tinitus_ 25.05.2015, 23:30 Uhr 1 4

Wir Beide sind Kreide

Beeinflusst vom Regen und vom endlosen Fegen der Liebe und über deren Hiebe. Erkenntnis der Kreide, wir Beide.

So traurig so bieder sind nun unsere Lieder, doch ich summe sie immer wieder, immer wieder unsere alten Lieder. Wie oft lächelte ich dir zu? Und grade muss ich lächeln, als ich darüber schreibe, ganz heimlich still und leise auf eine andere, neue Art und Weise. Der beruhigende Klang der Regentropfen , die den zu weiten Weg auf sich nehmen unüberlegt, überstürzt stürzen diese sich hinunter und das sogar munter.
Die dunkle Tränennacht steht jetzt über mir und ich hier, ohne dir, ohne unserem Wir. Der Regen färbt deine blonden Strähnen braun, dunkel und ich sehe wie ich munkel.
Wir sind so tief irgendwo beide, Beide sind wir wie Kreide, Kreide, die nun der Regen weg wischt, Kreide die Sachen verwischt, sich aufmacht und über ihre Existenz lacht. Doch bevor wir gewischt werden und hier inmitten des Regens sterben will ich uns erneut die Liebe lernen.
Ich greife nach deinen Wangen, streife das Tränenregengemisch hinfort und während sich unsere Lippen treffen sind wir weit weg an einem anderen Ort. Ich will fort. Fort mit Dir. Fort mit dieser nicht endenden Gier nach unserem Wir. -tinitus

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Kommentare

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    ein wirklich schöner Text!

    25.05.2015, 23:40 von zimt_rose
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