malinamaria 21.11.2012, 17:22 Uhr 4 1

Akku leer

description is not needed

Manchmal kann ich mit mir selbst nichts anfangen. Viel zu oft kann ich mit mir selbst nichts anfangen. Mich überrennt eine Leere, mit der ich nicht umgehen kann. Plötzlich fange ich mich an zu fragen wieso. Jeden Schritt hinterfrage ich, ich stehe vor dem Spiegel, frage mich wieso ich hier stehe. jeder Gedanke ist ein unbeantwortete Frage. Mein Kopf platzt, weil er eigentlich doch so leer ist und sich deshalb diese ganzen Fragen in meinen Kopf drängen. Sie sind sinnlos und eigentlich für mein eben ohne Relevanz. Diese Fragen sind da, damit ich überhaupt etwas zu tun habe. So viel nehme ich mir vor, Tag für Tag. doch scheint mir mein Leben so eintönig und langweilig. Ich habe so unendlich viele Möglichkeiten und setze doch nichts um. Manchmal überrollen mich Gefühlsströme, die ich nicht definieren kann. Und genau weil ich nicht weiß woher sie kommen und wieso, machen sie mich so fertig. Ich sitze am morgen bei schlechtem, grauem Wetter auf dem Balkon, rauche eine und starre vor mich hin. Eine innere Unruhe quält mich. Ich entspanne und bin doch gestresst. Ich bin hibbelig, meine Handflächen fangen an zu schwitzen. Nie kann ich abschalten, langsam bekomme ich das Gefühl, das sobald ich keinen schulischen oder sozialen Stress mehr habe, sich ein anderes Gefühl breit macht, was fast unerträglicher ist. Es ist, als würde ich das Schlechte suchen. Dabei will ich das gar nicht. Ich will ausrasten, ich bin kurz davor. Ich will auf ein Feld schreien, rennen, boxen, weinen. oder wenigstens joggen gehen, um meine aufgestauten Gefühle loszuwerden, doch ich kann nicht. Wieso nicht? Die Möglichkeit habe ich, einfach Laufschuhe schnüren und raus. Ich bleibe trotzdem sitzen, zünde mir die nächste Kippe an. Es ist, als würde ich mich absichtlich diesen Gefühlen aussetzen, doch würde ich in dem Moment nichts lieber als diese Aggressionen loswerden. Ich habe Hemmungen den Blumentopf vor mir mit meiner ganzen Kraft auf den Boden zu werfen, doch würde ich so gerne. ein Schwall Selbstmitleid überfällt mich. Ich fange an zu weinen.

1

Diesen Text mochten auch

4 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 1

    manchmal glaube ich, das ist die "inoffiziele phase" zwischen "kind sein" und "erwachsen werden", ein "ich weiß nicht wohin ich gehöre"...

    22.11.2012, 22:03 von Melalue
    • 0

      und genau das ist es einfach, glaub ich. 


      23.11.2012, 17:44 von malinamaria
    • 1

      Aber was hilft ist wenn man weiß, dass man nicht alleine so "verrückt" ist, danke für den text:)

      23.11.2012, 23:09 von Melalue
    • 1

      Ich würde das nicht als Verrückt bezeichnen. Das ist eigentlich ganz normal.

      Die gesamte Zeitschrift dessen Homepage das hier ist richtet sich an Leute, die nicht so recht wissen ob das alles so richtig ist.

      01.09.2013, 14:18 von WieSieSehnSehnSieNix
    • Kommentar schreiben
  • Fabelhafte Fundstücke

    Glück ist eben doch käuflich – die folgenden 10 Fundstücke, die die Moderedaktion für euch aufgespürt hat, sind der beste Beweis.

  • 12 Dinge, die Christine vom Praktikum gelernt hat

    Was lernen die NEON-Praktikanten so in drei Monaten? Diesmal: Christine, Online-Praktikantin.

  • Horror-Links der Woche #33

    Diesmal u.a. mit kotzenden Kürbissen, dem gruseligsten Wald der Welt und einer bösen Gute-Nacht-Geschichte.

Neu: NEON für dein iPad!

Neueste Artikel-Kommentare

  • Fragen an diese Welt

    „Ich liebe diesen Artikel von Dir! Du sprichst Dinge ...“

    01.11.2014 von McKath
  • So sehr

    „Ich habe angefangen zu lesen und dachte: hmm, ok und...“

    01.11.2014 von McKath
  • Superheldin

    „Und am Ende sind wir alle Superhelden, für jeden ein...“

    31.10.2014 von marco_frohberger
  • Heimkommen

    „dann ließ es nicht wenn du es nicht möchtest. Es ist...“

    31.10.2014 von Janosch86
  • Heimkommen

    „ja schreib ihm das, aber veröffentliche solche intim...“

    31.10.2014 von yuhi