Sniker 28.04.2005, 09:50 Uhr 34 0

Die Blutspende - bist du dabei?

Alle haben schon mal davon gehört. Zwei oder dreimal im Jahr besucht das DRK eure Stadt oder euren Ort...

Alle haben schon mal davon gehört. Zwei oder dreimal im Jahr besucht das DRK eure Stadt oder euren Ort und die rot weißen Schilder weisen, unübersehbar, auf eine Schule, Gemeindehaus oder eine andere Location, wo an diesem Tag von spät Nachmittag bis zum frühen Abend Blut gespendet werden kann.
Die Blutspende - für die, die es bisher noch nicht geschafft haben an einer Blutspende teilzunehmen, möchte ich einen kleinen Blick ins Dunkle Licht, der Nadeln, des 'Schmerzes' und der Blutkonserven werfen.

Eigentlich ist es gar nicht so schlimm. Schon beim Eintreten in die vorbereiteten Räume des DRKs, das so genannte Spendenlokal, findet man sich durch Hinweistafeln gut suchrecht.
Jeder Vorgang wird, nummeriert, benannt und durch entsprechende Bildmotive gekennzeichnet. Verlaufen kann man sich wirklich nicht.

Bevor es losgeht bitten, meistens sehr freundliche, DRK Damen um Namen, Anschrift und Ausweis. Der Blutspendeausweis, falls man glücklicher Besitzer ist, würde hier nun den kleinen Aufwand etwas erleichtern.
Danach wird ein Fragebogen ausgehändigt. Dieser enthält Fragen zu der gesundheitlichen Vorgeschichte eines jeden Spenders. Sorgfalt ist hier gefragt, denn je genau die Fragen beantwortet wurden, desto weniger Arbeit hat der zu behandelnde Arzt, der den Fragebogen auswertet und gleichzeitig feststellt, ob man Blutspendefähig ist.
Zusätzlich wird, dem Erstspender, Blut abgenommen um seine Blutgruppe zu bestimmen, sowie verschiedene Tests auf bestimmte Krankheiten durchzuführen (zum Beispiel entzündliche Leberveränderungen und die Immunschwäche AIDS).

Jeder, der nun nicht zum Spenden zugelassen wird, darf trotzdem am reichhaltigen Buffet teilnehmen und muss sich bis zur nächsten Blutspende gedulden (besonders Eisenmangel, der oft bei Frauen auftritt, kann eine Ablehnung zur Folge haben).
Für die, die zugelassen wurden, stellen Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen die Unterlagen und Materialien zusammen; Anmeldebogen, Untersuchungsröhrchen und Blutbeutel, die mit einem Strichcode gekennzeichnet werden.

Nun geht's auch schon los. Nachdem man sich ein Spendenbett, passend zum gewünschten Spendenarm gausgesucht hat, werden noch einmal Namen und Geburtsdatum kontrolliert und nach einem 'kleinen' Piecks darf man 7-10 Min. relaxen. Etwa 500 ml Blut werden, schmerzfrei, abgenommen.
Für die Blutspende wird nur steriles Einwegmaterial verwendet. Eine Übertragung von Krankheiten ist deshalb ausgeschlossen.

Bei 500ml Blut ist Schluss, der Beutel ist voll und man darf sich, mit Unterstützung eines DRK Mitarbeiters oder Mitarbeiterin in den Ruhebereich begeben.
Ungefähr 10 Min. kann sich der Körper nun an den, eher kleinen, Blutverlust gewönnen.

Ausgeruht und glücklich, dass man die Blutspende überstanden hat, geht es nun zum Buffet. Hier gibt es viele schmackhafte Speisen, Kaffee und Obstsaft. Reichlich Getränke helfen, die gespendete Blutflüssigkeit schnell zu ersetzen. Die erste Stunde heißt es aber auf Alkohol zu verzichten und nicht zu rauchen.

Und das war's auch schon, die Blutspende. Ich persönlich habe im letzten Jahr das erste Mal gespendet und war begeistert. Vor allem das Buffet zieht mich nun jedes Mal in das Spendenlokal und dass ich nebenbei sogar eine Gute Tat verrichtet habe, nehme ich als freudigen Nebeneffekt auf.

Was meint ihr zur Blutspende? Wart ihr schon mal spenden und wie ist es euch ergangen? Habt ihr Angst vor der Blutspende oder gab es womöglich Komplikationen?


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34 Antworten

Kommentare

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    habs dreimal gamacht und hatte davon zweimal nen kreislaufkoller, einmal davon mit ohnmacht.... weiß auch nicht, was da geht... sauf vorher immer literweise wasser und esse viel... kann das scheinbar aber trotzdem nicht ab... nu geh ich immer nur so mit, mit Muddern oder Freunden, probieren werd ichs bestimmt nochmal!

    21.03.2006, 14:26 von chaosbeute
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    Ich denke, es ist egal, ob man für nen Buffet beim DRK oder für einen kleinen Obolus von 25€ an einer Uni - Klinik spendet. Das DRK füllt mit den Blustspenden die eigenen Blutbanken auf, aus denen bei Bedarf Blutkonserven genommen werden. Für diese Blutkonserven wird meines Erachtens und auch mit Recht viel Geld von den Krankenkassen der Patienten genommen. Also macht das DRK einerseits Geld. Aber man kann nicht verlangen, dass die Konserven quasi umsonst herausgegeben werden. Das DRK betreibt genauso viel Aufwand, um die Präparate herzustellen wie die Uni - Kliniken, wo man 25€ bekommt. Wenn man es mal auf die "Gewinnspanne" einer Blutkonserve reduziert, so ist diese beim DRK nicht höher als bei Uni - Kliniken. Die 25€ fallen kaum ins Gewicht. Ich selber gehe mittlerweile schon seit ca. 15 Monaten fast alle 2 Wochen Thrombozyten spenden. Ich kann allen, die Angst vor Nadeln haben, nur sagen, dass sie es mal ausprobieren sollten falls noch keine übermäßig schlechten Erfahrungen gemacht worden sind. Ich habe selber nie Angst vor Nadeln gehabt, kann dabei somit nicht mitreden und kann nur abgedroschen sagen "Der Mensch ist ein gewöhnungstier". Viele Leute hängen alle 2 Wochen für ca. 90 Minuten an der Nadel und haben keine Probleme damit. Und eine Blutspende ist alle 2 bzw. 3 Monate. Einfach mal ausprobieren und versuchen, ohne viel Angst zur Spende zu gehen. Man tut was gutes, bekommt evtl. eine kleine finanzielle Entlohnung und, was am wichtigsten ist, eine komplette Blutuntersuchung.

    02.02.2006, 00:31 von MisterK
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    blut spenden ist ne tolle sache, aber man munkelt, dass das drk das gespendete blut verkauft... dann doch lieber an ner uni spenden gehen, die meisten unikliniken haben ne eigene blutspendemöglichkeit.

    25.12.2005, 22:32 von hanako
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    Ich, glaube, Du, solltest, noch, mal, an, deiner, Komma,-Setzung, arbeiten. Sonst aber guter Artikel!

    19.12.2005, 13:42 von VivalaDiva
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    Ich habe mir ja auch schon so oft vorgenommen, mal was was richtig Gutes zu leisten und den Menschen zu helfen, indem ich Blut spende. Aber ich kipp schon bei einem harmlosen Bluttest aus den Latschen, bzw. das letzte mal hats mich voll vom Stuhl geknallt. Und seither hat sich diese ganze Blut-Abnehm-Angst dramatisch zum Schlechteren gewendet. Auch nur der kleinste Blick während des Blutzapfens auf den Ort des Geschehens ist gift, wie ich letztes Mal schmerzlich anhand von 2 blauen Flecken (die Aufprallstellen...) lernen durfte...
    Meine Mutter geht zwar regelmäßig, aber mich hats noch nie mitgezogen... Mein Vater ist aber auch bei seinem ersten und damit auch letzten Mal ohnmächtig geworden. Dabei sind wir alle 0 negativ, also laut Statistik lecken sie sich nach uns die Finger...
    Aber immerhin bin ich stolze Besitzerin eines Organspende - Ausweises. Damit kann ich mein Gewissen wenigstens ein bisschen beruhigen, weil ich spätestens wenn ich sterbe etwas Gutes tun kann. Wenn ich zu Lebzeiten schon ein Weichei bin, das Spritzen auf den Tod nicht ausstehen kann. Ich krieg schon schwitzige Finger, wenn ich daran denke. Vielleicht verliert sich diese Angst früher oder später. Erst mal den nächsten Bluttest abwarten. Wenn der ein positives Erlebnis liefert, dann kann ich mich langsam wieder mental in Richtung Blut spenden richten.
    Wegen dem Buffet, bzw. Geld: Also mich könnte man, glaube ich, auch nicht mit allem Geld der Welt dazubringen (bzw. im Moment zumindest, siehe weiter oben im Text...) Blut spenden zu gehen, davor habe ich im Moment nur zu viel Angst.

    24.06.2005, 21:43 von Ponytier
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    ich war noch nie blutspenden weil ich noch nicht 18 bin. eine sache verstehe ich jetzt in dem text nicht: da steht : den erstspendern wird blut abgenommen um es zu untersuchen usw. aber es wird doch sowieso blut abgenommen, wird denen noch mal extra welches abgenommen? und ich dachte das wird immer untersucht bevor es zum spenden eingesetzt wird? man kann die krankheiten ja auch nach dem ersten spenden noch bekommen?!

    12.06.2005, 23:26 von clari
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    mein kommentar is irgendwie n bissl mit fehlern und man versteht glaub ich nicht was ich wollte: also wenn ein elternteil rhesusfaktor negativ hat und ein elternteil rhesusfaktor positiv hat, dann setzt sich glaub ich positiv durch sodass das kind rhesusfaktor positiv hat. dann wäre rhesusfaktor negativ aber wirklich was seltenes... stimmt das so?

    29.05.2005, 16:05 von kaesebroetchen
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    Wenn ein Elternteil Rhesusfaktor - und ein Elternteil Rhesusfaktor hat, setzt sich auf jeden Fall durch, oder? weil des dominant isch oder? Aber stirbt dann theoretisch nicht irgendwann - aus? Isch dann doch irgendwie schon was recht seltenes oder? oder ich hab da was falsch verstande...

    28.05.2005, 18:16 von kaesebroetchen
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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    ich geh seit 2 Jahren regelmäßig Blutspenden und ich rate jedem dies auch zu tun - ihr wisst nicht, ob ihr nicht einmal selbst auf eine Blutspende angewiesen seit!

    22.05.2005, 20:51 von Masterbene
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