cba.321 16.04.2010, 18:44 Uhr 19 16

Borderline.

Du bist gewillt, dich zu zerstören und reißt mich mit in deinen Abgrund.

Höre auf zu hoffen,
Du machst mich krank.
Du machst mich kaputt.
Höre auf, immer und immer wieder zu vertrauen.
Du weißt genau, es ist nicht richtig.
Du weißt genau, warum du das tust.
Du bist so naiv, so selbstlos.

Du stolperst auf dich zu, in dich hinein.
Du verlierst dich immer wieder, immer mehr
in deinem Wahn.
Wie lange schon ist dir egal.
Dein Zeitgefühl ist dir in einem deiner endlosen Gänge abhanden gekommen. Und du wirst einen Teufel tun, danach zu suchen.

Stillstand.
Dein Zerbrechen. Deine erbärmliche Sichereit.

Es war ein seltsames Gefühl, nicht wahr?
Zu erwachen, aufzustehen und dich nicht mehr von der Stelle, sondern nur noch innerhalb deiner selbst zu bewegen.
Plötzlich warst du gefangen in deiner eigenen Gestalt und gehst seit dem bei jedem Schritt ein Stück weiter verloren.
Als dir klar wurde, dass du den Ausgang sowieso niemals finden würdest, hast du dich im Stillstand eingerichtet.

Wo gehörst du hin?
Wo kommst du her?
Ist es das, was dir wichtig ist?
Weißt du überhaupt, wonach du suchst?

Du suchst die Nähe, weil du es hasst, allein zu sein.
Du stößt alles von dir, weil das Wort "gemeinsam" nicht mehr in deinem Wortschatz zu finden ist.
Du trinkst zu viel und denkst zu wenig.
Du suchst nach dieser Tür, die sich dir öffnet.
Du suchst nach der reichenden Hand, die du zu ergreifen so gewollt warst. Doch tust du nichts anderes, als um dich zu schlagen und alle Hände von dir zu weisen.
Du bist wie ein kleines Kind, welches du damals nicht sein durftest.
Höre auf, zurückzublicken. Sieh` gefälligst nach vorn.
Greife nach der Veränderung, tu es endlich!
Höre auf, deinem Selbstzerstörungstrieb zu verfallen.
Reiß dich endlich zusammen und mach dir das Leben nicht so schwer.
Du bist die, die sich die Steine in den Weg legt. Aber das weißt du natürlich. Du weißt, dass du immer schon ein schlechtes Kind warst.
Du weißt, dass so vieles nicht der Wahrheit entspricht.
Aber es muss deine Wahrheit sein, um damit Leben zu können.
Doch du machst es mir unerträglich, mit dir zu leben.
Ich will dich nicht aufgeben. Du bist alles, was ich noch habe.
Mach` es mir bitte nicht mehr so schwer.
Hilft mir doch, ein Teil deines Lebens zu sein.

Lasse zu, was da ist.
So viel Wut, so viel Trauer. Ewige Verzweiflung. Höre auf, nach den falschen Gründen zu suchen. Verlange nicht von dir, deine Schwächen zu verstecken.
Diese machen dich nicht zu einem schlechten Menschen.
Aber womöglich ist das dein Problem, mh?

Verbiete es dir nicht, glücklich zu sein.
Du musst nicht existieren. Du darfst leben, wenn du es dir erlaubst.

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19 Antworten

Kommentare

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    Ich hab ihn n paar mal gelesen, und jedes mal versteh ich die Worte ein wenig anders... was aber interessant ist;) Finde, das ist echt gut geworden!!!:)

    22.11.2011, 12:11 von kinghabibi
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  • 0

    Ich finde dieses Thema schwierig in Worte zu fassen, aber ich finde, das ist dir sehr gut gelungen.
    Zudem finde ich es mutig es anzusprechen, weil es ja leider irgendwo immernoch ein Thema ist, das missverstanden, gar nicht verstanden oder totgeschwiegen wird.

    02.11.2011, 10:59 von independentdreamer
    • 0

      und ich habe viel zu oft "Ich finde" gesagt.... schrecklich... :)

      02.11.2011, 11:01 von independentdreamer
    • 0

      "ich finde", dem ist nicht so;) herzlichen dank nochmal.
      und ja, leider hast du recht.
      auf der einen seite wird es überwiegend missverstanden, man kann mit diesem begriff kaum etwas anfangen und dennoch -
      es scheint zum trend zu werden. was für die menschen, die wirklich damit zu kämpfen haben, niederschmetternd ist.

      07.11.2011, 16:50 von cba.321
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  • 0

    gefällt mir :) Die ganze Situation wurde von dir sehr gut erfasst und hier dargestellt!

    22.10.2011, 21:19 von sarex92
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  • 0

    hat hier jemand von einer beziehung gesprochen?

    22.10.2011, 21:10 von cba.321
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  • 0

    Problem wurde gut erkannt von Dir,man kann aber auch als Partner etwas tun...Beziehungsarbeit der anderen Art.Natürlich nur wenn es zugelassen und gewollt ist-schwer ist es allemal.Alles Gute.

    22.10.2011, 21:08 von thedarkelf
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  • 0

    Verstanden und erlebt

    22.10.2011, 20:36 von blackswan
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  • 0

    ich werde sowas wohl nie verstehen.

    11.07.2011, 23:29 von unix
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  • 0

    Hm, ja so Monologe, was man darf oder nicht darf. Selbsterkenntnis ist ja leider noch nicht die Lösung der Probleme an sich.

    27.06.2011, 16:00 von EliasRafael
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  • 0

    kommt mir bekannt vor...

    guter text! :)

    12.06.2011, 23:31 von PrettyFuckedUp
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  • 0

    Gefällt mir auch sehr gut... nur ", mh?" würd ich streichen... es gab mir auf einmal so nen Stocker.. aber vllt war es ja ein gewähltes Mittel...

    "Du musst nicht existieren. Du darfst leben, wenn du es dir erlaubst." .. werd ich in meinem Zitate-Wortschatz aufnehmen.. das Magic.. Merci..

    13.02.2011, 20:23 von Caespar
    • 0

      @Caespar recht magst du haben, ja.
      dennoch zeugt gerade dieses "mh?" in jenem text von enormer wichtigkeit. also, für mich. es ist mein persönlicher text, mein monolog, mein vorwurfsvoller blick, mit hochgezogener augenbraue und diesem durchdringenden "mh?"
      ich bin trotzdem dankbar für jegliche art von kritik.

      und natürlich: de rien ;)

      13.02.2011, 20:30 von cba.321
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