fuexin 21.01.2011, 19:02 Uhr 11 10

Das Leben ist ein Kopfschmerz

...und ich will ihn spüren

Und du fühlst nichts mehr. Die kleinste Wenigkeit bringt dich zum stolpern. Bringt dich zum fallen und jedes mal fällt das Aufstehn schwerer. So müde Augen. Nichts ergibt Sinn. Du rennst und rennst. Ohne ziel. Ohne Orientierung. Dir fehlen Fixpunkte. Sovieles fehlt. Wie ein Süchtiger der vergessen hat worauf sich seine Sucht bezieht. Der nur den Drang spührt aber nicht weiß womit es zu befriedigen wäre.
Dir sind die Farben verloren gegangen. Irgendwann. Zwischendurch. Ganz leise. Es müssen keine großen Ereignisse sein die einen vom Weg abbringen. Als würde man auf der Autobahn,auf der linken Spur immer weiter Richtung Leitplanke gleiten ohne es zu bemerken bis es zu spät ist. Und manchmal glaube ich das ich zu langsam bin für all die Dinge die um mich herrum geschehn. Und bin außer Atem vom rennen. Spüre mein Herz rasen. Erhöhter Puls. In der Brust zieht sich alles zusammen. Mir fällt das Luft holen schwer. Wie unter Wasser getaucht. Alles grau.
Man trägt soviele Masken. Bloss keinem das Ganze dahinter zeigen. Menschen von sich stoßen wenn sie zu nahe kommen. Und dabei nichts mehr vermissen als die Nähe. Aber je näher man Jemanden an sich herran lässt, desto verletzlicher macht man sich. Desto mehr gibt man die Kontrolle in fremde Hände.
Meine Hände ballen sich zu Fäusten. Die Nägel bohren sich in die Haut. Da. Da ist ein Gefühl. Schmerz. Mehr Druck. Mehr Schmerz. Weniger Druck und es lässt nach. Das kann ich kontrollieren. Ich will nicht hilflos sein. Kontrolle bedeutet Ruhe. Innere Ruhe. Gelassener Blick. Keine zitternden Hände. Eine Sinfonie. Ich bestimme die Tonlagen. Die Tiefen. Sehr tief ist rot. Rot auf grau. Schön. Schön klar. Ein Gefühl. Welches ist doch am Ende egal. Die Spannung löst sich. Als würde man ein Ventil finden. Und der Stumpfsinn fließt aus dir herraus.

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11 Antworten

Kommentare

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    am ende spielt nur noch ein rolle, wie man alles loslassen kann. weil man nix mitnehmen wird.

    gern gelesen.

    04.05.2012, 20:36 von zehnmomente
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    großartig!

    04.05.2012, 20:04 von DieVossy
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    einach nur OSCAR wert!


     

    12.01.2012, 00:44 von black-sea
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    "Menschen von sich stoßen wenn sie zu nahe kommen. Und dabei nichts mehr vermissen als die Nähe. Aber je näher man Jemanden an sich herran lässt, desto verletzlicher macht man sich." das kommt mir sooo bekannt vor............ nicht aus meinem eigenen Empfinden aber von außen bei jemandem anderen bemerkt. Sehr intensiv, dein Text!

    16.07.2011, 22:30 von limpstone
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    und es wird Zeit, daß er Dich quält!

    13.04.2011, 15:50 von RAZim
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    Man trägt soviele Masken. Bloss keinem das Ganze dahinter zeigen. Menschen von sich stoßen wenn sie zu nahe kommen. Und dabei nichts mehr vermissen als die Nähe. Aber je näher man Jemanden an sich herran lässt, desto verletzlicher macht man sich. Desto mehr gibt man die Kontrolle in fremde Hände.
    Wie wahr!

    15.02.2011, 14:42 von carmela.cinderella
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    punkt.
    mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

    empfehlung.

    12.02.2011, 21:35 von MisterPeerJade
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    .

    04.02.2011, 23:04 von nachtfisch
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    Starke Bilder von innen nach außen.
    Top!

    29.01.2011, 23:13 von Kokomiko
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    Kann es verstehen und gerade deswegen macht der Text traurig...

    25.01.2011, 15:01 von JamesConway
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