SteveStitches 23.12.2012, 11:57 Uhr 5 4

Der alte Sack und der Weihnachtsengel

als Versuchskaninchen missbraucht

Die Freundin des alten Sacks war im Kloster, um Weihnachtsgebäck mit der Schwester Oberin und den anderen Nonnen zu backen. Ihr hat das so gut gefallen, dass sie Weihnachten im Kloster verbringen will. Nach der Zeit im Knast brauch sie eine Auszeit, erklärte sie dem alten Sack. Ihre Tochter wird auch den Weihnachtsabend im Kloster feiern und danach mit Freunden um den Block ziehen. Seine Freunde feiern mit ihren Familien und so bleibt dem alten Sack nur die Option mit seinen Eltern oder alleine zu feiern.

Einem Freund zu Liebe und weil es für ihn inzwischen Tradition geworden ist, verkleidet sich der alte Sack als Nikolaus. Er sitzt am vierundzwanzigsten, von acht bis dreizehn Uhr, im Eingangsbereich eines großen Warenhauses  und empfängt, gemeinsam mit einem weiblichen Weihnachtsengel, Kinder und verteilt kleine Geschenke. Es kaufen auffällig viele Männer ein, denen ist es recht wenn sie kurz ihre Kinder irgendwo abstellen können. Mütter schicken ihre Kinder um die Ausbeute zu erhöhen.

Es zieht immer ein bisschen wenn die große Schiebetür auseinandergeht und Leute aus der Kälte ins Warme eilen.

 

 

Weihnachtsengel: Ich steh ein bisschen näher zu dir, hier zieht es zu sehr. (Sie steht näher zu ihm)

aS: Was studierst du noch mal?

Wee: Psychologie

aS: Schön. (er erschrickt, Psychologiestudentinnen haben alle eine Klatsche, an was für eine Psycho ist er diesmal geraten?)

Und, welches Thema behandelt ihr gerade so? (es interessiert ihn nicht wirklich aber er versucht sie durch das Gespräch vertrauter, freundschaftlicher, wohlwollender zu stimmen)

Wee: Die Beeinflussung der männlichen Sexualität, Eigen- und Fremdsteuerung.

aS: Sehr interessant (?)

Wee: Ich hab mich heute Morgen intensiv geduscht, (sie schiebt ihren Ärmel hoch und streckt ihren Arm unter seine Nase) riecht gut oder?

aS: (genießt den Duft ihrer Haut) Oh ja.

Wee: So duftet meine Muschi auch.

(dem alten Sack schießt augenblicklich Blut in den Kopf und woanders hin. Die Studentin hat plötzlich ein Diktiergerät in der Hand und spricht in wissenschaftlichem Ton)

Der Proband zeigt Reaktion, durch sofortige Hautrötung im Gesicht, dass er durch die Erwähnung meines primären Geschlechtsteils beeinflusst wurde.

aS: Proband? Was soll denn das hier werden?

Wee: (die Studentin wiederholt freundlich, sachlich) Feldversuch der Beeinflussung der männlichen Sexualität, Eigen- und Fremdsteuerung.

aS: Mensch lass den Scheiß.

Wee: (spricht in ihr Diktiergerät) Die Versuchsperson, zeigt durch die Ausschüttung von Testosteron erhöhtes aggressives Verhalten.

aS: (empört) Ich bin doch nicht deine Versuchsratte.

(Ein Vater hastet herein, zieht ein Kind im rosa Jäckchen hinter sich her)

ein Vater: Schau hier ist der Weihnachtsmann! Der hat schöne Geschenke für dich, bin gleich wieder da.

(der Vater rennt die Rolltreppe hoch zur Drogerieabteilung, das kleine Mädchen etwa fünf Jahre alt, bleibt vor dem Weihnachtsmann stehen)

Mä: Bist du der Weihnachtsmann?

aS: Ja, ich bin der Weihnachtsmann.

Mä: Und wer ist die da?

Wee:  (mit sanfter, frohlockender Stimme) Ich bin der Weihnachtsengel und wünsche dir eine frohe Weihnachtszeit, wie heißt du denn?

Mä: Ich bin die Alina.

Wee: Möchtest du nicht auf dem Schoß des Weihnachtsmannes Platz nehmen, ihm deinen Weihnachtswunsch einflüstern, damit heute Abend dieser Wunsch erfüllt wird?

Mä: (etwas vorlaut) Aber das Weihnachtsgeschenk bringt doch das Christkind!

Wee: (weiterhin mit dieser sanften Säuselstimme) Liebe Alina, wie soll denn das kleine Christkind, dir ein großes Geschenk bringen, dafür ist es noch zu schwach es ist doch erst heute geboren?

(Das Mädchen überlegt, bis ihr die Argumente des Weihnachtsengels einleuchten. Sie kraxelt auf den Schoß des Weihnachtsmannes, mit dessen Hilfe, und flüstert ihm ihren Weihnachtswunsch ein. Währenddessen spürt der alte Sack wie ihm der Weihnachtsengel, mit ihrer rechten Brust, in seinen Nacken stupst. Dazu  muss sie etwas in die Knie gehen)

aS: (hebt das Mädchen ganz schnell wieder von seinem Schoß herunter, nimmt ein kleines Päckchen aus seinem Sack und spricht mit übertrieben tiefer Stimme) So, jetzt kenn ich deinen Wunsch und werde versuchen ihn zu erfüllen.

Wee: (haucht ihm ins Ohr) Ich würde dir auch jeden Wunsch erfüllen.

aS: (weiter zu dem Mädchen) Und hier hast du schon eine kleine Vorfreude (überreicht das Geschenk)

Wee: (haucht weiter) Hast du mir auch eine kleine Vorfreude? Oder willst du es ohne Vorspiel machen?

Mä: Was flüstert dir die Tante?

Wee: (säuselnd erklärt sie) Ich bin keine Tante, ich bin der Weihnachtsengel.

Mä: (zum alten Sack) Was flüstert dir der Weihnachtsengel?

Wee: Dass du, liebe Alina, bestimmt noch ein Geschenk haben willst und deshalb nochmal hoch zum Onkel Weihnachtsmann willst?

Mä: Oh ja, ich will hoch, oh ja ich will hoch (macht Anstalten auf den alten Sack zu klettern)

aS: (bebrummt die Alina) Wenn du jetzt noch einmal was wünschen willst, dann macht das den lieben Gott ganz böse und dann bekommst du überhaupt keine Geschenke sondern nur Spinat.

(Das Mädchen gibt alle Besteigungsversuche auf und läuft die Rolltreppe hoch den Papa suchen)

Wee: (spricht ins Diktiergerät) Proband hat offensichtlich eine Erektion, weshalb er das Kind nicht auf seinen Schoß nehmen wollte, bedeutet: Er konnte seine Sexualität nicht unterdrücken.

aS: Verflucht! Jeder normale Mann bekommt einen Ständer wenn ihm ständig eine Titte im Genick rumreibt!

Wee: Danke (schaltet ihr Diktiergerät aus)

Ein kleiner Junge: Was ist eine Titte?

aS: Äh, eine Tüte (sieht Kind und Mutter. Die Mutter grinst als hätte sie nichts oder alles gehört) Mein liebes Kind, das Mädchen läuft hoch um sich eine Tüte zu besorgen, für ihr schönes Geschenk.

klJ: Hast du auch einen Autobot?

aS: Einen Was? (sieht zu seiner Erleichterung, dass sich die Mutter der nahen Floristikabteilung zugewandt hat)

klJ: (erklärt genervt) Einen Autobot, von den Transformers?

Wee: (süßlich) Nein, aber wenn du ihn unbedingt willst, setz dich auf den Schoß des Weihnachtsmannes und flüster ihm deinen Wunsch ein. Er wird dafür sorgen, dass dein Wunsch in Erfüllung geht.

klJ: Wieso muss ich Flüstern? Der weiß doch schon was ich will!

Wee: (erklärt möglichst liebevoll) Weil du das hier so laut rumgebrüllt hast bekommst du dieses Weihnachten nur Schrott.

klJ: Bist du doof, den Autobot, hat mein Vater schon längst gekauft, die Schachtel liegt auf dem Kleiderschrank im Schlafzimmer von meinen Eltern, Ätsch.

Wee: Und was ist drin?

klJ: der Autobot!

Wee: Bist du dir sicher?

klJ: (etwas unsicher) Was soll denn sonst drin sein?

Wee: Schrott. Ich bin der Weihnachtsengel und ich weiß das, weil ich selber deinen Autobot, den Bumblebee, gegen Schrott eingetauscht habe.

klJ: (heult los) Maaamaaa! (Wäääh)

aS: Du vergraulst uns die Kundschaft.

klJ: Den kleinen Scheißer? Das nächste Mal kick ich ihn runter.

Mutter kommt mit heulendem Sohn: Was haben sie mit meinem Sohn gemacht?

(beide Grinsen die Mutter an)

Mutter: Ich werde mich über sie bei der Geschäftsführung beschweren!

Wee und aS: Eine frohe und gesegnete Weihnachtszeit.

Wee: (Mutter schleppt das Kind zum Ausgang) Gott! Wie mich dieser Job ankotzt! Zum Glück hab ich meine Studie.

aS: Wieso? Ist doch immer was los.

Ein Mädchen schaut zu den Beiden auf: Wieso hat der Junge geheult?

Wee: Weil er ein Atheist ist und keine Geschenke bekommt.

Mä2: Was ist ein Adeist?

Wee: Ein Atheist ist einer der nicht an den Weihnachtsmann, den Weihnachtsengel und an das Christkind glaubt und deshalb keine Geschenke bekommt.

Mä2: (sofort) Ich glaube da dran!

Wee: (wieder sanft und säuselig) Dann darfst du auf den Schoß vom Weihnachtsmann und ihm deinen Weihnachtswunsch ins Ohr flüstern, damit du dein Geschenk heute Abend bekommst.

aS: Moment, wie heißt du denn? (Während das Mädchen erklärt, dass es Julia heißt, setzt sich der alte Sack vorsichtshalber auf sein Geschlechtsteil. Hebt danach das Kind auf seinen Schoß, das ihm sogleich seine intimsten Wünsche einflüstert: ein Pony und einmal Disneyworld Florida.

Der Engel steht hinter den alten Sack und berührt ihn mit einer Rechts-Links-Kombination – rechte Brust, linke Brust, rechte Brustspitze, linke Brustspitze. Dem alten Sack schwillt der Schlegel unter seinem Schenkel, wo es ihm nichts ausmacht, weil so das Mädchen nichts bemerken kann)

Julia, das sind ja wirklich außergewöhnliche Wünsche, ich hoffe ich kann dir das Erfüllen, sonst musst du noch ein Weilchen warten.

Mä2: Wie lange muss ich warten?

aS: Bis zu deinem Geburtstag oder bis zum Sommer.

Mä2: (zufrieden mit dem Deal) Also Gut, bis zum nächsten Mal.

Wee: (mürrisch ins Diktiergerät) Trotz größtem Körpereinsatz, hat der Proband nicht reagiert, scheint sich seiner Situation bewusst zu sein und kann entsprechend seine Erektion einschränken.

Mein Fazit - nicht alle Männer sind ihren Trieben ausgeliefert, eine gewisse Anzahl ist durchaus in der Lage ihren Sexualdrang zu kontrollieren. (Sie kennt nicht die Schmerzen die der alte Sack verspürt weil er seinen aufmüpfigen Dödel eingeklemmt hat. Ihr Busen umspielt immer noch seinen Hinterkopf, aber nur weil sie sich auf ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse konzentriert und dabei gedankenverloren hin- und herwippt) Jetzt muss nur noch ein repräsentativer Prozentwert ermittelt werden. Ende des Feldversuchs, 24.12. 2012.

aS: (froh nicht mehr Versuchsobjekt zu sein) Sollen wir mal Pause machen und eine Rauchen?

Wee: Bin Nichtraucherin.

aS: Ich auch, aber besondere Tage, benötigen besondere Maßnahmen.

Wee: (zückt das Diktiergerät) Feldversuch 1. Am 24.12. 2012. Über Entspannungsmethodik – Entspannungsmethodik Rauchen.

aS: Du kannst nicht ohne das Ding?

Wee: Ist irgendwie zur Gewohnheit geworden.

aS: Ist ja fast schon eine Neurose?

Wee: (überrascht) Jetzt, wo du es sagst, fällt mir das auch auf. (zückt ein zweites Diktiergerät) Sammlung Neurosen – Bedarf dringender Beobachtung: Zwanghafte Handlung alles dokumentieren zu müssen.

 

Folgende Aufzeichnungen auf dem Diktiergerät:

Stöhn- und Keuchgeräusche bei Feldversuch 2 – Entspannungsmethodik Sex.

Und auf dem anderen Diktiergerät, mit verständlichen Worten der Wissenschaftlerin: Zwanghafte Handlung, nach Sex ein Souvenir bzw. ein Beutestück des Sexualpartners mitnehmen zu müssen.

4

Diesen Text mochten auch

5 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Das ist total verrückt, aber wenn ich das lese, kann ich mir das 1:1 vorstellen. Als ob es so wäre, als ob man Zeuge würde.

    26.12.2012, 15:00 von Veritoll
    • Kommentar schreiben
  • 0

    amüsant. das ende ist etwas unklar..

    25.12.2012, 19:24 von Loo
    • 0

      in wofern?

      27.12.2012, 11:48 von SteveStitches
    • 0

      Kann nicht genau ausdrüken was mich am ende stört, vielleicht hätte ich an der Stelle einfach gerne weitergelesen.

      27.12.2012, 12:52 von Loo
    • 2

      Na soo unklar ist doch nicht - oder hast Du noch nie nen Schlüpper als Trophäe mitgenommen? Siehste. Ich übrigens auch nicht .....

      27.12.2012, 13:49 von erha
    • Kommentar schreiben
  • Hitzefrei

    Wir haben Tipps gesammelt, die sich perfekt umsetzen lassen, wenn ihr Menschenmassen und tropischen Temperaturen lieber entgehen möchtet.

  • Durchs Wochenende mit Oliver

    Und, wie war dein Wochenende so? Jede Woche fotografiert ein NEON-Redakteur sein Wochenende mit dem Handy. Diesmal: Digitalchef Oliver Kucharski.

  • Links der Woche #20

    diesmal u.a. mit einem Geburtstagsständchen an die Kanzlerin, und einem spektakulären Feuerwerk aus der Vogelperspektive.

Neu: NEON für dein iPad!

Neueste Artikel-Kommentare