wirr warr im kopf.
Nun sitz ich da, auf seinem Bett und denke über seine Worte nach.
Zusammenziehen? Nein. Nicht jetzt. Nicht nochmal würde ich diesen doch recht großen Schritt übereilt tun. Auch wenn das erste Mal natürlich etwas völlig anderes war.
Abi fertig, Studium beginnen, in eine quasi fremde Stadt ziehen. Dort hatte ich kaum was außer ihm mit seinem kleinen WG-Zimmer und auf einmal gab es da diese freie zwei Zimmerwohnung nebenan. Plötzlich lebte man zusammen und alles war gut.
Bis der Andere auftauchte. Er war eigentlich von Anfang an da. Man lernte immer mal zusammen, ging gemeinsam weg, aber nie alleine. Irgendwann begann der Frühling und man lernte draußen auf der Wiese, die anderen hatten ihr Studium mittlerweile abgebrochen, oder hatten besseres zu tun. Eigentlich redeten wir auch nur noch über Gott und die Welt. Ich verbrachte immer mehr Zeit in der Uni. Ich kam sogar pünktlich um neben ihm sitzen zu können. Ich mochte ihn wirklich, aber nie so, obwohl er mir all das gab was ich brauchte. Und der der immer zuhause rumsaß und wartete merkte nicht, dass mir etwas fehlte. Und auch, als ich die Beziehung beendete bemerkte er nicht, dass das mein Ernst ist. Was er wohl dachte, was ich immer bis abends in der Uni mache? Nichts - weiß ich heute. Aber das ist eigentlich gar nicht das Thema.
Ja, zurückdenken ist irgendwie komisch zumal ich, mit dem „Anderen“ jetzt glücklicher als zuvor bin. Doch mit ihm zusammenziehen? Das will ich nicht. Nicht jetzt sagt der Kopf. Das Herz hat Angst dies zu sagen. Zu verletzen. Doch raus muss es. Und nun liege ich in seinen Armen. Er sagt, dass er es versteht. Wir haben ja alle Zeit. Und wieder ist alles gut. Nur noch ein bisschen besser.





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