Nisha_212 13.07.2007, 12:38 Uhr 6 3

Du bist immer bei mir!

Ich sah einen kleinen Regentropfen, nachts an meinem Fenster klopfen und ich wußte das bist du, wachend über mir in ewiger Ruh.

Wenn eine Schneeflocke vom Himmel kam,
und ich sie dann in meine Hände nahm,
sang ich ein Weihnachtslied für dich,
und wußte stets auch dort oben hörst du mich.

Wenn die Wolken am Himmel Bilder ergaben,
war es für mich eine von vielen Gaben,
die du mir von oben schicktest,
wenn du auf dein trauriges Mädchen herab blicktest.

Wenn der Schmerz unertragbar geworden ist,
denn ständig habe ich dich vermisst,
stieg ich auf mein Fahrrad und fuhr los,
setzte mich irgendwo ins Gras und dachte es wär dein Schoß.

Sah dann weinend in die Welt hinein
und dachte ich bin ganz allein.
Doch dann hörte ich deine Stimme im Winde sagen
ich bin bei dir an allen Tagen.

Die Grässer gaben plötzlich warm,
es war als läge ich in deinem Arm,
sie schaukelten mich hin und her,
und ich wußte dieser Weg ist lang und schwer.

Ich wußte so traurig willst du mich nicht sehn
und ich dachte wie mußte es dir wohl gehn.
Du musstest von uns gehen ohne Tschüss zu sagen
doch deine Liebe wird immer zu uns runter ragen.

Lange Zeit sprach niemand darüber was geschah
jeder nur nach vorne sah
doch wenn jeder war allein
die Tränen flossen und man versuchte stark zu sein

Viel Zeit verbrachte ich mit mir allein
mußte lernen mir mein bester Freund zu sein
mußte lernen auf mich selbst zu achten
oft ertragen wenn andere unbekümmert lachten.

Doch nach jedem Jahr das vergangen
bin ich ein Stück weiter gegangen.
Jedesmal ein Stück reifer.
Suchte mich selbst mit viel eifer.

Suchte nach Glück im Leben
die Liebe wiederfinden und weitergeben.
Das Verlohrene nun zu suchen
und die eigene Psyche umzubuchen.

Die letzten Jahre prägten mich nur
dazu kam, daß ich keine typische Erziehung erfuhr
nahm auf was um mich geschah,
und lernte aus dem was ich sah.

Viele Dinge brachten mich zum Denken,
und ließen mich in die richtige Richtung lenken,
Viele Eigenschaften fand ich nicht gut
fand die Gründe für sie nur mit sehr viel Mut

Als ich dann wußte woher sie gekommen
hat all der Schmerz von vorne begonnen
ich durchlebte mein Leben erneut
all das Leid doch auch die Freud.

War auf der Suche nach meiner Person
nach viel Durchforschung fand ich sie schon
fragte sie welche Werte sind dir wichtig
und welche hälst du für nichtig

Ich bearbeitete mein ganzes Ich
und immer näher an mein Eigen wich
Fand ´viel über mich heraus
und lernte auch einiges daraus

Lernte für mich geradezustehen
nicht mit der Gesellschaft mitzugehen
Eigene Vorstellungen und Grundsätze zu haben
und nicht nach "normalen" Dingen zu graben.

Lernte mein eigen Fleisch und Blut ganz anders kennen
lernte das es nichts bringt zu rennen.
Lernte Liebe anders zu verstehen
sie entgegenzunehmen und mitzugehen.

Empfand lange nur Negatives in dem was geschah
doch die Dinge die ich in den letzten 20 Jahren sah
zeigten mir das aus allen Dingen die passieren
immer positive Aspekte resultieren.

Wenn heute ein kleiner Regentropfen,
nachts versucht an meinem Fenster zu klopfen,
sag ich still bei mir
Mama für all die Erfahrung dank ich dir.

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6 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Es ist immer wieder erstaunlich, dass in so wenig Zeilen so vieles, so tiefgreifendes und so wichtiges ausgedrückt werden kann.

    Ein sehr schönes Gedicht!

    02.09.2007, 14:57 von jwf
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  • 0

    wunderschön ausgedrückt.
    hoffe auch irgendwann so weit mit der trauerverarbeitung zu sein.

    16.07.2007, 12:50 von Sasou07
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  • 0

    Wollte ich doch sagen!
    Mama, sorry Nisha!
    Dachte nur auch an Marijana, deswegen der Verschreiber...
    ;(

    13.07.2007, 14:07 von estreja
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 0

    sehr schön geschrieben, sehr traurig und herzberühend!

    13.07.2007, 13:31 von Pittili
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  • 0

    Schön, maus.
    Für Marijana?

    13.07.2007, 13:31 von estreja
    • 0

      @estreja ne, fuer meine Mama. Fuer Marijana ist ein anderes.

      13.07.2007, 13:59 von Nisha_212
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