stottersympthomen.
      Liebe Grüße!

      15.03.2007, 18:39 von gromitseyes
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    hey,
    ich kann dein problem, deine angst auch ziemlich gut verstehen. auch den beschriebenen sitouationen in der schule begegne ich oft. aber ich hab die erfahrung gemacht, das es leichter ist, frei zu sprechen und man sich einfach klar machen muss, das einem eigentlich nichts passieren kann. das ist schlimmste ist, das man den vortrag oder das vorlesen abbricht. was bedeutet das schon, eine note? und wenn einem schon so wenig passieren kann, wozu die anspannung?;-)
    allerdings finde ich es auch depriemierend wenn man schon mal ne zeitlang stotterfrei gesprochen hat und man plötzlich wieder anfängt.
    wie gesagt, ich kann dich verdammt gut verstehen!
    grüße, sonnensüchtige

    28.02.2007, 20:43 von sonnensuechtige
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    Oweia! Da warst du aber an eine echte Pseudotherapeutin geraten! Leider sind viele meiner Kollegen und Kolleginnen recht "naturbelassen"!
    Muss nicht sein, wie ich finde.
    Hoffe, du machst deinen Weg!

    28.02.2007, 20:20 von aprilhexe79
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      @aprilhexe79 schön zu hören dass nicht alle so naturbelassen sind... :) wobei das ja kein kriterium sein sollte... Ist halt nicht leicht sich auf eine therapie einzulassen, wenn man ständig denkt, dass einem sachen gesagt werden die man prinzipiell selber weiß. Es lag mit sicherheit aber auch ein stück weit an mir, dass ich mich nicht richtig drauf eingelassen habe ... lg

      28.02.2007, 21:05 von leynie
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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    Wow, ich bin überrascht wieviel Zuspruch mein Artikel findet. Größer als die Überraschung ist jedoch die Freude darüber, dass es soviel Verständnis gibt und ich nicht die einzige bin die Angst zu haben scheint.
    Überraschend finde ich jedoch, dass auch Leute die nicht stottern Angst vorm Sprechen haben können!
    Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr mir eure Beiträge weiterhelfen. Vielen Dank dafür!

    28.02.2007, 19:12 von leynie
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    Hey leynie!
    Ich kenne das problem auch, warscheinlich ist es bei mir nicht so extrem wie bei dir aber ich kann voll nachvollziehen wie es dir geht. Früher ging es mir oft so, dass mir während dem telefonieren mit "fremden" leuten einfach nichtmehr einfiel was ich denn eigentlich sagen wollte. in meinem kopf war dann alles leer und ich wurde total unsicher. bei telefonaten schreib ich mir jetzt häufig auf einen zettel, was ich alles fragen bzw sagen will um nicht die angst zu haben aus dem konzept kommen zu können. In der schule hatte ich oft das gleiche problem, wenn ich mich gemeldet hab, dann häufig nur dann, wenn ich meine antwort in einen kurzen satz fassen konnte, weil ich angst hatte ich könnte mich beim langen reden verhaspeln. Als tipp, überlege vielleicht nicht zu lange bevor und wenn du etwas sagen willst, ob du es überhaupt kannst, versuche lieber wenn es möglich ist, spontan zu sprechen und auch mal drumrumzureden und dabei einfach vergessen, dass das was du sagen willst perfekt sein muss. jeder sagt mal was falsches du musst dich nur mal umhören...-jule

    28.02.2007, 18:10 von -jule
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