glueckskleeblatt 30.11.-0001, 00:00 Uhr 0 0

Zusammen passen ist nicht zusammen sein

„Das schlimmste was es gibt, ist nicht das man sich trennt, sondern sich trennt obwohl man sich liebt!“, dies ist die Aussage eines Songs, wahrhaftig

Es fing alles ganz sanft an. Ich war mit meiner Schwester unterwegs, wir waren mit Freunden von ihr auf einem Konzert. Gleichaltrige wie ich. Er war begeisterter Fan dieser Band und wie es so kam wurde er von Freunden mitgenommen, die Freunde meiner Schwester waren.

Wir stehen in der Runde, viele neue Gesichter, keiner kennt sich. Verklemmte Situation. Später kommen noch 2 Freunde mehr dazu, da waren wir aber schon alle überall verteilt. Weiter nichts. Es passierte rein gar nichts. Das einzige Ereignis an diesem Abend ist das Konzert. Was schon die erste Gemeinsamkeit darstellt. Nicht mal bemerkt habe ich ihn. Ich war sehr zurückhaltend, unterhielt mich gerade mal mit 2 Mädchen, die ich gerade zuvor kennen gelernt habe. Meine Schwester verabschiedete ihren Freund, sie verließ den Club. Nun stand ich da, schräg hinter mir, fielen Blicke auf mich, die ich registrierte. Das Konzert war vorbei. Wir verabschiedeten uns, der Abend ging vorbei.

Etwa zwei Tage später begann ich eine Freundschaft zu einem Mädchen aufzubauen, doch sie verfolgte ein anderes Ziel. Er hatte sie nach meiner Nummer gefragt, und so schrieb er mir SMS in der Schule und fragte, ob wir uns mal treffen können. Sehr direkt, wie ich fand. Ich wich aus, das kannte ich kaum. Er hörte nicht auf, schrieb mir weiter. Ich traf ihn in der Stadt, als ich mit Janine unterwegs war. Ich hatte Geburtstag. Meine Freundin, wie sie nun ist, erzählt ihm davon, er fragt, wann er denn da sein soll und wo überhaupt. Ich hatte nicht vor ihn einzuladen. Mein Freund war schließlich da.
Er kam natürlich, brachte Opfer, da er eigentlich schon etwas vorhatte. Er wollte zeigen, das ich ihm wichtig bin. Danach wars dann, meine Beziehung ging kaputt, er fing mich auf, entschuldigte sich dafür, obwohl es zum damaligen Zeitpunkt nicht auf ihn zurück zuführen war.
Ich ließ mich auf ein Treffen ein. Ein weiteres folgte. Wir trafen uns 3-4 mal in der Woche. Er hatte mich. Ich verfiel ihm, nicht sofort aber gnadenlos. Er schrieb mir ein Gedicht, sagte wir wären zusammen. Ich war nicht bereit dafür, nach der Trennung. Er beendete den Kontakt. Ich bereinigte meine Seele, indem ich wegfuhr. Er war nicht bereit mich zu sehen. Ich hing an unserer Freundschaft. Obwohl ich mir jetzt sage, das wir nie Freunde waren. Ich ließ nicht locker, so trafen wir uns nach 2 Monaten mal wieder. Es war angespannt, ich war eifersüchtig, er war unglücklich. Hätten wir Silvester zusammen gefeiert, das habe ich mir gewünscht, wäre es vielleicht anders gekommen. Der Fehler passierte, auch ich machte ihn eifersüchtig, und er ließ sich auf eine andere ein. Sie missfiel ihm, er schrieb mir wieder. Wir kamen zueinander, verbrachte Nächte, machten Spontanbesuche im Theater. Wir verstanden uns super. Ich konnte mit ihm darüber reden, er sagte mir mein Handeln. Er las mir weiter Gedichte vor, ich kritisierte ihn, er wollte einfach nur das sie mir gefallen. Wie der Zufall es wollte, traf ich ihn in einer Bar mit Freunden. Er hat eine neue Freundin, ich war schockiert, ließ ihn das spüren. Pause. Sie hielt nicht lange, wir können nicht voneinander. Es kam so, das ich ihn mir eroberte, er verließ sie. Wir waren eins. Wir waren was wir sein sollten. Nicht lange, aber das verspürten wir.
Es ging auf Dauer nicht gut. Wir waren uns so ähnlich. Er sagte, wir passen zusammen, ja. Ob Hindernis oder Grund. Wir hängen immer noch aneinander, auch wenn ich grad nicht weiß wie es ihm geht, so ist er doch in meinem Herzen. Verletzt hat er mich, als er ging ohne ein Wort. Ich gebe zu, ich habe es gemerkt. Wir näherten uns nicht mehr, unsere metakommunikativen Gespräche blieben aus. Es war, als würde es etwas anderes bedeuten, als das was es vorher war. Nun waren wir zusammen und fühlten uns nicht so. Er schrieb nicht mehr. Ich war verloren, er dachte sich Ausreden aus, ich glaubte ihn.
Heute ist es nicht anders, ich zweifele nicht an ihm. Wir telefonieren stundenlang nachts, vielleicht einmal in einem halben Jahr. Jeder weiß dann was der andere tut, macht, fühlt, denkt. Sehen tun wir uns nicht. Wir gehören zusammen, das wusste er genauso wie ich. Obwohl es nicht passen sollte, konnten wir die Herausforderung nicht erfolgreich bestreiten.

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