Iuventas 12.07.2007, 11:56 Uhr 1 2

Gesichtslos

Und ich fragte: Wofür das alles?

Ich verbrachte einen Tag am Fluss,
es war ruhig und der Wind stand still.
Ich verbrachte Zeit mit der Natur um mir klar zu machen das, das alles wahr ist.
Schaue in den Fluss sehe etwas das sich spiegelt...
Wer ist es?
So fremd.... so weit weg... so unwirklich. Gesichtslos.
Bin wirklich ich es? Gezeichnet von der Zeit.
Ich will dieses Gesicht unter mir im Wasser berühren. Doch jedesmal wenn ich es veruche verschwimmt das Bild, das Bild eines Fremden.
Ich versuche mich in dieser Spieglung zu sehen, doch es gelingt mir nicht. Sehe jemand altes.

Was hast du erlebt in all der Zeit?
Kummer und Schmerz!
Um stärker zu werden. Um nur noch schmerzhaftere Verluste hinnehem zu müßen.

Leute kommen und gehen. Doch das im Wasser, Ich, das bleibt.
Ich bin der einzige der immer mit mir ging.

Um Liebe gebetelt, gefleht.
Um Anerkennung gekämpft.
Nach Materialien gestrebt.
Und wofür?
Um alleine zu gehen, zu sterben.
Ohne Besitz, ohne Freunde... vergessen zu werden.

Das Spiegelbild bewegt sich, der Wind verzehrt diese Grimasse, unter mir im Wasser nur weiter.
Ein Bild in dem ich mich nicht sehen konnte... es nicht wollte.

Der Wind streift meinen Körper mein Haar weht mit.
Diese eine Brise fühlte sich lebendiger an als ich es jemals war.
Ein eiziger Hauch soviel kraftvoller als mein ganzer Lebensatem.
Eine traurigkeit durchfährt mich, ich schaue in den Himmel, Tränen rollen über mein Gesicht, und ich frage:


Wofür das alles?

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Kommentare

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  • 0

    Für die kleinen Momente der Freude vielleicht, auch wenn die es manchmal unmöglich schaffen können, den beschissenen Rest aufzuwiegen.
    Aber Selbstmord ist auch keine Lösung, denn man weiß ja nie, was der nächste Tag so bringt.
    If today was perfect there would be no need for tomorrow
    hilft mir manchmal ein bißchen...
    Ich mag den Text, wenn er mich auch traurig stimmt.
    gerade die Stelle mit dem Windzug ist mir aus eigener Erfahrung bekannt.

    27.07.2007, 14:44 von Stockmaster
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