Alexis-Neo 30.11.-0001, 00:00 Uhr 5 0

Freundschaft? Was bedeutet das eigentlich?

Egal ob Frauen- oder Männerfreundschaften, wie sieht eine Freundschaft aus?

Was erwartet man von einem Freund/in?

Freundschaft zeigt sich im bewussten gegenseitigen Wohlwollen zweier oder mehrerer Menschen. Nun ist "Freundschaft" nicht gleich Freundschaft, da jeder Mensch eine individuelle Vorstellung und Definition der Freundschaft besitzt. und da uns Freundschaft sowohl in verschiedenster Intensität, als auch in unterschiedlichster Qualität begegnet. Die Freundschaftstypen unterscheiden sich nach ihren Beweggründen (Motiven). Was ist der Unterschied zwischen Bekannten und Freunde? Warum sagen wir schlichtweg, ich hab ganz bewusst nur wenige Freunde, aber viele Bekannte? Wie definieren wir Freundschaft und erwidert der andere diese Freundschaft?

Es gibt Menschen die nutzen das mit der Freundschaft aus. Sie sind mit jemanden befreundet und ständig wenn sie ihr Leben nicht in den Griff bekommen, wird zu jeder Tag – und Nachtzeit den Freund/in angerufen nur um rumzujammern, zu heulen. Der Andere der aus dem Schlaf gerissen wird, hört sich das an, versteht aber vor lauter Gejammer gar nicht was der Heulende überhaupt sagen will.

So was ist jetzt Freundschaft?
Obwohl ich morgen früh raus muss, höre ich zu, wenn es sein muss bis zum Morgen. Oder ich wimmele’ den Jenigen ab und mach deutlich, dass ich schlafen muss und wir uns morgen Abend über das Thema gerne unterhalten können. Und wenn ich das tue, bin ich dann keine echte Freundin? Die Definition von Freundschaft ist die auf wesenhafte Übereinstimmung zielende Gemeinschaft zweier Personen, in welcher der andere um seiner selbst willen geschätzt wird und basiert auf Zuneigung, Kameradschaft, Vertrauen, Treue und Ehrlichkeit.

Jeder definiert das Wort Freundschaft anders.
Auch wenn ich jemanden sehr gerne mag und ihm alles anvertraue, denke das er/sie mein bester Freund ist, kann es dennoch vorkommen – das der andere das gar nicht so sieht, bzw. so empfindet. Das sollte man vielleicht mal besprechen, wie tief die Freundschaft ist. Obwohl das wiederum bei Mädels einfacher ist, als bei Männern. Kann ich von einem Freund/in alles erwarten, was ich denke? Das sie/er immer für mich da ist, alles stehen und liegen lässt für mich?

Was ist wenn es dem Anderen zu viel wird? Oder man hat das Gefühl, alles was ich ihr/ihm rate, macht sie/er auch? Wo beginnt Freundschaft? Wo beginnt das Ausnutzen? Was muss eine Freundschaft aushalten können? Jeder hat andere Vorstellungen, andere Erwartungen? Was ist wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden? Ist es gut, an die Anderen Ansprüche zu stellen? Natürlich hab ich auch eine Busenfreundin gehabt. Ich hab auch eine Freundin die ich seit 20 Jahren kenne, aber selten sehe, ist das immer noch Freundschaft?

Ich persönlich denke eher nein, Freundschaften müssen auch gepflegt werden. Das reicht doch nicht aus, wenn ich 2x im Jahr jemanden treffe, 5x im Jahr telefoniere und ich betitle das als Freundschaft? Oder doch? Ist es egal? Hauptsache man denkt aneinander, hatten mal eine intensive Zeit zusammen? Ich persönlich finde auch, dass man das Wort „Freundschaft“ zu schnell gebraucht. Ich sage heute trotzdem noch meine Freundin kommt gleich vorbei. Es hört sich immer noch netter an, als das Wort „Bekannte“. Natürlich benutzt man das Wort Freundschaft schnell und gerne, wenn man jemanden gefunden hat – der einem das Gefühl von Seelenverwandtschaft gibt. Die Chemie stimmt überein, oder man hat das Gefühl „wir brauchen uns nur anzuschauen, dann weiß ich was sie/er meint“. Ja, Zuneigung zu Jemand, heißt für mich noch lange keine Freundschaft. Oder doch?


Zitate:
"Falsch denkt, wer nur an sich selbst denkt und aus Egoismus eine Freundschaft schließt. Wie er angefangen hat, so wird er enden. Man will einen Freund um jemanden zu haben, den man in die Verbannung begleitet, um dessen Wohlergehen man sich kümmern kann. Alles andere ist nicht Freundschaft, sondern Spekulation, die ihren eigenen Vorteil sucht und berechnet, was sie gewinnen wird." (Zitat von Lucius Annaeus Seneca, römischer Politiker, Redner und Schriftsteller ca. 4v. Chr.-65 n.Chr.)

"Freundschaft ist eine Seele in zwei Körpern."
(Zitat von Aristoteles (v.Chr.) griechischer Philosoph)

"Ich habe damit begonnen, mir selbst ein Freund zu sein. Damit ist schon viel gewonnen, man kann dann nicht mehr einsam sein. Wisse auch, dass ein solcher Mensch, allen ein rechter Freund sein wird." (Zitat von Lucius Annaeus Seneca, römischer Politiker, Redner und Schriftsteller ca. 4v. Chr.-65 n.Chr.)

5 Antworten

Kommentare

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      @[Benutzer gelöscht] Ganz schön gewagt deine Aussage: selbst wenn es für einen selbst unangenehm wird. Kann echt heikel werden. Aber mir fällt da auch was ein:
      Freundschaft ist, wenn der andere alles über dich weiß und dich trotzdem mag.

      24.11.2006, 21:28 von Mary05
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    Wau! Viel zum drüber nachdenken!
    Wäre auch schön gewesen, einzelne Aspekte als eigenen Artikel zu veröffentlichen, dann wärs nicht so geballt.

    19.11.2006, 18:35 von Mary05
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      @[Benutzer gelöscht] Erst mal vielen Dank für deine sehr ausführliche Antwort auf meinen Artikel und in vielen Dingen kann ich mich auch deinen Ansichten anschließen. Wahre Freundschaften sind meist auch wichtiger - als Liebesgeschichten. Wenn ich bedenke was ich mit meiner langen Busenfreudin schon alles erlebt habe, viele kamen und gingen und sie ist heute noch ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben. Genauso bin ich stolz darauf, langjährige Freundschaften überhaupt zu besitzen. Dennoch differenzieren sich manchmal auch Freundschaften, wenn man Familie hat, steht diese im Mittelpunkt. Trotzdem sollte man nie seine Freundschaften als selbstverständlich ansehen. Und diese ab und an auch pflegen. Mir sind die Leute ein Greuel, die nur ankommen, wenn sie Probleme haben, aber nichts von sich hören lassen, wenn es ihnen gut geht. Freundschaft ist was besonderes. Ohne Freunde - kein richtiges Leben!

      19.11.2006, 15:57 von Alexis-Neo
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