semolina 30.11.-0001, 00:00 Uhr 2 16

Wie sehr?

Ein übermachtiges Gefühl. Es frisst sich tief hinein, in jede deiner Zellen und hinterlässt Narben, wenn du es ausreißt.

Wie sehr wünsche ich es mir?

Jedes Mal aufs Neue

Es treibt mich fast in den Wahnsinn.

Ich will es wiederhaben.

Dieses Gefühl von Geborgenheit und Bestätigung. 

Wie eine Droge. Wie eine Sucht.

Je öfter, desto schöner. Je öfter, desto schlimmer.

Bei Absetzen treten die Entzugserscheinungen ein.

 Leere, Verzweiflung, Depressionen.

 Nichts hilft, außer der Droge.

Oder Vergessen.

Aber man will nicht vergessen und vor allem will man nicht vergessen werden. 

Die Ohnmacht macht einen schier wahnsinnig.

Jedes Mal aufs Neue.

Und man sagt sich, wenn es diesmal nicht klappt, sterbe ich. Innerlich.

Nur noch traurige, leere Schale bleibt übrig.

 Man selbst.

Es wird wieder, muss wieder werden, sagt man sich.

Und meistens wird es wieder, denkt man sich.

Doch jede Droge hinterlässt Spuren. Unsichtbar spürbar. 

Die Wirkung ist flüchtig und die Erfüllung unmöglich.

Einerseits beidseitig, andererseits einseitig.

Das Einseitige bleibt man selbst.

Jedes Mal aufs Neue.

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2 Antworten

Kommentare

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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 1

    "Doch jede Droge hinterlässt Spuren. Unsichtbar spürbar."

    toll!

    18.04.2013, 22:41 von Jou_Les
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