Einer dieser Tage
Alles gegeben, alles genommen, für den Moment alles gehabt
Voller Kraft und voller Anspannung, mit einem Adrenalinspiegel nahe dem Maximum.
Ich spüre einen unermesslichen Drang, diese Energie in mir freizusetzen.
Doch für den Moment wird mein Körper zurückgestellt, zum Stillstand gezwungen.
Gefordert ist im Moment nur mein Kopf, aber in vollem Ausmaß.
Die Anspannung ist greifbar, meine Hände sind eiskalt, ich muss meine Gedanken ordnen.
Der geistige Stress zehrt an meiner körperlichen Kraft.
Ich versuche alles zu geben, aus den letzten Reserven zu schöpfen, verbrenne geistig die Energie meines Körpers, sauge das letzte Bisschen aus ihm heraus, bis er völlig ausgepumpt ist ohne eine Anstrengung erfahren zu haben.
Dann ist es vorbei, ich bin nicht mehr gefordert, die Anspannung fällt ab, mein Kopf fühlt sich leer an, wie abgeschaltet.
Wo vorher noch Kraft und Energie war, herrscht jetzt Leere.
Hilf mir, alles hinter mir zu lassen, nur für einen Moment.
Nimm mir meine Stimme.
Ich will nicht reden, ich kann es nicht, brauche es nicht.
Nimm mir meine Gedanken.
Ich will nicht denken, auch das kann ich nicht, auch das brauche ich nicht.
Lass mich die Augen schließen und Ruhe finden, nur für einen Moment.
Lass mich erst morgen wieder aufwachen, bis dahin vergessen haben, was heute war.
Lass mich genießen, diesen Rausch der Sinne.
Möchte mich hingeben dem Augenblick, nur sein, einfach empfinden, dabei zusehen, wie das Meer die Sonne verschlingt und daran glauben, dass sie morgen wieder aufgeht.




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