Die.sass.da 22.08.2012, 23:57 Uhr 21 16

Bewohner

Aus Angst, er entdeckt mich.






In meiner Brust haust ein Unhold. Ein Unhold mit spitzen Hauern. Ruht er, so ruht auch die Besessenheit. Und niemand nimmt ihn wahr.

Meine Sprache ist warm und sanft. Nicht zu laut und nicht zu leise. Doch tost der Unhold, so tost auch bizarres Gebrüll. Und verbreitet Furcht und Schrecken.

Wenn der Unhold mein Antlitz zu seinem macht und durch meine Augen lugt, dann meide ich es, in einen Spiegel zu blicken. Aus Angst, er entdeckt mich. Aus Angst, er zerfleischt und vertilgt dann mein opponierendes Ich.

Wie gerne würde ich diesen Unhold töten. Er vergrätzt mein Leben und meine Lieben. Doch wage ich nicht, ihn zu erdolchen. Ich vermag es einfach nicht. Er wohnt zu nah an meinem Herzen.





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21 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Die Sprache kommt mir zu abgehoben und daher unpersönlich vor.

    28.08.2012, 14:22 von halbkindmf
    • 0

      Trotzdem. Danke für die Lesezeit und Deinen Kommentar :)

      28.08.2012, 14:46 von Die.sass.da
    • 1

      Klaro. Steh ja auf deine Texte.

      28.08.2012, 14:50 von halbkindmf
    • 1

      unpersönlich??
      .. das sind wirklich tiefe Einblick! :)
      mir gefällt's  sehr.

      18.10.2012, 14:53 von MiguelStinson
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  • 2

    Schenke mir Zeit und Vertrauen stehen zu bleiben, 

    wenn ein Unhold mir gegenüber ist.
    Schenke mir Geduld und Weisheit, es nicht persönlich zu nehmen.
    Schenk mir Verständnis, ich kann es erklären,
    denn niemals meint es Dich, am Ende nur mich.





    28.08.2012, 13:56 von blueRiver
    • 0

      Merci! :)

      28.08.2012, 14:39 von Die.sass.da
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  • 3

    Schatten...lassen sich nur an die Kette legen wenn man sie nicht versucht aus der Tür zu quetschen.
    Denn dann rumoren, klopfen sie, wollen gehört werden.
    Sie lassen sich zähmen wenn man sie einlässt, betrachtet und die Angst verliert.
    Sehr eingängig.

    25.08.2012, 21:15 von Igel75
    • 0

      Danke Dir für Deine Gedanken und das Herz :)

      26.08.2012, 08:37 von Die.sass.da
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  • 1

    Interessant!! Macht Lust auf eine Fortsetzung, bin gespannt!

    24.08.2012, 08:38 von seiduselbst
    • 0

      DankeSCHÖN! :)

      24.08.2012, 08:39 von Die.sass.da
    • 0

      Seeehr göörne !

      24.08.2012, 08:41 von seiduselbst
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  • 1

    Schöner Text, gelungen!
    Kenne ich selbst nur zu gut, diese Unholde nenn ich da immer gern "meine Dämonen".

    24.08.2012, 05:51 von Sultanine
    • 1

      Ich danke Dir! :)

      24.08.2012, 08:38 von Die.sass.da
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  • 2

    unholde! genau. die machen unser leben interessant. wirklich;)

    23.08.2012, 16:51 von zehnmomente
    • 3

      Aber auch ziemlich anstrengend! :D

      23.08.2012, 16:52 von Die.sass.da
    • 0

      Danke Dir!

      23.08.2012, 16:52 von Die.sass.da
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  • 0

    Unhold! Ein schön altmodisches Wort. Kurzer aber guter Text. Ich störte mich einzig allein EIN WENIG an "Aus Angst, in Flammen aufzugehen und mein Ich für immer zu verlieren."
    Generell gut, aber hier wirkt es... deplatziert. Es ist nicht so individuell, speziell, desasterartig wie die anderen Sätze davor und dahinter.

    23.08.2012, 00:52 von Mrs.McH
    • 0

      Hab's geändert. Glaube, es ist jetzt besser ;)

      23.08.2012, 16:01 von Die.sass.da
    • 0

      yes, siehste, du kannst es einfach!

      23.08.2012, 17:11 von Mrs.McH
    • 0

      Danke Dir! :*

      Bin jetzt auch recht zufrieden damit. Kann ich sogar so stehen lassen. Als eigenen Text. Wurstel gerade aber an der Hauptgeschichte "Anwohner" rum. :)

      23.08.2012, 17:17 von Die.sass.da
    • 1

      Cool, freut mich schon auf das Ergebnis :)

      23.08.2012, 17:21 von Mrs.McH
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