thetasteofrain 30.11.-0001, 00:00 Uhr 10 17

Warum ich immmer bei dir bleiben werde.

Du hast ja keine Ahnung wie viel Angst ich habe. Angst, dich zu verlieren. Eine bittere - und schon fast traurige Liebeserklärung.

Manchmal denke ich, dass ich dich ja viel mehr liebe als du mich. Weil ich an dir hänge, dich in jeder Sekunde meines Lebens will und einfach nicht ohne dich kann. Und du? Du bist manchmal kalt. Willst woanders sein, statt neben mir zu liegen. Kommst aber immer wieder zurück. Zurück zu mir. Das ist deine Art, deine Liebe zu mir zu zeigen. 


Ich kenne dich. Fast schon besser als mich. Du bist nicht einfach. An manchen Tagen liebst du mich, mit allem was du mir geben kannst, an manchen Tagen liebst du mich, aber kannst es nicht zeigen. Und wenn wir dann durch die Straßen unterm Mondlicht laufen, nicht einmal Hand in Hand und ohne uns geküsst zu haben, weiß ich, dass ich nichtmal jetzt, nach all diesen Jahren, die Frage stellen könnte. 

"Liebst du mich?" Ich weiß, du könntest mir nicht antworten.
Manchmal, da macht mich all das unglaublich wütend. Und ich frage mich, was ich mir antue. Was ich mir hier, mit dir, nur antue. 

Doch dann kommen die Tage der Sorglosigkeit. Die Tage in denen du mich liebst. Dann liebe ich dich mehr denn je. In diesen Tagen zeigst du mir, wie sehr du mich liebst. Dann kann ich nicht anders als dir verzeihen - und dir alles zu vergessen. Ich bin ein nachtragender Mensch. Aber nicht bei dir. Und das ist es, was mich immer wieder schockiert. Du könntest mich zurückweisen, mir sagen wie sehr du mich hasst - ich würde dich nicht aufgeben. Ich würde bei dir bleiben.

Dein ständiges Auf und Ab, deine immer wiederkehrend Kälte - treibt mich in den Wahnsinn. Gefolgt von deiner Wärme, deinem schlechten Gewissen und deiner nahezu engelsgleichen Unschuldigkeit. 

Aber du bist bei mir. Schon immer. Und wenn du weg warst, kehrtest du zu mir zurück. Das hast du bis jetzt immer getan. Trotzdem bin ich wütend. Denn ich liebe dich mehr als mich selbst, denn ich tue Dinge die dir, aber nicht mir gut tun. 
Ich fahre nachts um 3 zu dir, weil ich weiß, dass du um diese Zeit am einsamsten bist. Ich höre dir zu, hänge an deinen Lippen wenn du anfängst über das Fußballspiel zu reden, nachdem ich dir gesagt habe, wie sehr ich dich vermisse. Ich will dass du glücklich bist. Nicht ich, nein wieso ich. Du sollst glücklich sein. Denn das macht mich glücklich.

In den letzten Jahren habe ich den Satz "Er liebt dich nicht", mehr als oft genug gehört. Sooft, dass ich ihn rückwärts im Schlaf aussprechen und mir dabei die halb getrocknet-halb nassen Tränen von den Wangen wische. 

Nicht, weil ich mich bemitleide - nein. Sondern, weil ich weiß dass dich kein anderer Mensch außer mir lieben kann. Weil du nicht einfach bist. Du bist das Gegenteil der einfachsten Einfachheit und ich liebe dich. Niemand könnte dich je mehr lieben als ich dich. Und das macht mich traurig. Denn ich weiß - jemanden der dich so sehr liebt wie ich dich, wirst du nicht finden. 

Du kennst meine Angst nicht. Meine Angst, dich zu verlieren. 
Denn ich, ich lasse dich frei, um darauf zu warten, dass du zurückkehrst. Das hast du bis jetzt immer getan. Und wenn nicht, werde ich dich trotzdem lieben. 

Denn ich, ich bleibe immer bei dir. Ob nun mit oder ohne dich. Bei dir bleiben werde ich immer.


Tags: liebe erfahren, beziehung, unglückliche Liebe, Liebeserklärung, du, ich liebe dich, Angst, Leben, Einsamkeit, unerfüllt, Sehnsucht, Vermissen
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10 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Ich liebe den letzten Satz. Aber wenn Liebe in totaler Selbstaufgabe mündet - und so klingt es ein wenig für mich - dann ist das für keine der beiden Seiten gut. Hart gesprochen: Für was kann man denn noch geliebt werden, wenn nichts mehr von einem selbst übrig ist?

    13.01.2014, 23:57 von MimiAnDerNordsee
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  • 1

    "trotzdem bin ich wütend. Denn ich liebe dich mehr als mich selbst, denn ich tue Dinge die dir, aber nicht mir gut tun"  - sehr schön ausgedrückt.  das kenne ich nur zu gut.

    13.01.2014, 03:15 von missiknowimalwaysright
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  • 0


    12.01.2014, 20:40 von yuhi
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  • 2

    liebe ist ungleich abhängigkeit.
    wenn liebe in abhängigkeit übergeht, stimmt was nicht.
    das gilt es evt zu prüfen.
    allerdings bedingt jede liebe einen gewissen grad an abhängigkeit.
    wenn du  mehr leidest, als dass dir das gut tut, musst du handeln:)

    12.01.2014, 20:40 von yuhi
    • 1

      abhängigkeit ist das gegenteil von liebe. wenn du verlustangst hast, liebst du nicht. denn wahre liebe lässt frei.du kannst auch nichts verlieren, was du nie besessen hast. der liebende fragt auch nicht nach gegenliebe. das ist völlig nebensächlich. verlass dich nicht, indem du dir über seine liebesfähigkeit gedanken machst. da schadest du dir nur selbst mit.

      liebe und leid schließen sich einander aus. wo liebe, da kein leid. wo leid, da keine liebe. ganz einfach :)

      12.01.2014, 21:30 von elliflora
    • 0

      hmmm, das ist eine anderreihung von sprüchen, die mir so , oder so ähnlich auch bekannt sind.
      ich sehe das teils gleich, teils etwas anders.
      am ehesten stimme ich noch mit  badiou überein.
      eigentlich vollkommen :9

      12.01.2014, 21:37 von yuhi
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  • 2

    Ich erkenne Gefühle, die ich früher hatte, in deinem Text wieder. Aber glaub mir, es geht vorbei, denn auf Dauer zerstören solche Beziehungen.


    Guter Text!

    12.01.2014, 19:38 von Franzichen
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  • 4

    hört sich ungesund an.

    12.01.2014, 18:41 von nnoaa
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