mondmaedchen7 24.11.2018, 14:26 Uhr 7 2

Feuer im Kopf

Ich habe nicht mehr existiert. Und auch die Angst nicht.

Ich lebe mein Leben in ständiger, undefinierter Angst. Irgendwo unter meiner Haut, ist da dieses Gefühl, es könnte jeden Moment etwas passieren. 


Ich könnte vergessen den Herd auszuschalten, oder das Glätteisen, oder den Ofen. Ich stelle mir dann mehrmals täglich vor, dass das Haus abbrennt, in dem ich wohne. 


Ich habe auch Angst einen Termin zu vergessen, eine wichtige Mail nicht abzuschicken, eine Anmeldung für eine Prüfung zu verpassen, etwas wichtiges zu übersehen. 


Ich habe Angst davor, in der Öffentlichkeit zu stolpern, im lauten Vorlesungssaal plötzlich unkontrolliert laut schreien zu müssen, in der U-Bahn plötzlich den Drang zu verspüren, einer Frau eine runterzuhauen. 


Ich lebe mein Leben in ständiger, undefinierter Angst. 


Während ich versuche mein Leben ständig unter Kontrolle zu halten, brennt mein Kopf. Mein ganzer Körper schmerzt und ich kann nicht schlafen. 

Wenn ich dann schlafe, träume ich die diffusesten Sachen, über die ich dann noch tagelang nachdenken muss. 


Ich habe tatsächlich vor einigen Tagen geträumt, dass mein Kopf in Flammen aufgeht und alle an mir vorbeigelaufen sind, als wäre das nichts ungewöhnliches.


Gestern habe ich alleine einen Joint geraucht und wohl zu viel genommen. Mir wurde dann nach kurzer Zeit schwarz vor Augen. Zwei Stunden später bin ich in der Nacht wieder auf meinem Bett aufgewacht. 

(Es war fantastisch).


Ich habe nicht mehr existiert. Und auch die Angst nicht. 


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7 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Hast du dich schon mal in fachliche Beratung begeben?

    z.B.  ne Feuerwache besucht? :-)

    Wenn man als Aussenstehnder deinen Aufsatz liest, kommt man zu dem Schluss:

    Die hat ne Macke.
    Aber das waere zu einfach beurteilt.

    03.12.2018, 04:43 von Dr_Lapsus
    • 0

      Sorry, hatte die Kommentare vorher nicht gelesen.  d.h. jetzt weiss ich,  dass du professionell beraten wirst.


      03.12.2018, 05:01 von Dr_Lapsus
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  • 0

    Eigentlich ist das keine richtige Angst mehr. Denn Angst ist das Gefühl, etwas ist anders als sonst, als bisher, als gewöhnlich. Man hat Angst vor dem Altwerden, vor einer Prüfung, vor Glatteis auf der Straße vor Dir. Immer Angst heißt: die Welt ist, wie sie ist, aber ich mag sie nicht. Wie müßte die Welt denn sein, daß Du sie mögen würdest?


    03.12.2018, 00:29 von alter_hund
    • 0

      Man hat Angst vor dem Altwerden


      Brauchst Du ja nicht mehr zu haben, du alter Hund :-)
      Die Frage, wie die Welt sein muesste, ist falsch gestellt. Wir koennen  davon ausgehen, dass die Welt sich nicht ihretwegen aendern wird.

      Dat Mondmaedchen muss  schon selbst etwas unternehmen, um ihr Leben gangbar zu machen.

      03.12.2018, 04:59 von Dr_Lapsus
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  • 0

    Professionelle HIlfe suchen? Gut dass das Dope bei Dir so wirkt, es gibt aber bessere Medikamente, auch wenn ich das mit der Selbstmedikation kenne...

    Das problem mit dem Gras kann auch sein, dass es wenn Du es zu regelmäßig rauchst Psychosen verstärkt. Das willst Du auch nicht...

    Ich bin ja ein Fan von 5-HTP Nahrungsergänzung, dass funktioniert (bei mir) ganz gut...

    27.11.2018, 11:00 von chiral
    • 0

      die professionelle hilfe habe ich bereits. von drogeninduzierter psychose weiß ich auch und kenne da ganz gut meine grenzen. ich danke fürs lesen. 

      29.11.2018, 02:16 von mondmaedchen7
    • 0

      Das ist schön.

      29.11.2018, 12:30 von chiral
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