Lilalene 03.08.2012, 10:07 Uhr 0 3

Warum wollten wir nie mehr...

Da es so einfach ist, so unverbindlich, so schön und doch so schwer.

Es begann vor 10 Monaten. Es war einfach. Der Weg kurz. Der Alkoholpegel hoch. Wir dachten es wäre einmalig, doch dann fanden wir Gefallen und irgendwann war es auch einfach nur einfach. Und es wurde zur Gewohnheit. Eine schöne Gewohnheit. Irgendwann waren wir auch nüchtern. Und zudem auch Freunde.

So lief es Monate, mit intensiveren Phasen aber auch Pausen. Er verliebte sich in eine andere. Es war aussichtslos, er kam zurück. Dann kam der Streit, er hatte mein Vertrauen missbraucht. In der einzigen Sache, in der wir beide etwas voneinander erwarteten. Wo wir doch sonst überhaupt keine Erwartungen aneinander hatten. Funkstille. Doch das Zusammenleben erschwerte es, lange böse zu sein. Und die Freundschaft. Und die Gewohnheit. Doch nun war etwas anders. Wir merkten, was wir aneinander hatten. Konnten nicht mehr ohne den anderen sein. Wollten es auch nicht. Doch trotzdem wollten wir nicht mehr. Es war so einfach, ohne Ansprüche, Erwartungen, Beziehungskrisen. In den letzten Monaten wurde es intensiver und intensiver, jede Nacht, jeder Tag. Doch dann war es zu Ende, die Heimreise stand an, der Abschied war schwer. Doch verblieben wir mit nichts. Keine Abmachungen, keine Liebesbeweise. Und dennoch diesem Gefühl.

So kam ich zurück. „7 Tage, 7 Nächte“ von den Sportfreunden Stiller im Kopf. Sieben gute, sieben schlechte, 168 Stunden lang. Doch wieder wollten wir nicht mehr, wieder genossen wir die Freiheit, die wir doch nicht hatten.

So geht es bis heute, skypen spät in der Nacht, Versuche in Kontakt zu bleiben, einander sagen wie sehr wir uns vermissen. Gelegentliche Besuche, teuer und weit weg. Dennoch wollen wir nicht mehr. Da es so einfach ist, so unverbindlich, so schön und doch so schwer.





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