Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten*
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„Moment…“ flüsterte Harald Tom verschwörerisch zu. Er lauschte und bedeutete Tom dabei, still zu sein. „Okay… los! Fang an!“
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„Seit wann tut sie das? Zu dieser Bank fahren?“ fragte er Harald beunruhigt. „Ich lasse sie erst knapp zwei Wochen beschatten. Aber wir haben herausfinden können, dass sie wahrscheinlich das erste Mal dort war, als wir mit den Meetings für Wahrheit 2 anfingen, oder kurz danach.“ antwortete Harald ihm gedehnt. „Wie ist denn ihr Verhalten? Du sagst sie sei merkwürdig. Aber jetzt mal ehrlich Kumpel, merkwürdig und sonderbar ist Linda seitdem ich sie kenne. Und ist doch klar, dass das alles hier eine Menge Wunden aufreißt.“ gab er zu bedenken und zeigte dabei auf die inzwischen im ganzen Raum verteilten Papiere. „Ja sicher, das muss ich berücksichtigen. Wie sie ist? Ich würde sagen, sie ist fahrig und scheint oft in Gedanken irgendwo zu sein, wo ich sie scheinbar nicht erreichen kann. Dann schleicht sie durchs ganze Haus, öffnet Schränke und Schubladen, sortiert ein bisschen herum, mal mehr, mal weniger. Ich bekomme ja nicht alles mit, aber mir fällt gerade ein: die Haushälterin erzählte mir kürzlich, eher so nebenbei, dass sie sogar auf dem Dachboden war und dort alles inspiziert hat. Anschließend hat sie sie gebeten, die Reisetaschen und Koffer abzustauben… Ich habe ganz vergessen, sie darauf anzusprechen. Harald, mir macht das Angst. Sie scheint etwas vorzuhaben.“ „Tom, Du solltest mit ihr sprechen. Ihr seid verheiratet, habt Kinder. Und einiges hinter Euch. Die Zeit der Geheimnisse sollte vorbei sein, findest Du nicht?“ warf Harald ein. „Du meinst reinen Tisch machen? Du weißt, was ICH ihr dann erzählen müsste…“
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Lindas Herz raste. „Dieser verdammte Schnüffler!“ Sie hätte es besser wissen sollen. Leise schlich sie wieder nach oben. Sie hasste es zu lauschen, doch als sie ihren Namen gehört hatte, als sie gerade dabei gewesen war, das Büro zu betreten, konnte sie nicht anders, als innezuhalten um zu hören, was die beiden gerade über sie sagten. Dieser Dreckskerl hatte sie beobachten lassen und nun wussten sie von dem Bankschließfach. Sie hätte nicht mehr hinfahren sollen. Doch es war die pure Verzweiflung, die sie antrieb, sich wieder und wieder vor Augen zu führen, dass etwas gewaltig schief gelaufen sein musste. Sie wusste einfach nicht, was sie stattdessen tun sollte. Sie wollte abhauen, doch sie war nicht mehr nur für sich alleine verantwortlich. Sie hatte Kinder und nicht vor, diese zurückzulassen, nachdem sie sich bereits an Marie schuldig gemacht hatte.
Ihre Gedanken überschlugen sich und plötzlich bemerkte sie, dass sie dabei unbewusst auf den Dachboden gegangen war. Sie schüttelte den Kopf, als sie sich kniend vor den dort deponierten Koffern wiederfand. War das wirklich die Lösung? Sie durfte sich nicht zu einer Kurzschlusshandlung hinreissen lassen. „Denk nach, Linda! Denk nach!“ Sie atmete tief ein, erhob sich und verließ den Dachboden. Natürlich! Es war sogar sehr gut, dass sie gelauscht hatte, denn nun wusste sie, dass weder Tom noch Harry etwas mit den Alben zu tun haben konnten. Ihre Situation hatte sich verbessert. Es blieb nur noch eine Möglichkeit...
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„Und? Meinst Du sie hat es gehört?“ fragte Tom Harald. Er fühlte sich nicht wohl damit. „Also ich habe gute Ohren und hab die Treppe Knacksen gehört. Und auch leise Schritte. Ich bin recht sicher, dass sie vor der Tür gestanden und gelauscht hat… Jetzt schau nicht so betröppelt, Tom. Wir mussten irgendwas tun, damit sie den nächsten Schritt macht. Jetzt fühlt sie sich wieder sicher. Vertrau mir!“
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Wenige Wochen zuvor.
Da waren sie. Die Bilder ihrer Vergangenheit. Er hatte sie fein säuberlich in 3 Alben geklebt und diese chronologisch eingeordnet und beschriftet. Babybilder. Und Mama... sie fehlte ihr so sehr. Kleinkinder, immer schön im Doppelten-Lottchen-Look. Er war auch auf einigen Fotos zu sehen, damals noch als lieber Onkel. Schulkinder und ihre stolze Mama. Bei der Einschulung hatte er die Fotos gemacht, das wusste sie noch. Dann wurden die Gesichtsausdrücke auf den Bildern trauriger. Und keine Fotos mehr von Mama. Außer von ihrem Grab. Dann wie ein Zeitsprung: Teenies. Und er als stolzer Papa. Da sah man nicht, das wusste nur sie.
Wenn die Zwillinge gemeinsam auf den Fotos zu sehen waren, wusste sie immer genau, wer sie selbst war. Sie strahlte viel mehr als Susa. Bei Einzelbildern musste sie jedoch sehr genau schauen, um sich selbst oder ihre Schwester zu identifizieren. Sie hatten sich immer große Mühe gegeben exakt gleich auszusehen, selbst als sie sich später für eine Weile zerstritten hatten und nicht mehr zusammen wohnten.
Dann die Babybäuche. Die einzigen Bilder auf den Abweichungen zu erkennen waren, da sie nicht zum gleichen Zeitpunkt schwanger geworden waren. Wieder Babybilder. Andere. Marie… Dann ein kleines Grab. Und traurige junge Frauen. Zwei weitere Gräber, noch ein Kindergrab und ein großes. Susa.
Die letzten beiden Bilder dieses Albums zeigten das Haus und die Gartenlaube an einem verregneten Tag.
Sie wunderte sich, dass er auch diese Bilder im Bankschließfach deponiert hatte. Sie standen im Prinzip für Wahrheit 1 und hätten sogar im Buch verwendet werden können als Untermalung zur schönen heilen Welt. Linda & Susanne. Cassy & Mary-Ann. Sie grinste. Mary-Ann war ein so schön weinerlicher Mädchenname. Gut, dass Harry ihn gewählt hatte, denn er passte verdammt gut zu diesem labilen Miststück von Schwesterherz. Und wieder musste sie grinsen, als sie daran dachte, wie sie und Daddy lachend in ihr Grab gespuckt hatten.
Sie begann, sich dem zweiten Album zu widmen. Es waren in etwa die gleichen Bilder, die sie Tom überlassen hatte, also legte sie es beiseite und nahm sich Album Nummer 3 vor. Es war das größte und umfangreichste. Ihre Wahrheit Nummer 3.
Er hatte gewusst, dass ihr diese Bilder alles bedeuteten. Sie war eine Künstlerin und dies waren ihre verloren geglaubten Werke. Als sie als junges Mädchen anfing sich für das Fotografieren zu interessieren, hatte er sie dabei unterstützt und ihr eine erste Grundausrüstung gekauft. Später schenkte er ihr zur Belohnung für ihre Dienste immer wieder Zubehör oder erweiterte ihre Ausstattung. Sie blätterte sich durch ihre ersten zaghaften und unprofessionellen Knipsversuche und schwelgte in Erinnerungen. Doch sie war schnell gelangweilt von den Katzen, Kirchtürmen und Sonnenuntergängen und blätterte vor zu den Fotos, die sie am meisten interessierten und deren Anblick sie so viele Jahre vermisst hatte.
Es begann mit den Fotos von Susa, die sie heimlich machen musste, während Daddy sich mit ihr vergnügte. Sie verspürte einen Stich in der Herzgegend. Sie hasste es, ihm dabei zuzuschauen, doch er hatte sie darum gebeten. Sie hatte zunächst den Unterschied nicht verstanden, zwischen seinen mit Selbstauslöser geknipsten Bildern und ihren heimlich aufgenommenen. Dann erklärte er ihr, dass er wollte, dass sie mit dem Zoom arbeitete. Fotos von ihren Genitalien und Nahaufnahmen von Susas gequältem Gesicht. Und diese Fotos liebte sie.
Noch mehr liebte sie allerdings die Fotos von sich selbst mit Daddy. Besonders die späteren, als sie angefangen hatte mit einem externen Selbstauslöser zu arbeiten und dabei das Bild vorher an einem Laptop kontrollieren konnte. Die verrücktesten Posen hatten sie eingenommen. Am liebsten mochte sie die Bilder, auf denen sie seinen Schwanz im Mund hatte und er völlig benommen vor Lust die Augen geschlossen hatte. Die Fotos aus der Zeit, wenn Susa in Gestalt von Linda auf Reisen war, waren die besten, da sie sich beide dann richtig gehen lassen konnten. Zu putzig, wie Susa sich jedes Mal nach ihrer Rückkehr bei ihr bedankt hatte, dass sie sich für sie aufgeopfert und sich an ihrer statt den Zudringlichkeiten ausgesetzt hatte. Armes dummes Ding. So hatte sie Susa in Gedanken immer genannt. Bis zu ihrem Tod hatte sie keinen Schimmer von Lindas abgöttischer Liebe zu Daddy gehabt. Auf den Gedanken, dass Daddy längst durchschaut hatte, wann er es mit welchem der Zwillinge zu tun hatte, das Spiel sogar mitspielte und forcierte, wäre Susa niemals gekommen.
Doch insgeheim wusste sie, dass Susa so dumm nicht gewesen war, sondern einfach sehr oft sehr verstört. Sie litt unter den sexuellen Zudringlichkeiten und ein unbändiger Hass war in ihr herangewachsen. Deshalb war auch sie genau die richtige gewesen, um die Drecksarbeit zu erledigen, während Linda sich eine schöne Zeit mit Daddy machte. Schließlich war die Idee ja Susas krankem Hirn selbst entsprungen. Linda war es völlig egal, ob Kinderschänder frei herum liefen oder nicht. Nur ihrer eigenen Tochter hatte sie es nicht zumuten wollen, wobei insgeheim wahrscheinlich Eifersucht ein größerer Faktor war, als sie sich eingestehen wollte.
Doch diese Art Doppelleben, welches Linda führte, erschöpfte sie. Auf der einen Seite hatte sie diesen merkwürdigen Pakt mit Susa geschlossen, vier der dreizehn Morde gingen auf ihr eigenes Konto. Auf der anderen Seite war ihr geheimes Liebesleben mit Daddy. Und dieser war ihr eindeutig der wichtigere Mensch. Ihr war klar, dass sie alle drei reif für die Klapsmühle waren, hielt sich jedoch selbst für die Vernünftigste dabei. Sie ver- und begehrte ihren Daddy so sehr, dass sie ihm seine unbändige und ständige Ficklust verzieh und eben tolerierte, dass er diese auch weiterhin an Susa ausließ, die sich längst mit dieser Art Leben abgefunden hatte.
Doch Susa wurde ein Risiko und war scheinbar kurz davor durchzudrehen. Auch sie hatte fotografische Ambitionen und präsentierte Linda eines Tages die Bilder ihrer letzten Reise nach Österreich. Linda sah Berge. Fleischberge. Susa hatte den Mann regelrecht abgeschlachtet und offenbar ein privates Blutbadhappening gefeiert. Natürlich tat Linda begeistert, doch ihr wurde schlagartig bewusst, dass sie dem ein Ende setzen musste. Da Susa Linda blind vertraute und ihr alles erzählte, war sie bald sicher, dass diese Fotosession die erste und einzige gewesen war. Es war nun an der Zeit, dass Susa Mama Gesellschaft leisten sollte. Und ihre kleine Tochter war Linda ohnehin ein Dorn im Auge gewesen, da Daddy seine großväterlichen Pflichten in letzter Zeit für ihren Geschmack etwas zu liebevoll erfüllt hatte.
Sie war auf der letzten Seite des Albums angelangt. Ein einziges Foto war genau mittig platziert. Es zeigte nur sie selbst. Sie kannte das Foto nicht und überlegte, wann Daddy es aufgenommen haben könnte. Der Hintergrund war bearbeitet und weitestgehend unkenntlich gemacht. Das ganze Bild wirkte insgesamt sehr weich und sie konnte nicht einmal sagen, in welchem Alter sie genau war. Sie war irritiert und schaute es sich näher an, betrachtete die Kleidung und Frisur. Spontan sagte es ihr nichts, aber sie erschrak, als sie den Blick genauer studierte und dieser eigentlich mehr so wirkte, als sei es… Susa?
Das war unmöglich, denn sie wirkte auf jeden Fall älter als Susa je geworden war. Ihr Herz begann zu rasen und sie erkannte dann erleichtert, dass es nicht Susa sein konnte. Auf dem Bild trug sie offensichtlich Ohrringe, doch sie waren durch ihre Haare nicht sofort zu erkennen. Susa hatte niemals Ohrringe getragen, hatte nicht einmal Ohrlöcher. Sie selbst hatte sich erst welche stechen lassen, als sie… kurz bevor sie… Tom geheiratet hatte! Das war vor zwei Jahren gewesen, ein knappes Jahr nach der Geburt ihres zweiten Sohnes. Wie kam das Foto in dieses Album? Daddy… Zu diesem Zeitpunkt war Daddy schon lange verschwunden oder tot... Wer immer dieses Foto in das Album geklebt hatte, konnte nicht ihr Daddy gewesen sein. Ihr wurde schwindelig, als sie begriff, was dies widerum bedeuten würde. Welches perfide Spiel wurde hier mit ihr gespielt? Und wer war ihr Gegner? Unmöglich. Das alles war unmöglich. Oder war dies die Nachricht, auf welche sie so viele Jahre sehnsüchtig gewartet hatte? Es musste so sein. Alles andere wäre absurd.
Sie starrte wie betäubt auf das Foto und bemerkte plötzlich kleine Erhebungen und geschwungene Wölbungen im rechten oberen Bildrand. Vorsichtig fuhr sie mit ihrem Finger darüber und sie ahnte sofort, dass jemand, vielleicht mit einem Kugelschreiber, etwas auf die Rückseite des Bildes geschrieben haben musste. Vorsichtig löste sie das Foto aus dem Album. Doch bevor sie es wendete, um die Worte zu lesen, hielt sie das Foto andächtig an ihre Brust, schloss die Augen und betete, dass es eine Nachricht von Daddy sein würde. Sie ließ ihre Hände in den Schoß sinken, drehte langsam das Foto um, öffnete die Augen und senkte den Blick um zu lesen, was dort in akkuraten und großen Druckbuchstaben für sie geschrieben stand. Sie las und nahm gleichzeitig war, dass sie anhand der Schrift den Schreiber oder die Schreiberin nicht identifizieren würde können. Der Schwindel ergriff erneut und diesmal noch heftiger Besitz von ihr, als sie las: WEISST DU SELBST NOCH, WER DU BIST, "MARY-ANN"?
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*Zitat: Albert Camus






Kommentare
Kommt noch eine Fortsetzung? Der Haupttäter wird viel zu wenig behandelt. Die perfide Vorgehensweise dieses Drecksacks wird nur teilweise beschrieben: "... hatte er sie dabei unterstützt und ihr eine erste Grundausrüstung
12.12.2012, 23:55 von SteveStitchesgekauft. Später schenkte er ihr zur Belohnung für ihre Dienste immer
wieder Zubehör oder erweiterte ihre Ausstattung." Aber er benützt doch bestimmt auch Liebesentzug, Erpressung, Bedrohung um die Töchter gefügig zu machen? Es wäre interessant zu erfahren, wie er seine Geilheit als 'Liebe' seinen Kindern vermittelt.
Nein, das war es. Das Thema Missbrauch wollte ich ehrlich gesagt nicht weiter detaillieren.
12.12.2012, 23:58 von Mrs.McHSchade, gerade diese perfide Form des Missbrauchs erklärt die Handlungen deiner Figuren - zum Beispiel den Kindsmord.
13.12.2012, 00:04 von SteveStitchesMag sein, aber ich habe mich dann doch lieber anderweitig konzentriert. Schon allein der Gedanke, mir darüber näher Gedanken zu machen und es zu (be-) schreiben, widert mich an. Du solltest wissen, dass ich völlig konzeptlos geschrieben habe, also gar keinen Plan in der Hinterhand hatte. Und wenn ein Kapitel fertig und gepostet war, wollte ich es nicht mehr rückwirkend ändern. Auch wenn ich mal nicht so zufrieden war, war es für mich eine Herausforderung, daran anzuknüpfen und weiterzu"spinnen".
13.12.2012, 00:11 von Mrs.McHStimmt es, dass sich der ursprüngliche Verlauf der Geschichte verändert hat? Dass du bei den letzten beiden abgebogen bist?
13.12.2012, 00:13 von SteveStitchesKennst du Zoran Drvenkars 'Sorry'? (eines der härtesten Bücher überhaupt- auch genial als Hörbuch)
13.12.2012, 00:21 von SteveStitchesWie gesagt, es gab nie einen Plan. Ursprünglich wollte ich nur eine kitschige Liebesschmonzette schreiben, bei der aus Freundschaft Liebe wird. Da bin ich also dann weitaus früher schon abgebogen. Das Ende war sehr schwierig einzuleiten, ich war unentschlossen, aber die Tendenz war schon da. Ich weiß ja nicht, wie der Text komplett interpretiert wurde, daher ist Deine Frage schwer zu beantworten. Was ich sehr kurzfristig entschieden habe, war aber tatsächlich den Vater nochmal ins Boot zu holen.
13.12.2012, 00:22 von Mrs.McHIch meine "Sorry" habe ich gelesen... Müsste eine Weile her sein... ich schau mal nach... Moment...
13.12.2012, 00:23 von Mrs.McHYep :)
13.12.2012, 00:25 von Mrs.McHDanke übrigens für Dein großes Interesse, das erstaunt, aber freut mich auch sehr!
13.12.2012, 00:27 von Mrs.McHWenn du die Vorgehensweise des Mistkerls noch etwas ausführlicher herausarbeitest, könnte ich dir endlich ein HerzBussi geben.
13.12.2012, 00:38 von SteveStitchesDann muss ich verzichten. Auch wenn dieser eine tragende Rolle spielt, sind die Hautcharaktäre doch die Zwillinge. Ich habe derzeit auch noch nicht genug Abstand vom Text, aber wie gesagt, es war ja sowas wie ein öffentlicher Schreib- und Selbstversuch, da will ich rückwirkend nix ändern. Wenn es sich etwas gesetzt hat, überlege ich mir aber mal, ob ich was dazwischen schriebe à la "derweil in seinem Kopf".
13.12.2012, 06:34 von Mrs.McHUms besser zu verstehen, du schreibst an einer Stelle: "Sie litt unter den sexuellen Zudringlichkeiten und ein unbändiger Hass war in ihr herangewachsen." Hass auf sich selbst oder den Vater?
10.12.2012, 22:30 von SteveStitchesDas hatte ich nicht so spezifiziert, aber im Kopf hatte ich, so blöd sich das anhört, die Gesamtsituation. sie war inzwischen eine erwachsene Frau, hätte sich wehren können, einfach weggehen. aber "einfach" ist es dann ab einem gewissen Punkt eben nicht mehr. Im Prinzip kannte sie es nicht anders und hatte sich allem ergeben, Also ich denke Hass in erster Linie auf sich selbst, aber selbstverständlich auch auf den Vater.
10.12.2012, 22:56 von Mrs.McHWoher kennst du dieses eher untypische Opfer/Täterprofil?
10.12.2012, 22:58 von SteveStitchesTu ich nicht, ist ein Produkt meiner Phantasie, die sich eigendynamisch entwickelt hat.
10.12.2012, 23:07 von Mrs.McH;)
10.12.2012, 23:11 von SteveStitchesOk, ich bin etwas verwirrt.
10.12.2012, 15:56 von Jimmy_D.Kann ich helfen?
10.12.2012, 22:56 von Mrs.McHJa, natürlich. Aber vielleicht lese ich deinen Text einfach noch mal. Dann stelle ich gezielte Fragen.
11.12.2012, 08:19 von Jimmy_D.Also das wären dann neun Texte, aber gerne :) höhö
12.12.2012, 23:59 von Mrs.McHHerz für deinen Titel. Den Rest lese ich später.
10.12.2012, 15:44 von Jimmy_D.Leider ist der Titel nur ein Zitat, ich habe das Herz daher nicht verdient :-/
10.12.2012, 22:57 von Mrs.McHDu hast es verwendet. Du hättest auch Unsinniges zitieren können.
11.12.2012, 08:19 von Jimmy_D.Hab jetzt alle Folgen auf einmal durchgelesen und war bis zum Schluss gespannt dabei. Es hat also auch als Gesamtwerk funktioniert!!
Ich danke Dir ganz herzlich! Ich weiß sehr zu schätzen, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Ja... open end... Ich konnte mich selbst nicht entscheiden, daher habe ich es schweren Herzens so zu Ende gehen lassen.
10.12.2012, 22:59 von Mrs.McHNun hast du also einen Punkt gesetzt und ich habe letztlich ein spannendes Buch gelesen. Es fällt mit etwas schwer dazu einen vernünftigen Kommentar dazu zu schreiben.
Auf Neon findet man Text und kleine Geschichten, die mit diesem Werk nicht vergleichbar sind. Auf einem Buchrücken findet man eine Kurzbeschreibung und kann sich auf den Inhalt einstellen. Manchmal bekommt man auch einfach nur eine Empfehlung etwas Gutes zu lesen. Hier kann man sich jedoch lediglich auf etwas einlassen und darauf hoffen, dass die Fortsetzungen dem entsprechen, was sich im Kopf dazu entwickelt hat. Nach jedem Kapitel fragte ich mich, wohin die Reise geht und wie sich die Geschichte entwickelt. Jedoch wurde mir schnell klar, dass es eine außergewöhnliche Geschichte werden würde, die lediglich in ihrer Gesamtheit zu lesen und beurteilen ist.
Liebe Mrs.
Es ist eine großartiges Buch geworden (Punkt)
10.12.2012, 11:11 von jetsamVielen lieben Dank!
Tatsächlich ging es mir ganz genauso :) Verrückt, oder?10.12.2012, 23:00 von Mrs.McH
Ja, Wahnsinn! Was für eine Entwicklung seit dem ersten Teil! Toll konstruiert und sauspannend. Und soviel Informationen drin, so dass ich das auf jeden Fall noch mal am Stück lesen werde.
10.12.2012, 05:34 von Die.sass.daBoah, da haste ne Menge Kraft, Leidenschaft und Zeit reingesteckt, my dear! Das liebe ich so an Deinen Texten. Kann das in fast jedem Satz spüren.
Das Buch würde ich sofort kaufen. Schlägt J. Hoffman oder ne K. Reichs locker um Längen. :)
Nee, also Deine Vergleiche ehren mich sehr, aber ich muss doch noch viel lernen. Besonders hinsichtlich der Vergangenheitsformen, da bin ich recht häufig gestolpert. Ich bin froh, dass es jetzt geschafft ist, denn: ich habe keine einzige Notiz gemacht, sondern alles aus dem Kopf heraus geschrieben. Ich tat so, als würde ich mir selbst ein Buch vorlesen. Die Entwicklung finde ich auch erstaunlich, da ich ja wikrlich und eigentlich nur mal eine Liebesgeschichte schreiben wollte. Ich danke Dir sehr sehr sehr, dass Du mich begleitet hast, das freut und ehrt mich sehr!
10.12.2012, 23:05 von Mrs.McHDu spinnst doch :)
Definiere "spinnen" bitte :) Verlegst Du mich?
09.12.2012, 20:45 von Mrs.McHwär ich ein verlag, würde ich dich verlegen.
09.12.2012, 21:48 von mo_chroidie namen :D
Hast Du jetzt alle in einem Rutsch durchgelesen, Pookie?? Ja, die Namen. Es war irgendwann unvermeidbar, doch ich mag diese Entscheidungen nicht. Manche Leser verbinden dann mit den Namen Personen oder Eigenschaften, die das Bild, das ich gerne vermitteln möchte, stören könnten. Aber alle Namen sind mir spontan in den Sinn gekommen und ich beschloss dann, sie auch nicht mehr zu ändern. Warum Du wegen Susa :D machst ist mir klar, aber gibt es noch andere, die Dich zum Schmunzeln brachten? Und wie fandest Du es insgesamt? Wenn ich Logikfehler habe, nur her damit. Bei dieser Geschichte schwirrte mir so oft der Kopf...
09.12.2012, 22:25 von Mrs.McHnein, nein, das war der erste. zum anfüttern. ich werde noch einmal alle insgesamt lesen und dann deine fragen beantworten. mit nur einem fragment hab ich zu wenig informationen.
09.12.2012, 22:34 von mo_chroiDas würde mich riesig freuen. Du liest aber nüscht rückwärts? Wie bei "Memento" wäre das dann. Aber sooo clever, dass das noch Sinn macht, bin ich dann nicht :)
09.12.2012, 22:36 von Mrs.McHdas wäre mal eine hausaufgabe. aber ich hab noch eine anstehende. ladys first.
09.12.2012, 22:43 von mo_chroiMcH: Irgendwie klingt das bisschen frivol, wenn ich sage, ich bin gerne dein Verleger. ;)
09.12.2012, 22:46 von forstff :) frivoler forst :)
09.12.2012, 22:58 von Mrs.McHFIG (Findischgut)
Chrchr.
09.12.2012, 23:22 von forst