risy 27.07.2007, 15:59 Uhr 3 0

Hochzeit - Ich will doch nicht.

Lass uns heiraten' Er guckte erstaunt. 'Wann denn?' 'Übermorgen oder so..?' Sie lachte.

Er musste nun auch lächeln, nahm sie kurzerhand hoch und wirbelte sie durch die luft.

'Mama, wir heiraten'

Die gesammelte Familie freute sich und sofort begann man, die Dinge vozubreiten, die nun in die Planung gehen sollten.
Die nächsten Tage vergingen im Zeitraffer. Sie bekam nicht mehr viel um sich herum mit. Gedanken schwirrten durch ihren Kopf, verdrängte, nachdenkliche. Sie konnte sich nicht mehr erinnern.

Seine Überraschung war in Vorfreude übergegangen und er hielt sie jeden Tag so nah es ging bei sich.
48 Stunden vergingen so schnell wie ein kurzen Blinzeln, wie wenn man von der Sonne geblendet wird.

Am Tag der Trauung lief sie mit ihm durch den geschmückten Ort der Festlichkeit, versuchte sich innerlich die Richtigkeit des Geschehens einzureden, sie war schließlich schon in den Zwanzigern- - nichts sprach gegen die Hochzeit, die Gäste liefen aufgeregt durcheinander. Einige standen auch nur beobachtend an den Seiten und plauderten.

Sie fühlte, dass etwas fehlte.
Leicht panisch rief sie sich den Moment von vor zwei Tagen zurück, an dem sie die Idee mit der Hochzeit aufgeworfen hatte. Es war doch nur ein schnell daher gesagter Gedanke

'Was hast du gesagt?'
Er sah sie aufmerksam an.

'Wir müssen es absagen, es war doch nur ein Scherz, es war doch nur so dahingesagt, es.. es..
(...wäre falsch vor den Altar zu treten')
beendete sie den Satz in Gedanken.

Sie hatte das Gefühl, dass er ihr Kleid auch schon gesehen hätte, sie fühlte sich so falsch an diesem Ort, so unüberlegt, panisch versunken in der Illusion, dass diese Hochzeit sein musste, um mit so viel Festlichkeit und Bamborium wie nur möglich alles, was hinter ihr lag, zu übertrumpfen.
Gehetzte Blicke suchten ihre Mutter.Sie war sicher am Vorbereiten, bald sollte es
Ernst werden. Es sollte aufhören. Sie wollte keine falsche Entscheidung treffen.

'Die Aufregung ist ganz normal'
Er lächelte beruhigend.

'Du hast mein Kleid gesehen'
stammelte sie.

Dann umarmte sie ihn ganz fest, klammerte sich fest, an ihm, konzentrierte sich auf ihre Gefühle, suchte nach dem warmen Gefühl, was ihr sagen sollte, dass es richtig war. Dass es gut so war.

Sie hielt inne.
Ließ die Stille auf sich wirken.

Sie fragte sich, was das Herz zu dem Moment sagen würde, wenn er jemand anderes wäre.
Wenn er sie wäre.
Mit Angst machender Erleichterung flüsterte das Herz 'Ja'.

3 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Interessante Geschichte, auch wenn ich sie nicht ganz verstehe.

    05.01.2013, 12:39 von Tanea
    • Kommentar schreiben
  • 0

    ohjeminey...das kling verdammt schwierig

    27.07.2007, 17:47 von A.N.N.A
    • Kommentar schreiben
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
10. Juni 2013

Neueste Artikel-Kommentare

NEON-Apps für iOS und Android