Zu viel Gefühl
Doch trotzdem reicht es nicht aus, für uns beide.
"Also...Ich mag dich wirklich sehr" als du diese Worte sagst, weiß ich schon, dass dieses Gespräch nicht gut ausgehn wird. Meine Laune sinkt auf den Nullpunkt, doch auch ein kleines bisschen Erleichterung macht sich breit.
Viellecht, denke ich, vielleicht sprichst du gleich aus, was mich seit Wochen schon belastet. Was ich mir nicht eingestehn will. Weil alles so perfekt wäre.
Die Schmetterlinge, dein Lachen, deine Augen und dein Kopf neben meinem im Gras. Die Musik, die wir uns teilen und alles. Weil einfach alles irgendwie so verdammt gut passen würde.
Du sagst, ich soll dir glauben, dass du mich nicht verarscht hast, dass du das wirklich wolltest. Mit mir zusammen sein. Dass ich dir verdammt viel bedeute und dass du mir nicht weh tun willst. Dass ich ein toller Mensch bin und schön und dass du die Zeit mit mir genießt. Dass du Schmetterlinge im Bauch hast, wegen mir und dass du mit mir zusammen sein willst.
Du sagst auch, dass du zweifelst, dass du nicht zu hundert Prozent sicher bist und dass du die ganze Zeit dachtest, der kleine Rest, der zum ganz sicher sein fehlt, käme schon noch. Dass er vielleicht auch noch kommt, aber du Angst hast, mir sehr weh zu tun, wenn er ausbleibt. Und dass du mich nicht verlieren willst, dadurch, dass du das austestest. Dass ich dir so verdammt wichtig bin, dass du kein Risiko eingehn willst.
Das erste, was ich fühle, ist der Schlag mitten ins Gesicht, den mir deine Worte versetzen. Das zweite, was ich fühle ist Erleichterung.
Ich sage dir, dass ich genau so denke wie du. Dass ich genau so zweifle, genau so viel Angst habe. Dass ich dich so verdammt sehr mag und dir nicht wehtun will, nur weil das letzte bisschen fehlt.
Jetzt sagst du, du dachtest du wärst erleichtert, wenn du mir das alles sagst, doch jetzt gehts dir scheiße. Und mit diesem Satz treibst du mir die Tränen in die Augen. Weil du recht hast. Weil ich das selbe dachte. Weil ich zuerst auch Erleichterung fühlte, aber nur kurz. Und jetzt bin ich einfach nur traurig.
Als wir jetzt sagen, dass wir es vorerst bei Freundschaft belassen, wissen wir beide, dass es nicht gehn wird. Dafür gibt es zu viele Schmetterlinge, zu viel Herzklopfen. Viel zu viele Gefühle, die viel mehr als nur Freundschaft verlangen. Und trotzdem reicht es nicht aus für die Liebe.
Und jetzt hängen wir mittendrin, wir sind uns so nah und gleichzeitig so fern, wie nie. Ich will dich dazu überreden, dass wir es versuchen, obwohl ich es eigentlich selsbt nicht versuchen will, denn ich habe zu viel Angst, vor dem was dann mit uns passiert. Aber ich habe auch Angst vor dem, was jetzt mit uns passiert.
Ich will einfach weiterhin Bauchkribbeln und Herzklopfen haben, wenn ich dich sehe. Ich will dein Lachen immernoch dicht neben meinem Ohr hören und mich wohl bei dir fühlen. Ich will meinen Kopf auf deiner Schulter liegen lassen und einfach die Zeit anhalten. Damit es keine fehlenden Gefühle gibt, die uns vielleicht irgendwann die Herzen brechen könnten.
Ich dachte eigentlich, mit der Zeit lernt man zu unterscheiden, zwischen Freundschaft und Liebe. Warum reicht es für uns nicht?




Kommentare
hatte ich auch mal, ziemlich doofe situation.
04.06.2008, 22:16 von herz.schön eingefangen..
TOLL! Ich finde mich wieder....merci!
01.06.2008, 23:28 von kenja