Was willst du? Und vielmehr: Was will ich?
Du bist in meinem Kopf. Seit dieser einen Nacht Anfang Februar.
Wir schreiben viel, fast täglich. Ich finde wir unterhalten uns immer sehr gut. Es geht mir gut dabei! Nie kommt dieses zwingende Gefühl auf, sich irgendein Thema einfallen zulassen, damit das Gespräch aufrecht erhalten wird. Und nicht nur ich bin es, die immer ankommt..., nein du scheinst genauso an unseren Gesprächen interessiert zu sein.
Du warst auch Derjenige, der nach unserer Begegnung Kontakt aufgenommen hat. ( Ich hab es natürlich auch versucht...) Und trotzdem weiß ich nicht, woran ich bei dir bin. Ich weiß ja nicht mal woran ich bei dir sein möchte.
Da ist der Wunsch, dich kennen zu lernen. In der Wirklichkeit, das was wir bei unsrer ersten Begegnung eher ausgelassen haben.
Natürlich, habe ich auch da schon ein bisschen was von dir erfahren. Ich weiß, dass du ein guter Küsser bist, dein Lachen unglaublich süß ist, einen allerdings auch sehr verwirren kann. Tanzen mit dir macht einen riesen Spaß, so dass man locker 2-3 Stunde durchtanzt, selbst wenn man diese unbequeme Schuhe an hat und die Füße einem schon den ganzen Abend lang weh tun.
Mich interessiert was du sonst so für ein Mensch bist.
Ich habe mich auch etwas informiert. Der Text in deiner ABI-Zeitung über dich klingt gut. Du wirst als sehr humorvoller, partyfreudiger und intelligenter Mensch dargestellt. Das alles konnte ich auch aus unseren Gesprächen entnehmen und es macht dich weiter interessant für mich.
Bestimmte Dinge wusste ich sogar vorher über dich. Du warst der, der mit meinem Bruder immer Wettessen in seinen Freistunden gemacht hat, du bist Mitglied in einer Band, welche ich sogar schon mal interviewt habe. Vor längerer Zeit. Ja, selbst deinen Namen wusste ich.
Während unserer Begegnung, vermutete ich diese Dinge aber nur.
Jetzt stellt sich mir immer wieder die Frage: Was willst du eigentlich? Was denkst du über das alles? Geht es dir ähnlich wie mir? Findest du mich interessant? Willst du mich auch kennen lernen? Habe ich nicht schon genug Andeutungen darüber gemacht, dass ich dich gerne treffen würde? Ich habe mich ja quasi schon selbst auf ein Kaffee eingeladen und du hast sogar zugestimmt. Du würdest nochmal Bescheid sagen deswegen... Das liegt mittlerweile auch einen Monat zurück. Und kein Wort ist mehr darüber gefallen. Bist du also an keinem Treffen interessiert? Vielleicht bist du ja auch schüchtern. Hier und da sagst du ja auch, dass du dich freuen würdest mich wieder zu sehen. Betrunken schreibst du mir dann, dass du es hoffst.
Wie soll ich das alles verstehen?
Und dann ist da auch noch die Frage: Was will ich wirklich?
Da sind die Gedanken an dich jeden Tag. Die Vorstellung von einem Treffen und was danach kommen könnte. Da ist der Wunschgedanke etwas mit dir aufzubauen, da ist aber auch die Sache, dass ich selbst nicht mit mir Zufrieden bin, mich teilweise nicht mal leiden kann. Und ich glaube, ich muss mich selbst erst wieder mögen, bevor ich breit bin etwas zu zweit aufzubauen. Denn ich möchte etwas aufbauen, was nicht schon von Anfang an zusammenzubrechen droht!
Also sage ich mir: Jetzt noch nicht. Rede mir gut zu, dass sich vielleicht ja etwas in ein paar Monaten entwickelt. Gleichzeitig denke ich daran, dass es in ein paar Monaten zu spät sein könnte. Vielleicht weil da jemand anderes in deinem Leben aufgetaucht ist, vielleicht aber auch weil ich weiß, dass du weg gehst. In eine andere Stadt, um da zu studieren. Ich kann dich verstehen, ich will ja nach der Schule auch weg hier.
Ich weiß nicht wie viel Zeit in ein paar Monaten noch ist. Ich vermute du gehst gegen Ende Sommer/ Anfang Herbst. Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, ob du mittlerweile weißt, auf welche Uni du gehst. Da sind so viele, die so weit entfernt sind.
Würdest du überhaupt so eine Beziehung eingehen? Und wenn, sollte sie dann nicht möglichst bald beginnen, damit sie Stark genug ist, eine Entfernung zu überstehen und man sich langsam kennt und nicht noch mittendrin ist, beim Kennenlernen?!
Je öfter ich den Text durchlese, desto öfter bemerke ich meine Widersprüche.
Auf der einen Seite weiß ich ja nicht mal was du willst. Auf der anderen Seite, mach ich mir aber schon Gedanken um unsere Zukunft. Und dann wiederum denke ich, dass ich nicht bereit bin.
Und das alles, weil du dich einfach eingenistet hast, da oben in meinem Kopf. Ohne zu fragen.






Kommentare
Nachvollziehbar geschildert, meiner Meinung nach. Gefällt mir.
05.08.2009, 16:29 von Theophilusohh mir gefällt der text sehr :-)...
11.04.2009, 16:31 von tigggervorallem hat sich doch jeder schon einmal so gefühlt...
ich find den text echt gut.
09.03.2009, 20:59 von lebensweisenmanche textstellen hatten ich genauso im kopf. es stimmt jedes wort.
Stimme den Vorrednern zu. Wirklich schön geschrieben.
11.06.2008, 23:06 von SayWhatYouNeedToSayschöner text.. und wenn sich doch was daraus enwickeln sollte, auch erst, wenn er schon weggezogen ist: man sich auch auf auf entfernung kennen lernen!
24.05.2008, 14:10 von Gruene_Tomateein sehr schöner text... er berührt einen in gewisser weise...
23.05.2008, 14:26 von mister.histerrespekt, respekt... :o :)
Die Geschichte gefällt mir gut, schön erzählt :]
05.05.2008, 22:20 von Hanna91liebe Grüße