Blindflug
Genüsslich lässt er seine Zunge an der Stelle entlang gleiten, die Darians Lippen eben noch berührten.
Halb acht, er kommt nicht mehr. Darian trinkt ihren dritten Espresso, auf die Toilette musste sie schon seit Bestellung des zweiten. Sie traut sich aber nicht, er könnte gerade dann einschlagen. Da er ohnehin zu spät dran ist, wird er denken, sie hätte das Date platzen lassen und geht wieder. Ihr entgeht nicht der sich aufdrängende stille Wortwitz, dass es blöd wäre zu verpassen, wenn er kommt. Ihre Mundwinkel verziehen sich wie vom Geschmack sämigen Spermas. Billiger Klamauk, hakt sie die Idee bitter lächelnd ab. So weit wird es gar nicht erst kommen. Nichts als Bar-Comedy am frühen Freitagabend. Wenn schon. Der Club Sunbeat öffnet um elf Uhr. Noch gute drei Stunden Zeit, um ein bisschen zu lesen, zu relaxen, die Enttäuschung mit etwas süß gestreckten Alkohol zu besänftigen.
Hepp ist einsachtzig, kräftig gebaut, sein Bauch spannt sich sichtlich über den Ledergürtel, mit dem sich Darian in ein paar Stunden willfährig ans Gebälk fesseln lassen wird. Henry Paul P. trinkt alkoholfreies Bier, um den Genuss nicht zu schmälern, in seiner Tasche spielt er mit einem Doppelpack CIALIS-Kapseln. Er geht gerne auf Nummer sicher. Er wartete bis Darian auf die Toilette verschwunden war, setzte sich an ihren Tisch, nippte einen Schluck von ihrer Tasse, ließ seine Zunge an der Stelle entlang gleiten, die Darians Lippen eben noch berührten, um eine Zungenspitze Rest-Espresso zu erhaschen. Die Erektion, die sich daraufhin einstellte, nahm er genussvoll hin. Dann bestellte er selbst einen Tasse, rückte die langstielige Rose zurecht, setzte ein gehetztes Gesicht auf und übte sich zugleich in einem einstudierten wie einladenden Lächeln.
Darian sieht den Mann am Tisch, stockt, tritt hinter die Holzverkleidung der Trennwand zurück, schielt ums Eck. Ihre Handtasche hat sie bei sich, nur ihr Mantel liegt noch auf der Polsterbank. Sie wägt ab, blitzschnell. Sie könnte genau jetzt das Lokal unbemerkt verlassen, irgendetwas in ihr alarmiert sie, dies auch ohne Umschweife zu tun. Schnell die Bedienung herbeiwinken, sich abkassieren lassen, sie auf Mann wie Mantel hinweisen, letzteren morgen hier wieder einsammeln. Doch sie entscheidet sich für die Offensive. Viel Neugierde im Gepäck. Verlangen. Zudem: Nichts gibt mehr Sicherheit als Öffentlichkeit, beruhigt sie sich.
Darian hatte die Lust auf ein Rendezvous bei der dritten Tasse verloren, nun kehrt diese zaghaft wieder zurück. Trotz seiner nicht zu übersehenden Leibesfülle, erweckt Hepp auf Anhieb ihre Sympathie. Vielleicht gerade wegen seines Übergewichts, fährt es ihr erst durch den Kopf und nach wohlwollender Begutachtung seiner Züge, breitet die Wärme sich in ihren Schoß aus, der um ein „PASST“ mit ihrem Großhirn wetteifert. Seine Plauze lässt sie selbst ein paar Kilo leichter aussehen, das ist praktisch. Auf seiner Stirn kringelt das übliche ostentative "Wenn du mit mir vögelst, geht pro Nummer ein Euro an den Regenwald", doch sie übersieht es geflissentlich. Alle Männer haben diesen Blick, wiegelt sie ab. Vielleicht wollen auch alle Frauen diesen Blick als solchen erkannt haben, huscht es ihr durch den hormonell verblendeten Verstand, sie ist sich unsicher. Jedenfalls ist diese Überlegung im Moment deplaziert und extrem hinderlich. "Nicht jetzt. Danke, nein, schwachköpfiger Gedanke", resümiert sie, "verzieh dich, denn bei deinem Auftritt werd ich nicht mal selbst feucht."
Hepp versteht es zu hofieren. Seine beiläufigen Komplimente fließen gekonnt ins Gespräch ein, geschickt und gewinnend getarnt. Seine Stimme ist warm und einnehmend, sein Blick etwas traurig und öfter als üblich in die Ferne gerichtet, so als tastete er den Horizont nach Glück ab. Darians Misstrauen verliert sich nach und nach, und binnen einer halben Stunde hellt ihr Lachen auf, befreit jene beklemmende Aura, die derartigen Treffen anfangs zu eigen ist. "Nicht weil es ungewöhnlich wäre, sondern weil wir Ungewöhnliches tun und es so betrachten", arbeitet es in ihr.
Nach einer Stunde so angenehmen wie anregenden Gesprächs mit Hepp hat sie das Sunbean für heute abgehakt. Er ist ein witziger, charmanter Diskutant, erst ein wenig eingefahren und steif, dann aber erstaunlich aufgeschlossen gegenüber Neuem, und dieses offene Wesen findet Darian attraktiv. Eine weitere halbe Stunde später hält er ihre Hand, studiert Herzlinie, Lebenslinie, Kopflinie, schließt schnurrige Sachen daraus, die fern in der Zukunft liegen und stimmen können oder nicht, so ist Handlesen nun einmal. Eine Übersprungshandlung, ein dazu gehörendes Spiel, ein Steinchen, das einen Abhang sucht, doch längst in voller Fahrt ist, ohne es zu ahnen.
Jedenfalls erreicht Hepp zweierlei damit: ersten körperlichen Kontakt und die Chance, die Stärke seiner Eloquenz vorteilhaft auszuspielen. Darian fühlt rasant zunehmendes Vertrauen in den ihr nun nicht mehr ganz so fremden Mann, nennt ihn ein wenig widerwillig bei seinem selbst erwählten Spitznamen, ohne zu wissen, warum eigentlich, wieso sie dieses stoßweise ausgehauchtes "Hepp" so massiv stört. Sie forscht dezent nach seiner verstorbenen Ex-Frau, erkundigt sich nach der Ausstattung seines Appartements, erfährt, dass er Grafikdesigner ist, lobt die Skizzen, die er ihr vor ihren Augen zeichnet, fängt an locker zu lachen und fühlt sich in seiner Nähe immer besser aufgehoben.
Die Berührung an den Schultern, als er ihr beim Gehen den Mantel hält, löst dann auch direkt ein Wohlgefühl aus, das nach mehr Nähe lechzt, nach mehr Haut, nach intensiverem Austausch an Zärtlichkeiten. Deswegen war sie doch gekommen, nicht wahr? Deswegen ist doch auch er hier, oder? Warum also nicht gleich in der ersten Nacht, zieht sie in Erwägung. Es wäre nicht das erste Mal, auch wenn sie später wissen wird, dass es das letzte Mal sein wird. Die Unaussprechlichkeiten des rituellen Anbahnens anklagend, verteufelt sie kurz jegliche Etikette, findet dann aber schnell wieder Gefallen an der Bedächtigkeit.
Er führt sie in eine Sushi-Bar, isst selbst nur wenig, was sie überrascht, trinkt Mineralwasser, und lässt an den richtigen Stellen Schweigen beredter sprechen als es Worte jemals sein könnten. Darian fasst immer tieferes Vertrauen, findet es nun überhaupt nicht mehr übereilt, Schritt für Schritt weiter zu gehen, im Gegenteil. Henry, wie sie ihn fortan nennt, weil es besser klingt als dieses banal gehechelte "Hepp", dieses ungeschickte Aufstoßen, das aus ihrem Mund platzt, Henry ist derjenige, der zögert, zaudert. Sie hat bereits insgeheim den Beschluss gefasst, schon diese Nacht mit Henry zu verbringen, falls sich nicht unerwartet widrige oder abstoßende Gründe sie davon abhalten sollten, was aber bislang nicht so aussieht. "Dennoch, 'nein' sagen", sinniert sie, "kann man immer."
Henry hat es findig eingefädelt und fortan das Tempo im Griff. Er überlässt an den Gesprächsstellen, die heikel zu umschiffen sind, gekonnt Darian das Ruder, da Darian immer weniger Hehl daraus macht, dass sie einem vertrauten Beisammensein - wie auch immer dieses aussehen möge - nicht abgeneigt ist. Er spielt diese Trumpfhand, die sie ihm frank und frei serviert, aus wie ein professioneller Spieler, der zielsicher eine Strategie verfolgt. Während er verschämt auf seine Dicklichkeit hinweist, die Darian sofort als unbedeutend abschmettert, spielt er heimlich mit den beiden kunststoffummantelten Kaspeln und dem Aluminiumbriefchen, die geduldig auf ihren Einsatz warten.
Im Gleichklang ihrer Schritte, kommen sie gegen halb eins, vergnügt und Arm in Arm dem Haus an, in dem sich sein Appartement befindet. Die Umgebung ist in Darian reduziert auf die dunkle Masse Nacht, die sie zu beschützen scheint. Darian hält ihren Blick nah an Henrys, sieht erwartungsvoll in seine Augen, zögert nicht, mit einladenden Bewegungen zu geizen, ihm mit ihren Lippen entgegen zu kommen. Als er sie zärtlich und liebevoll küsst, behutsam hält und ihr Haar aus dem kalten Gesicht streicht, will sie in seinen Augen die gleiche spontane Verliebtheit lesen, die auch sie empfindet. Nun gibt es kein Zurück mehr. Sie kostet jeden Moment aus. Als er die Tür aufsperrt. Als er sie im fahlen Licht des Treppenhauses umarmt. Sie herzt ihn, versucht, ihn wieder und wieder zu küssen. Küsse, denen er nun bereitwillig nachgibt, die den bestimmten, unausweichlichen Augenblick hinauszögern, da sie beide endlich unbekleidet unter einer wärmenden Decke den Augenblick tiefer naher Vertrautheit austauschen können.
Das Treppenhaus mit den hölzernen Stufen verwandeln sie Absatz für Absatz in einen Traum aus überfließender Erwartung und schwelender Hitze. Ihre Hände suchen unter achtlos zurück geschobener Kleidung nackte Haut, während Darians Lippen nicht ablassen wollen von den seinen. Eine Etage vor seinem Appartement macht sie sich an seinem Gürtel zu schaffen, zieht den Reißverschluss seiner Hose auf, sucht nach seinem Penis, aber er greift abwehrend nach ihrer Hand, murmelt ein ersticktes "Nicht hier... bitte...", und ersucht sie, bis zu seiner Wohnung zu warten.
Wie seit Ewigkeiten vertraut liegen sie beieinander, nackt, genießen die Herz und Körper wärmende Nähe des Gegenüber, zögern erwartungsfroh den Moment hinaus, in dem sie verschmelzen werden, hauchen sich Spontanverliebtes ins Gesicht, als Darian spürt, wie ein leichter Schwindel sie befällt. Sie bittet um das Glas Wasser, das halbleer neben dem Bett steht, und trinkt es in einem Zug aus. Aber wie es scheint, verbessert dies ihr Befinden nicht. Als er das geleerte Gefäß wieder abstellt, lässt er seine Zunge - wie schon im Café - genüsslich am Glasrand entlang gleiten, den Darians Lippen eben noch berührten, während ein glitzernder Tropfen Speichel sich lüstern aus seinem Mundwinkel löst, mit dem Blitzen in seinen Augen betäubenden Tango tanzt.
Sie taumelt nun nicht mehr trunken vom Alkohol, als sie sich erschrocken aufrecht hinhockt, sondern schwindelt von etwas anderem, Fremdartigem, das sie in rasender Eile vereinnahmt, und das Bett, das unter dunkelbraunen Dachbalken ruht, zu einer schaukelnden Kajüte auf einem Hochseedampfer mutieren lässt. Immer beklemmender wird das Gefühl der Hilflosigkeit, ihre Sinne wollen sich verabschieden, ihre Hände, die sich seitlich abstützen, damit sie nicht ins Bodenlose fällt, geben geschwächt nach. Henry hilft ihr, sich in der Mitte des Bettes auf den Rücken zu legen, ordnet das Kopfkissen unter ihr, deckt sie bis zum Hals zu und tritt auf ein kleines Stanniol-Briefchen, das neben dem Bett am Boden liegt.
Darian starrt wie von einem Traum gelähmt nach oben. Sie will ihren Blick an den Balken festmachen. Aber an dem Balken hängen statt dessen nur ihre Handgelenke, gehalten von Lederriemen. Kein klarer Gedanke ist mehr zu fassen, ihre Sinne wabern kraftlos, ihr Verstand ist gelähmt. Dann kommt es ihr vor, als dehnt sich die Zeit ins Endlose. Sie wähnt sich auf einem in Zeitlupe auf Wellen schlingernden großen fliegenden Teppich, der sie hin und her ruckt. Dann brennt ein heißes dumpfes Brausen in ihrem Unterleib, das sie aufblähen will, als wäre er ein zu schmales Gewölbe, das mit unnachgiebigem Druck mit einer zähen warmen Masse gefüllt wird. Während es ohne ihr Hinzutun an Hand- und Fußgelenken ruckt, verebben und branden ihre Sinne wie durch eine gallertartige Starre, mehrmals, nur um gleich wieder in Teilnahmslosigkeit abzutauchen. Immer wieder hat sie Henrys Gesicht vor sich, aus dem einmal besorgtes Staunen, dann wieder grimassenhaftes Keuchen ächzt, ein stoßweise hingehustetes "hepp – hepp - hepp". Doch wie es den Anschein hat, ist er es, der sie vor dem Abrutschen ins wogende Meer abhält, und dankbar für diese Erkenntnis schlummert sie wieder weg in das Dickicht dieses beklemmenden Zustandes, glücklich dass sie jemand mit dem festen Griff einer liebenden Umarmung vor dem Ertrinken rettet.
Dann wird es stockdunkel. Die bebenden Bewegungen flauen ab, sie sinkt in einen tiefen festen Schlaf. Das ganze wiederholt sich noch zweimal, schwächer, kaum wahrnehmbar, sich in einen apathisch anfühlenden Traum verwandelnd, dessen Ende sie vertrauensvoll lächelnd herbeisehnt, ohne genau zu wissen warum. Sie weiß auch nicht, wie sie sich wehren soll gegen diese dämonische Schaukelei. Ein anderer Teil in ihr beschwichtigt sie, schließlich begleiten keine akuten Schmerzen die finstere U-Bahn-Fahrt. Es ist nur ein tauber Blindflug durch eine Nacht voller Ungereimtheiten, registriert sie wie durch kilometerlange Wolkenschleier.
Sie wacht irgendwann von seiner Stimme auf. Mit Kopfschmerzen, die ihre Stirnplatte zerreißen wollen, und das Wort "ausgekotzt" hat endlich einen greifbaren Erfahrungswert.
"Liebling... Darian...", hört sie ihn flöten. "Mach das nicht noch einmal... bitte! Ja?"
"Mach was nicht?" denkt sie, soweit fähig, einen zusammenhängenden Gedanken zu fassen. "Mir den Kopf wegschießen lassen?" Sie friert plötzlich. Dann brennt sie. "Und wo sind meine Klamotten?" Wieder Schüttelfrost auf ihrer Haut. Ihr Schädel pocht dumpf hallende Hammerschläge nach, dann rebelliert ihr Magen. Sie würgt. Mit vorgehaltener Hand springt sie auf ihre Füße, sich abstützend, dann stürmt sie tapsend ins Bad, touchiert einen Balken, der ihr fast das Gehirn wegsprengt, kotzt einen Handteller voll in die hohle Hand, findet glänzendes Porzellan, reißt den Klodeckel auf und übergibt sich, Magensaft speiend, bitteren, galligen Geschmack in Nase, Mundhöhle. Ihr Handballen rutscht auf der Brille ab, ihr Kopf saust herunter, hängt nun genau über dem Becken, sie würgt und prustet unbeirrt weiter, Fäden anstarrend, die sich vor ihr nach unten ziehen und zurück an ihre Lippe platzen.
"Alles in Ordnung?", fragte Henry fürsorglich im Hintergrund. Er lehnt am Türstock, trägt einen unmöglichen Bademantel mit Dschungelmotiv, ein Tässchen wie in einem beschissenen Werbe-Clip für löslichen Kaffee vor sich haltend, nippend.
"Nichts ist in Ordnung, Arschloch", denkt sie durch eine Wand von Kopfweh, Übelkeit, Magenschmerzen und beißenden Fragefetzen, die sich einen Weg aus dem Labyrinth ihrer Amnesie suchen. Dann erst breiten sie sich auf seltsame Weise bis zwischen ihre Schenkel aus. "Keine Augen im Schädel?" schießt es ihr vorwurfsvoll durch den Kopf. Geronnenes Blut pappt dort, wo sie ihre Schamhaare vermisst. Ihr bauch zieht sich schlagartig zusammen. Vom Schrecken paralysiert, kotzt sie den nächsten Stoß halbverdauerte Sushi-Bröckchen in die Schüssel. Dann studiert sie röchelnd den kleinen Mülleimer neben dem Klo, konzentriert sich, fokussiert. Schmieriges Erbrochenes geifert ihr an Wange, Händen, ihre Knie zitterten, wollen nachgeben. Sie wendet den Blick, stockend nach frischer Atemluft keuchend, betrachtet mit blankem Entsetzen neben einem blutgetränkten Papiertaschentuch die beiden aufgerissenen Tablettenhüllen, auf denen repetierend wie eine Gewehrsalve die Aufschrift CIALIS durch ihren Verstand knallt. Dann kippt sie röchelnd auf die Bodenfliesen und hört Henry Paul P., während er sorgsam die Tasse auf einen Fliesenvorsprung abstellt, mit so beruhigendem wie siegessicherem Tonfall bemerken: "Lass dir Zeit, Darian. Ich helfe dir auf. Das Wochenende ist noch lang. Ein Schluck Wasser zur Erfrischung?"




Kommentare
alter.
25.03.2010, 19:54 von YOLKaber einer der wenigen texte, der mich mal weghaut.
Ekelhaft!
13.12.2009, 22:17 von TheSunriseAber sehr sehr gut geschrieben!
fürchteinflößend..
10.12.2009, 21:14 von IIRaber gut geschrieben
uff.
10.12.2009, 19:35 von misspringleWow! Das finde ich extrem stark.
10.12.2009, 19:22 von Steifschulzimmerhin habe ich cialis mal gegoogelt - dass diese guerilla-viral-marketinger dem konsumenten aber auch auch immer mindestens einen schritt voraus sein müssen...
10.12.2009, 19:15 von Kocmonabt