Aufgabe: "Schreibe eine Geschichte über Mut". (oder so ähnlich)
Nach 5 Minuten steht eine MItschülerin auf, gibt das Blatt ab und geht. Die Lehrerin liest vor "Das ist Mut". Und auf dem Blatt stand nicht ein weiteres Wort.
Ich hab mal irgendwo gelesen, dass die genialsten Texte entstehen, wenn man einfach drauflosschreibt und gar nicht die Absicht hat, es soll genial werden. Das ist so ähnlich wie mit der Prüfungsangst: wenn du nicht vor der Kommission stehst, weißt du alles. Sitzen die da, weißt du es auf einmal nicht mehr.
Außerdem merkt man guten Texten irgendwie auch an, dass sich beim Niederschreiben nicht viel gedacht wurde. Einfach Augen zu und durch... so entsteht der geniale Text.
Hehe, ja das Phänomen wollte ich (zugegebenermaßen sehr knapp) veranschaulichen. Übertriebene Selbstansprüche erschaffen nur Druck, der die Produktivität und dadurch meistens auch die Qualität behindert.
Ich muss zugeben, beim Schreiben geht es mir zum Glück (noch) nicht so, da ich mich damit bis jetzt zu wenig und nur dilettantisch beschäftigt habe und dadurch keine Bewertungsangst verspüre. Ich fand aber, dass das so schön in den Kontext dieser Plattform passt. :)
Es erging mir aber einst so, als ich mich mit einer Mappe bei einer Kunstakademie bewarb. Anstatt einfach zu machen, machen, zu üben und üben... hate ich immer den Anspruch, das müsse ja sofort mappenreif (genial) sein. Hat mich nur blockiert und daran gehindert, produktiv zu sein um dadurch meine Fähigkeiten auszubauen.
Weißt du, es muss was Wahres dran sein. Bin ich mir ganz sicher. Ich hab mal auf einer großen Seite gebloggt. Eigentlich nicht für die Leute, nur so für mich, damit ichs vom Herzen hab. War ausschließlich Privatkram. Der Blog ging ab wie ein Zäpfchen, und die meisten und positivsten Reaktionen hatte ich, wenn ich gar nicht drüber nachdachte, was ich mir da eigentlich von der Seele tippe. Einfach losgelegt und gut war's. Aber wenn ich mir mal wirklich mehr Mühe beim Schreiben gab, vor dem Senden noch dies und das korrigiert, ein paar Sätzchen umgebaut... dann wars weniger an Resonanz. Mir ging es nicht um die Resonanz. Ich wollte einfach mal quasi laut sagen, was mich ankotzt, ohne dass mir wer nen Strick draus dreht. Aber ich hab dennoch bemerkt, dass meine Texte besser ankamen, wenn sie frei von der Leber weg waren. Der Inhalt wäre immer derselbe gewesen... war ja ne Art Diary. Aber wie man was sagt, das wirkt wahrscheinlich sehr viel packender, wenn beim "Reden" der Kopf zu ist und das Herz offen.
Ob das immer so ist, weiß ich nicht, aber wenn es um Privates geht, wahrscheinlich schon. :)
Ich denke beim Artikel verfassen kann es schon durchaus sinnvoll sein, einen Text auch erst einmal ein paar Tage liegen zu lassen und dann nochmal mit Abstand daran zu arbeiten. (ging mir bei der "bildlichen Kunst" zumindest so.)
Ja, mag sein. Ich vergesse hier immer, dass es ne "Schreiber-Seite" ist. Wenn ich hier was einstelle, dann ist es authentisch, autobiographisch. Dinge, die ich sagen mag, aber im Moment halt nicht in meinem Blog. Ob das auf Gegenliebe stößt, ist mir eigentlich egal. Aber von der Sache her gehts ja hier eher um Professionalität. Davon bin ich weit entfernt. Ich tippe nur aus dem Bauch raus.
....was ja grundsätzlich erstmal keine schlechte Sache ist.
Und naja.. was ist schon Professionalität? Auf dieser Seite, für mich zumindest, nicht klar ersichtlich.^^ Am Ende ist doch alles immer der Subjektivität des Betrachters unterworfen.
Kommentare
besser, als so manch ein Hobbypoet hier.
21.11.2012, 23:51 von zwiebelfrischMutig...das zu veröffentlichen. Respekt!
31.07.2012, 00:41 von Frauuziauch denen, die es verstehen. Ich versteh es..! :-)
Hihi... "Kennzeichen der Unreife ist die Unfähigkeit, sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen." (Bertrand Russel) :)
31.07.2012, 03:31 von mhweird.Tolles Sprichwort..
03.08.2012, 09:27 von FrauuziHaha, das erinnert mich an die 5.Klasse.
Aufgabe: "Schreibe eine Geschichte über Mut". (oder so ähnlich)
Nach 5 Minuten steht eine MItschülerin auf, gibt das Blatt ab und geht. Die Lehrerin liest vor "Das ist Mut". Und auf dem Blatt stand nicht ein weiteres Wort.
26.07.2012, 09:10 von independentdreamerSuper Geschichte !
26.07.2012, 09:30 von TaneaDie Story gibt es in verschiedenen Versionen. Dabei handelt es sich um diese modernen Sagen:
22.11.2012, 00:32 von mirror87z.B Schriftliche Abi Prüfung im Philo LK.
Frage: Was ist Mut?
Nach Stunden gibt ein Prüfling ein fast leeres Blatt ab, auf dem steht:
Das ist Mut!
Der Prüfling bekommt die volle Punktzahl.
Möglicherweise. Meine ist die 5.-Klasse-Aufsatz-Version :)
22.11.2012, 10:25 von independentdreamerIch hab mal irgendwo gelesen, dass die genialsten Texte entstehen, wenn man einfach drauflosschreibt und gar nicht die Absicht hat, es soll genial werden. Das ist so ähnlich wie mit der Prüfungsangst: wenn du nicht vor der Kommission stehst, weißt du alles. Sitzen die da, weißt du es auf einmal nicht mehr.
24.07.2012, 20:00 von LillyIdolAußerdem merkt man guten Texten irgendwie auch an, dass sich beim Niederschreiben nicht viel gedacht wurde. Einfach Augen zu und durch... so entsteht der geniale Text.
Hehe, ja das Phänomen wollte ich (zugegebenermaßen sehr knapp) veranschaulichen. Übertriebene Selbstansprüche erschaffen nur Druck, der die Produktivität und dadurch meistens auch die Qualität behindert.
24.07.2012, 20:50 von mhweird.Ich muss zugeben, beim Schreiben geht es mir zum Glück (noch) nicht so, da ich mich damit bis jetzt zu wenig und nur dilettantisch beschäftigt habe und dadurch keine Bewertungsangst verspüre. Ich fand aber, dass das so schön in den Kontext dieser Plattform passt. :)
Es erging mir aber einst so, als ich mich mit einer Mappe bei einer Kunstakademie bewarb. Anstatt einfach zu machen, machen, zu üben und üben... hate ich immer den Anspruch, das müsse ja sofort mappenreif (genial) sein. Hat mich nur blockiert und daran gehindert, produktiv zu sein um dadurch meine Fähigkeiten auszubauen.
Man, mir fällt jetzt erst auf... der Text is ja soooo tief. :D
24.07.2012, 20:50 von mhweird.Weißt du, es muss was Wahres dran sein. Bin ich mir ganz sicher.
24.07.2012, 20:57 von LillyIdolIch hab mal auf einer großen Seite gebloggt. Eigentlich nicht für die Leute, nur so für mich, damit ichs vom Herzen hab. War ausschließlich Privatkram. Der Blog ging ab wie ein Zäpfchen, und die meisten und positivsten Reaktionen hatte ich, wenn ich gar nicht drüber nachdachte, was ich mir da eigentlich von der Seele tippe. Einfach losgelegt und gut war's.
Aber wenn ich mir mal wirklich mehr Mühe beim Schreiben gab, vor dem Senden noch dies und das korrigiert, ein paar Sätzchen umgebaut... dann wars weniger an Resonanz. Mir ging es nicht um die Resonanz. Ich wollte einfach mal quasi laut sagen, was mich ankotzt, ohne dass mir wer nen Strick draus dreht. Aber ich hab dennoch bemerkt, dass meine Texte besser ankamen, wenn sie frei von der Leber weg waren. Der Inhalt wäre immer derselbe gewesen... war ja ne Art Diary. Aber wie man was sagt, das wirkt wahrscheinlich sehr viel packender, wenn beim "Reden" der Kopf zu ist und das Herz offen.
Ob das immer so ist, weiß ich nicht, aber wenn es um Privates geht, wahrscheinlich schon. :)
24.07.2012, 21:04 von mhweird.Ich denke beim Artikel verfassen kann es schon durchaus sinnvoll sein, einen Text auch erst einmal ein paar Tage liegen zu lassen und dann nochmal mit Abstand daran zu arbeiten. (ging mir bei der "bildlichen Kunst" zumindest so.)
Ja, mag sein. Ich vergesse hier immer, dass es ne "Schreiber-Seite" ist. Wenn ich hier was einstelle, dann ist es authentisch, autobiographisch. Dinge, die ich sagen mag, aber im Moment halt nicht in meinem Blog. Ob das auf Gegenliebe stößt, ist mir eigentlich egal. Aber von der Sache her gehts ja hier eher um Professionalität. Davon bin ich weit entfernt. Ich tippe nur aus dem Bauch raus.
24.07.2012, 21:10 von LillyIdol....was ja grundsätzlich erstmal keine schlechte Sache ist.
24.07.2012, 21:15 von mhweird.Und naja.. was ist schon Professionalität? Auf dieser Seite, für mich zumindest, nicht klar ersichtlich.^^ Am Ende ist doch alles immer der Subjektivität des Betrachters unterworfen.
Richtig, aber das ist prinzipiell so. Die Geschmäcker der Gestecker sind verschieden. Und das ist auch gut so!!!
24.07.2012, 21:22 von LillyIdolWichtig ist doch unter dem Strich nur, dass man selbst mag, was man getan hat.
Unterschrieben.
24.07.2012, 21:25 von mhweird.Ich arbeite (in den meisten Bereichen) dann mal weiter daran.
Ich fülle bei sowas immer oben Alkohol rein, bis unten Text rauskommt.
24.07.2012, 19:17 von wordmageBei mir kommt unten auch manchmal Text raus. Das klingt dann ungefähr wie *knattertapeng!*
24.07.2012, 19:54 von topfbluemchenIch liiiiebe *knattertapeng*!
24.07.2012, 20:51 von mhweird.