wenn du fragst
Manche Fragen stellt man nie.
Wenn du dich fragst, ob es mir etwas ausmacht, dich zu sehen. Dann sage ich nein. Absolut nicht. Kein Stück. Mehr als ich zugeben kann. Ich bin wütend auf jede Minute, die ich nicht von dir weggehen kann. Wobei weggehen in diesem Zusammenhang wohl der falsche Ausdruck ist. Weggehen muss ich nicht. Das hast du übernommen. Danke dafür. Und nun sitze ich neben dir. Professionell, routiniert und mit einem Lächeln im Gesicht. Wie eine Hure. Ich ertrage nicht, wie du riechst. Ich will deine Stimme nicht hören. Sie klingt viel zu lange nach und deinen Geruch habe ich noch Stunden später in der Nase. Nicht dein Parfum, sondern dich. Natürlich ist es okay, dass wir uns sehen. Warum auch nicht. Kann dir ja keiner verübeln, dass du nicht das gleiche fühlst. Natürlich ist es dein gutes Recht ehrlich zu sein. Danke dafür. Es würde mich interessieren, an welcher Stelle ich ausgestiegen bin. Oder besser: an welcher Stelle du ausgestiegen bist. Aber dieses Wissen würde mir wahrscheinlich nicht helfen. Wahrscheinlich ist es eher so: Ich bin wütend, dass du nicht springst. Du sagst, wenn es das Richtige wäre, dann würdest du auch springen. Danke dafür. Du sagst mir ich hätte dir die Angst genommen, dass das mit Frauen im Bett nicht funktioniert. Freut mich, wenn ich helfen konnte. Ich sage dir, dafür hab ich die Angst bekommen, dass ich es nicht wert bin, es mit mir zu probieren, für mich zu springen. Danke dafür. Wenn du mich fragst, war der Preis sehr hoch und es macht mir etwas aus.





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