LittleLadyLove 03.08.2012, 23:58 Uhr 2 0

Zu nah um zu Fallen <3

Wie ich Dir zu nahe kam, um dann zu fallen. Ein Traum der wahr wurde.

Wir stehen da. Eigentlich ist es verboten hier oben zu sein. Das Turnhallendach. Man kann über die ganze Stadt sehen. Wir sind allein. Wie immer, denn es ist unser Platz. Er gehört allein uns. Niemand anderem.

Du stehst auf der einen Seite, ich sehe dich an, während ich weit entfernt - auf der anderen Seite - stehe. Ich sehe in dein Gesicht, sehe deine Brille auf deiner Nase sitzen und kann dahinter die warmen dunkelbraunen Augen erahnen. Du lächelst mich an und breitest die Arme aus, als ob Du warten würdest, dass ich in sie falle. Also beginne ich zu gehen, auf dich zu. Obwohl meine Füße sich bewegen scheine ich auf der Stelle zu laufen, eine Barrikade scheint sich vor mir aufzubauen. Eine Barrikade die so hoch ist, dass ich sie nicht erklimmen kann. Ich fühle mich Dir so unglaublich nah. Du scheinst in mir zu sein, in meinem Bauch, in meinem Herzen, in meinen Gliedern - überall - zu wohnen. Ich sehe mich noch einmal um. Um mich herum sitzen all meine Freunde. Es gibt keine Barrikade, doch ich wende mich ab um mich endgültig auf Dich zu fixieren, um Dir endlich nahe genug kommen zu können. Ich renne und werde immer schneller, meine Füße bewegen sich wie von selbst, doch ich komme nicht von der Stelle. Dein Gesicht wird Schmerzverzerrt und in mir scheint ein Teil mitzuleiden - der andere versucht zu Dir zu gelangen. Langsam erhellen sich Deine Gesichtszüge wieder. Meine Füße beginnen zu brennen und ich sehe einen Moment nach unten, doch als ich wieder aufsehe, bist Du weg und mir Dir auch die Barriere. Ich kann rennen, laufen. Doch ich kann nicht mehr bremsen. Ich renne ungebremst auf den Abgrund zu, auf das Ende des Turnhallendachs, wo man sich am Boden mehrere Meter tiefer wiederfindet. Ich kann nicht bremsen und ich - falle. Ich spüre den Wind mich umhüllen, ich merke wie ich in der Luft zu hängen scheine und als ich kurz die Augen öffne, sehe ich, dass Du dastehst und mir zusiehst wie ich falle. Du lächelst, als sei es eine Genugtuung mich fallen zu sehen. Ich zerbreche innerlich, als ich auf dem Boden aufschlage.

Kein Gefühl mehr - Stille - innere Leere - kein Raum - keine Luft zum Atmen.

Du lachst?


Tags: Fallen
2 Antworten

Kommentare

  • Kommentar schreiben
  • 0

    Am Fuße der Turnhalle liegen eine Menge dummer Leichen

    04.08.2012, 01:17 von EliasRafael
    • 0

      ohh ja... und ich Idiot bin auch drauf reingefallen...

      04.08.2012, 01:19 von LittleLadyLove
    • Kommentar schreiben

Das Magazin

Die nächste Ausgabe:
10. Juni 2013

Neueste Artikel-Kommentare

NEON-Apps für iOS und Android