zimt_rose 30.11.-0001, 00:00 Uhr 8 37

Wirklichkeit

Doch was uns bleibt ist die Zeitlosigkeit, die Gedanken als Funken der Ewigkeit.

Wir suchen Zuflucht in der Welt aus Worten und Gedanken und versuchen im stillen Schreiben, unerfüllte Wünsche zu vereinen; Versuchen, unser Sein zu spüren, uns irgendwo zwischen den Zeilen zu berühren
Und während wir in der Einsamkeit einander gleichen, will ich doch nur dich erreichen
Und im Stillen und Leisen, im Geheimen, meine Gedanken mit dir teilen, um noch ein bisschen in deiner Nähe zu verweilen.

Denn während die Zeit schneller und schneller vergeht, sich der Kreis immer weiter dreht, fühlen wir uns irgendwie gefangen, irgendwo im Vergangenen; Betrachten die Sternschnuppen von früheren Tagen, und stellen uns all die offenen Fragen. Und während die Flugzeuge in ihrem Leuchten, weiterhin die Erfüllbarkeit der Wünsche heucheln, spielen wir weiter mit den Erinnerungssteinen; versuchen Träume und Sandburgen zu vereinen, bis die Wellen kommen und sie niederreißen.

Denn letztlich werden sie nicht bestehen, werden sie im traurigen Schönen untergehen; ist es doch im Lauf der Zeit gerade die Unbeständigkeit, die sie ausmacht, in ihrer Einzigartigleit.

Und so versuchen wir im Verlangen, erhalten zu wollen, was längst vergangen, die Vergangenheit einzufangen. Und doch wird es geschehen, wird sie irgendwann vergehen, sich auflösen zu Staub und Stein, und wird irgendwann nicht mehr sein.

Doch was uns bleibt ist die Zeitlosigkeit, die Gedanken als Funken der Ewigkeit.

Denn irgendwo am Rande der Zeit, wirst du mir begegnen, als heller Schatten der Wirklichkeit. Denn in der Dämmerung werden die Gedanken leicht, ist die Ungewissheit schmerzlich und tröstlich zugleich, lösen sich die Gedanken auf, werden zu einem süßen Rauch;
bis sie uns irgendwann umarmen und in zärtlicher Berührung, wir für einen  Moment die Nähe spüren.
Denn in solchen Momenten zerfließen die Grenzen, irgendwo zwischen den Sommertänzen, irgendwo zwischen Zeit und Raum, sind wir vollkommen - zumindest im Traum.
Und während die Zeit immer weiter vergeht und rennt, bis man sich selbst nicht mehr erkennt, nicht mehr erkennt, was wirklich ist und was nur Schein

Aber was bedeutet das schon – Sein?

fragen wir weiter nach dem Sinn,
er doch tief in uns allen drin,
und irgendwo fernab der Zeit,
finden wir sie vielleicht,

                             die Wirklichkeit.

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8 Antworten

Kommentare

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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 1

    Einer der besten Artikel seit langem :)

    20.06.2015, 20:13 von Feelfreetobeyou
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  • 1

    wie schön :)

    07.06.2015, 17:41 von JojoWrites
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  • 1

    ich liebe diesen text! :)

    29.05.2015, 20:23 von superficial_love
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  • 3

    Ich finde diesen Rhythmus faszinierend, mit dem du das geschrieben hast :)

    Gibt's das auch irgendwo zu hören? Kann ich mir so Poetry Slam mäßig richtig gut vorstellen!

    28.05.2015, 00:36 von sautichii
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  • 2

    Du hast mich zum Weinen gebracht. Hat mich sehr berührt.. danke dir..

    28.05.2015, 00:11 von Nachdenk-Aroma
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  • 2

    Ich liebe wie du schreibst 

    27.05.2015, 20:43 von FlowRepower
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