Dialektik der Aufklärung: Überdruss
Vom berüchtigten Brachliegen.
Auch wenn ich gar nicht schreiben kann, wie es wünschenswert wäre, schreibe ich. Eine Frechheit, aber was bleibt mir übrig. Es soll ja etwas übrig bleiben. Was für ein Aberwitz. Aber ich muss schreiben. So kann ich mich meiner Existenz versichern. Nicht, dass es wirklich Sicherheit gäbe. Nur Verunsicherung. Trotzdem versuche ich mich sicherer, versuche, mich fest zu schreiben. Auch wenn ich gar nicht schreiben sollte, weil mir naturgemäß bewusst ist, dass man in einem Zustand wie dem meinen nichts Vertretbares, nichts, was man auf lange rechtfertigen kann, produzieren kann. Dennoch produziert man, wie man atmet, als Begleitumstand des Lebens.
Das zu wissen, lähmt. Dass ich diesen Zustand erklären muss, damit es aufklären kann, damit alles Weitere auch verstanden werden kann, lähmt ebenfalls - die Notwendigkeit all dessen lähmt, jetzt bloß nichts Halbes, nicht noch etwas Ungenügendes, man genügt sich ja ohnehin nicht, man genügt einfach nicht, rennt mit dem Denken gegen die Wand, fällt zu Boden, ungenügend, liegenbleiben!
Das Wissen um dieses und jenes, was es auch sei, jedem seine ihm eigene Hölle, die damit einhergehenden Fragen, die eigene Unzulänglichkeit und Kompensationswut, das generelle Deplatziertsein-in-der-Welt und das ständige Lamentieren, das Darüber-reden-und-schreiben-Müssen, um es irgendwie verarbeiten zu können, weil man ja verarbeiten muss, weil man ja nicht abschalten kann, nicht abschalten will, weil das Mogeln ist, es holt einen ja doch ein, es höhlt einen aus, dann holt es einen ein, tada, der Überdruss, das permanent-penetrante Reflektieren all dessen und die Absurdität dieses Vorgangs, das Jammern auf höchstem Niveau, das schizophrene Ich-kann-aber-nicht gegen das Du-musst-aber, obwohl Jammern nichts bringt und man nicht Jammern will und es nicht einsieht, sich überhaupt langfristig so einem katastrophierenden Verhalten hinzugeben, die Einsicht in die eigene Mittelmäßigkeit und Beschränktheit, die eigene Unfähigkeit und das erbärmliche Selbstbezichtigen, als würde das zu irgendetwas führen, du Idiot!, du Schmalspurbahn ins Nirgendwo!, du Wurstsalat!, das schonungslose sich Wunddenken ohne Ergebnis - die allgemeine Aussichts- und Hoffnungslosigkeit in einer unfreien Welt und die grenzenlose Überschätzung des Ichs, ein kaum hingestreutes, schon wieder hinfort gewehtes Staubkorn, abgrundtief lächerlich und trotzdem fühlt es und denkt es und tut - nichts.
Es liegt so da. Es fühlt Überdruss, ist Überdruss in reinster Form. Hin und wieder reicht es zu einer winzigen Wut oder Entrüstung: dieser Postbotenstrolch! Klingelt, wenn man grad' zwei Stunden schläft. Dieser Halunke, dem könnt' ich, oh, dem würd' ich, wenn ich könnte. Pest und Cholera für alle deine Tage!
Aber weitgehend herrschen Müdigkeit und Überdruss. Verohnmächtigt durch das eigene Denken. Das Gefühl glänzt wenn überhaupt – nur durch Absenz. Motivation als Fremdwort, Fremdkörper, man ist ein Fremdkörper und glotzt sich leer im Spiegel an. Diesen stumpfen Lumpen kenn ich doch! Man will aus diesem Körper, also geht man raus und durch die Stadt: Füße und Geist vertreten, wird es aber doch bald Leid. Vielleicht zum See, die frische Luft atmen, ja, befreit atmen wäre doch etwas. Wieder von vorn anfangen, Schritt für Schritt - zum See. Aber da sind Menschen. Dieses Gesindel, diese liederlichen Leute! Siedeln bumsfidel im Sonnenschein und frohlocken frech so vor sich hin, als wenn nichts wäre. Als gäb es gar kein Leid in dieser Welt. Man ist es irgendwie Leid zu leiden, leider lässt sich das nicht ändern. Man will es nicht ändern, wenn man ehrlich ist. Also legt man sich an einen Seitenarm des Sees ins Gras, schnuppert widerwillig Laubgeruch und starrt wie blöd in diesen leeren Himmel. Ach, diese Ödnis. Ein Königreich für eine Oase!
Man weiß nichts anzufangen und kann damit nicht aufhören. Man hört Musik und schließt die Augen, ein wenig Ruhe nur, aber die Musik passt nicht, harmonisiert nicht, befähigt nicht, sie kollidiert, kann nicht durch den Panzer, den wir angelegt haben, der uns auferlegt wurde. Also Musik aus. Schon dröhnt die Welt wieder: Man lauscht unfreiwillig den lärmenden Leuten und erfährt von ihren Alltagsproblemen, hört Gespräche über die Herren Hinz und Kunz und Frau Wullf, wer ist eigentlich Frau Wullf?, und über Kochrezepte und Zahnarzttermine und Gassi gehen etc. pp. bis in alle Ewigkeit! Ach, diese Ödnis! Es ödet an, dass man verwüstet, Stück um Stück. Man greift instinktiv zur Musik als wär sie Medizin. Aber sie dringt eben nicht ein. Sprengt uns nicht in kleine Fetzen wie erwartet, man bleibt ganz - ganz und gar überdrüssig im Gras liegen. Ein Traum, der verweht, ein Gedanke, der verdreht, man liegt gedanklich brach und fühlt ein Echo, das man nicht begreift. Man möchte sich angreifen, sich an die Gurgel gehen und sich den Überdruss aus allen Poren quetschen, nimm das, du Knecht!, schluck dies, du Wicht!, du Witzfigur, verdammte du! Man geht sich tierisch auf die überspannten Nerven in diesem Nicht-Funktionieren, in diesem Nichts-produzieren-Können, in diesem Katastrophieren. Was soll dies Fühlen, soll das Denken, wenn man nicht zum Handeln kommt? Schluss damit, Schluss! Ach, Dialektik der Aufklärung, lahm gelegt durch Überdruss.





Kommentare
ich konnte mich für keine der texstellen (um sie hier zu zitieren) entscheiden, die mich so sehr zum lachen und nicken brachten, deshalb einfach nur dies:
25.09.2012, 23:54 von LillyZauberwundervoll! danke :D
Eine schöne Parabel, die den Großteil von Neon parodiert: Viel Lärm um nichts, zu viele Worte ohne Inhalt. Ich habe mal die Aussagen der ersten drei Paragraphen zusammengefasst:
22.09.2012, 10:43 von quatzat1) Ich schreibe.
2) Ich bin lahm (oder gelähmt), Bezug zum ersten Paragraphen ist diffus.
3) Kernparagraph: Wunddenken ohne Ergebnis.
Das mag alles witzig sein, aber wert, aufgeschrieben zu werden ist es keineswegs. Es ist eine Offenbarung reflektierter Obrflächlichkeit. Und im Sinn des Begriffes Reflexion, wie er auch im Text verwendet wird, ist der Text eine Unverschämtheit, reduziert er ihn doch auf seine physikalische Banalität.
"Aber da sind Menschen. Dieses Gesindel, diese liederlichen Leute! Siedeln bumsfidel im Sonnenschein und frohlocken frech so vor sich hin, als wenn nichts wäre. Als gäb es gar kein Leid in dieser Welt."
Genau DA, denke ich inzwischen anders. Ich sehe dieses "Gesindel" und denke mir, ein jeder von ihnen hat seine Sorgen, seine Gedanken, seine Dämonen, seine Qual, sein kleines Glück. Sie wirken nur in der Menge wie "Gesindel", das nicht über die Traurigkeit der Welt nachdenkt. Andere Menschen als die "Pest" wahrzunehmen, ist der Anfang vom Unglücklichsein. Es spricht auch eine gewisse Respektlosigkeit daraus, eine gewisse Arroganz, in der man sich sonnt, glaubend, man wäre etwas gaaanz Besonderes und Besseres, das sich einsam so selbstquälerisch durch sein Leben windet in schlimmsten seelischen Schmerzen.
Ich mag mich nicht so abgrenzen von den anderen, scheinbar fröhlichen Menschen. Ich will respektvoll hinter die "unbekümmerten Masken" schauen... Und was ich dann dort sehe, ist oftmals das gleiche Leid am Sein.
Schöner Text. Wirklich wundervoll geschrieben. Und den Satz "Auch wenn ich gar nicht schreiben kann, wie es wünschenswert wäre, schreibe ich." Ach herrje, den hättest du dir sparen können.
Und jetzt lese ich erst den Kommentar von Sultanine, denn ich wollte mich nicht beeinflussen lassen.
21.09.2012, 10:39 von Jackie_GreyYou are so amazing! Dein Kommi spricht mir aus der Seele! Danke, dass du das noch mal angesprochen hast mit dem "Gesindel", sehe ich ähnlich! Hach, ja schön wenn ich mich hier in ein paar klugen Meinungen wieder erkenne ...
21.09.2012, 13:30 von SultanineIch grüße dich!
Ahoy ihr beiden! Zunächst meinen aufrichtigen Dank für diese wunderbar ausführlichen Kommentare. Da mir hier einzwei Steilvorlagen gegeben werden, möcht ich einzwei Dinge vielleicht etwas präzisieren:
21.09.2012, 13:56 von Alceste" Dieses Gesindel, diese liederlichen Leute! Siedeln
bumsfidel im Sonnenschein und frohlocken frech so vor sich hin, als
wenn nichts wäre."
--> Zum einen sollte das sehr konstruiert klingen und dadurch eine gewisse Distanzierung erwirken: Jemand, der eine ernsthafte, an Hass grenzende Verachtung verspürt, denkt und schreibt nicht so; es ist vielmehr eine Dramödie, wenn man das so beschreiben kann, jedenfalls aus meiner Sicht: Der Blick auf die Leute, die Bezichtigungen und Unterstellungen sind ja nur Symptom für etwas anderes, Ablenkung des Ich-Erzählers von der eigenen Selbstbezichtigung auf andere, was ja auch nicht lange erfolgreich ist. Absurde Selbstzeichnungen wie "Wurstsalat" sollten diese tragikomische Note unterstützen - es wäre schade (und überarbeitenswert), wenn das nicht durchscheint.
"Andere Menschen als die "Pest" wahrzunehmen, ist der Anfang vom Unglücklichsein."
--> Völlig richtig. Die Lösung liegt ja zum Teil auch im Gegenüber. Allein man erreicht sie, bzw. ihn nicht, wenn man im Moment, und nichts anderes ist dieses Vor-sich-hin-Katastrophieren als ein Moment, ohnmächtig ist und sich eben nicht durch Gefühl und Gedanken zum Handeln erheben, d.h. zum Gegenüber bewegen kann.
"Es spricht auch eine gewisse Respektlosigkeit daraus eine gewisse Arroganz, in der man sich sonnt, glaubend, man wäre etwas
gaaanz Besonderes und Besseres, das sich einsam so selbstquälerisch
durch sein Leben windet in schlimmsten seelischen Schmerzen."
In der Tat! Manchmal getraut man sich kaum, Mensch zu nennen. Man kann von Glück sagen, dass Phasen des absoluten und negierenden Überdrusses a) nicht alle Menschen heimsuchen und wenn sie es tun, b) zumeist doch nur so kurze wie absurde Phasen bleiben.
"Auch wenn ich gar nicht schreiben kann, wie es wünschenswert wäre, schreibe ich."
--> Auch Sultanine hat das, glaub ich, angemerkt. Dazu dann in ihrem Kommentar.
Zum Ende noch einmal ein Herzliches Dankeschön!
@Alceste
21.09.2012, 14:05 von SultanineZum Punkt "Gesindel" etc.:
Danke noch mal für deine Erläuterung, so weit habe ich da zu diesem Punkt nicht gedacht, Menschenskinder ihr macht mich völlig feddich mit eurer Philosophiererei, aber ich finds toll!
Dann hätten wir das alles ja schön geklärt...
21.09.2012, 15:08 von Jackie_GreyDein Text ist sehr sehr tief und klug geschrieben, es gefällt mir wie du die Weltendinge durchdringst. Daher mag ich ihn, ich mag deine Art zu schreiben, aber das habe ich ja schon breit erklärt. Jetzt mal inhaltlich: Ich finde die Haltung in deinem Text nachvollziehbar, kann Empfindungen der Ödnis in Gegenwart der Komplexität der Welt nachvollziehen, die schiere Verzweiflung der gefühlten Unfähigkeit etwas zu verändern. ABER: Ich empfinde es ebenfalls als nur eine Halbwahrheit. Eine Halbwahrheit insofern, weil es für mein Dafürhalten nah am gefährlichen Rand der Selbstzerfleischung balanciert und ich solche Tendenzen für stark destruktiv und nicht zielführend halte im Leben. Das ist eine persönliche Meinung. Du scheinst ein sehr tiefgründiger und vieldenkender Zeitgenosse zu sein, was mich freut, denn wer denkt heut schon so tief nach außer über termine, Kochrezepte etc. Dennoch möchte ich dir hiermit meine eigene Sicht auf den Wust den man "Leben" und "Menschsein" im Allgemeinen nennt mitteilen. Das Leben will gelebt werden, was nutzt das Leben in Gedanken? Ich bin selbst ein großer Anhänger vom Idealismus aber welche Rolle spielt da die Pragmatik? Was nutzt der schwermütige, sich rechtfertigende Geist? Alles Schall und Rauch? (BTW:Deine Überschrift finde ich im übrigen auch sehr gut gewählt, das denke ich auch sehr oft. Ja, die selbtsverschuldete Unmündigkeit, immer noch ein viel zu großes Thema in den Menschenköpfen)
21.09.2012, 09:06 von SultanineAlso noch einmal zusammengefasst: Man kann auch mit schwierigen und tiefsinnigen Gedanken pragmatisch und handelnd umgehen, es sollte einen nicht davon abhalten dem Leben was Schönes und leichtes abzugewinnen. Vielleicht muss da dem Narziss in uns manchmal die rote Karte gezeigt werden und einfach mal einen plumpen Deckel auf den überquellenden, ständig brodelnden Deckel gepackt werden?
Zu Beginn liest sich dein Text wie eine Erklärung, stimmt das so? Wieso erklärst du dich und deine Geistetsblitze. JEder Gedanke kann nur bis zu einem gewissen Grad von jemand anderem verstanden werden. Ach ich könnte ewig so weiter sülzen und schreiben aber ich mache jetzt etwas aktives, nämlich Sport. Das hilft mir mit diesen ganzen Emotionen und GEdanken fertig zu werden, bzw. sie in Zaum zu halten diese Luder ;-) Ich wünsch dir was, du hast mich wieder einmal mitgerissen! Weiter so!
"Eine Halbwahrheit insofern, weil es für mein Dafürhalten nah am
21.09.2012, 14:14 von Alcestegefährlichen Rand der Selbstzerfleischung balanciert und ich solche
Tendenzen für stark destruktiv und nicht zielführend halte im Leben."
--> Genau das. Halbwahrheit, weil man sich eben nicht in einem dialektischen Schritt weiter nach oben begeben kann, man steckt fest im Treibsand. Hm, das Bild fällt mir jetzt erst ein, ich hätte es in den Text bauen sollen... hm ^^ - Anyhoo: Es ist Selbstzerfleischung, Selbstbezichtigung und -siehe meine Argumentation im kommentar zu jacky- auch einer der Gründe, warum wir unsere Verzweifelungswut teils gegen die Menge, das abstrakte Unpersönliche richten, um uns nicht gänzlich aufzulösen.
"Das Leben will gelebt werden, was nutzt das Leben in Gedanken? Ich bin
selbst ein großer Anhänger vom Idealismus aber welche Rolle spielt da
die Pragmatik? Was nutzt der schwermütige, sich rechtfertigende Geist?"
--> Eine provokative Frage. In meinen Augen führt unreflektiertes Handeln, das sich-einem-Gefühl-ausliefern in vielen Fällen eher zu Unrecht und Verderben als die Union zwischen Gefühl und Reflexion, das zielgerichtete, absichtliche Handeln in Bezug auf den Gegenüber (und die Berücksichtigung der Wünsche des anderen). Empathie mag vordergründig ein Hineinfühlen sein, es bedeutet für mich aber zeitgleich auch ein Hineindenken und Nachdenken. Dialektik der Aufklärung bedeutet (für mich) also ganz banal diesen Argumentationsweg:
Thesen: a) Ich fühle, also bin ich. b) Man muss nur lieben, Liebe heilt alles etc. c) Ich gebe mich meinen Gefühlen hin, gebe mich anderen hin, etc.
Antithesen: a) Ich denke, also bin ich. b) Denken rettet, man muss nur alles durchdringen. c) Ich bedenke alles und jeden und je mehr ich reflektiere, desto wahrscheinlicher kann ich Handlungsoptionen ausmachen, die Glück versprechen, und jene vermeiden, die Unglück zeitigen.
- Beides allein und für sich reicht nicht, ist nicht richtig und natürlich überwiegt immer die eine oder die andere Seite. Es muss also zusammengeführt und in der Synthese der Handlung des weitestgehend mündigen, integren und aufrichtigen Menschen vereinigt werden, der die Balance zwischen Ego und den Interessen seines Nächsten hält. Aber das müsste ich anderswo mal geschliffener ausdrücken.
"Vielleicht muss da dem Narziss in uns manchmal die rote Karte gezeigt
werden und einfach mal einen plumpen Deckel auf den überquellenden,
ständig brodelnden Deckel gepackt werden."
--> Das ist so leicht gesagt wie richtig ^^ Allein es gibt Strömungen in uns, denen wir hier und da zumindest für einen kurzen Zeitpunkt (siehe die alberne Entrüstung über den Postboten) ausgeliefert sind.
"Zu Beginn liest sich dein Text wie eine Erklärung, stimmt das so?"
--> Nun, wer wäre ich, dass ich andere Interpretationen für nichtig erkläre, aber nein, das war nicht meine Intention. Zunächst versucht man sich selbst auf die Schliche zu kommen, man stellt (gegen sich selbst) die Sinnfrage; man versucht sich darüber klar zu werden, was genau man eigentlich tut. Der Ich-Erzähler weiß zu beginn eigentlich nur zwei Dinge: a) er schreibt, bzw. empfindet den Zwang, schreiben zu müssen, b) er weiß, dass es so nicht wünschenswert ist (negativierung), kann aber keinen positiven gegenpol setzen, formuliert also nicht aus, was wünschenswert wäre - vielleicht, weil er es in diesem Moment einfach nicht weiß, begreifen kann.
Soweit erstmal; hoffe, die eine oder andere Erklärung hat dies und jenes deutlicher gemacht, ohne es all zu eindeutig zu machen. Und auch dir ausdrücklich einen aufrichtigen Dank für diesen wirklich schönen (und anstiftenden) Kommentar.
Eben wollte ich meine liebste Stelle markieren ... und da war ich mit dem blauen Marker auch schon am Textende.
21.09.2012, 01:47 von claudevillotDeswegen wenigstens meine Lieblingsworte:
Deplatziertsein
Wurstsalat
wunddenken
verohnmächtigt
katastrophieren
Und nun doch eine Stelle, die ich heute gern vermerken will: "Wieder
von vorn anfangen, Schritt für Schritt - zum See. Aber da sind Menschen."
Was das Überschreiten des Nur-berührt-Werdens durch Musik anbelangt, möchte ich Dir einmal Arvo Pärts "Fratres" nahelegen; einzig aus dem Grund, dass es mich fertig machen kann.