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DieausPrag 21.09.2017, 17:33 Uhr 10 0

Warum habe ich das Gefühl das ich mir alles erkämpfen muss? Grade in der Liebe.

Wie viel kann man um eine Beziehung kämpfen ohne sich selbst zu verlieren?

Der Gedanke kam mir Gestern als ich auf die Straßenbahn zu rannte, denn ich musste diese Bahn kriegen sonnst käme ich nicht die obligatorischen 5 Minuten zu spät zu Arbeit sondern schon 15 Minuten. Der Fahrer beobachtete mich ohne die Tür aufzumachen. Danach fing ich an sehr wild zu gestikulieren und er öffnete dann leicht knirschend die Tür weil er wahrscheinlich dachte, dass ich sonst vor die Bahn springe und ich wette, er wollte mich nicht abkratzen.

Ich erinnerte mich dann an die Mutter eines Bekannten von mir, die immer wenn sie eine Handyrechnung bekommen hat den Netzt Betreiber angerufen hat und die so lange angerufen und angeschrien hat bis sie einen Rabatt auf die Rechnung bekommen hat. Danach dachte ich an meine Mutter oder mich. Wir sind die sehr passiven Typen.  Uns bringt man eine falsche Bestellung und wir essen es um nicht zu nerven und weil wir die Konfrontation schäuen.

Gebracht hat mich darauf meine Momentane Beziehung mit einer Frau. Meine unklare Sexualität außer Acht gelassen (es ist 2017 ok?! Man braucht keine Schubladen) Leider glaube ich dass mir die Beziehung nicht gut tut. Ok ich weiß es, aber ist das was ich weiß richtig?! Und wie lange und wie intensiv soll man für etwas kämpfen?!

Die Sache ist so. Wir kennen uns ein halbes Jahr. Haben uns irgendwie verliebt. Daten. Dass ist der Stand der Dinge. Jetzt kommen die Probleme. Das erste Problem kam nach zirka 2 Monaten. Ob Problem ist natürlich Ansicht Sache, aber für mich war es ein Problem. Sie war 10 Tage in Frankreich bei ihrem besten Freund slash Roommate zu Besuch in Paris der dort zu der Zeit auf Erasmus war. Als Sie wiederkam wurde mir beim Vorspiel gesagt dass ich wissen sollte dass Sie mit Ihm geschlafen hat. Der Zeitpunkt beim Vorspiel kam mir komisch vor, aber ok. Erst war ich auch zuerst in Ordnung damit.  Ich fragte mich nur was der Sinn war von den Geständnis den wir waren in keiner Beziehung, aber ich verstehe manchmal muss man sowas einfach loswerde.

Leider hatte ich die keine Wahl ob ich es wissen will oder nicht. Eine Wochen später kam der Roommate slash bester Freund slash Geliebter zurück und sie lebten dort auf einem Bett in einem Zimmer. Langsam hörte ich auf zu verstehen warum wir und nicht Sie Daten? Ich habe nie mit einem Freund von mit geschlafen, denn ich finde die dünne Linie zwischen Freundschaft und Liebe zu kompliziert und aus Erfahrung denke ich dass es Freundschaften eher zerstört. Also back to the story. Irgendwann bekam ich einen Anfall. Sie kam zu mir und ich fragte Sie den ganzen angestauten Mist. Der Emotionswasserfall ging los. Ich wurde Laut, wurde unverständlich und Sie ging. Ist Ihr Recht natürlich und konstruktiv war die Situation auch nicht mehr. Am nächsten Tag wurde mir erklärt mein Ärger wäre unbegründet. Dass Sie ihn einst liebte, aber dass schon in einer vier Monate langen ferne läge und ich keine Angstbrauche.

Dabei wurde mir auch erklärt die monogamen Beziehungen nicht drin sind. Zu old school, zu Mittelstand, zu konservativ. Polymerie ist das neue schwarz. Ich glaube von mir, dass ich bin nicht konservative bin. Wähle Grüne, bin ÖKO, liebe alle Menschen. Habe zu viele Tattoos.  Ich finde auch nicht dass ein One Night Stand das Ende der Beziehung sein soll die zwei Menschen die sich lieben haben. Es gibt schlimmeres. Aber wo ist die Grenze zwischen Liebe und Freundschaft wenn man mit Freunden schläft? Ich wüsste es nicht.

Ich war zu der Zeit richtig verliebt in sie. Ich liebte es sie anzusehen. Ihr lächeln, ihr Augenblitzen wenn ich irgendein Scheiss gesagt habe und ihre Klugheit. Ich wollte für Sie alles sein. War es aber nicht.

Zeit ging weiter. Wir sahen uns so einmal die Woche. Mehr ist ja nicht drin. Ich muss ja verstehen dass Sie studiert und keine Zeit hat. Das Respektiere ich auch. Bewundere sogar denn ich hatte nie so eine Begeisterung für etwas.

Danach fuhr sie mit dem Mitbewohner für fünf Tage weg. Wir sollten für ein verlängertes Wochenende wegfahren und ich sollte es organisieren. Habe ich auch. Habe ein nettes Hotel Rausgesuch. Sie sollten am Donnerstag kommen und am Freitag wurde mich gesagt ich komme Sie kommen jetzt doch erst am Samstag. Da war ich wütend. Faust in die Wand hauen wütend. Erstens habe ich meine Zeit frei organisiert, zweiten habe ich meine Zeit mit der Organisation verbracht und drittens wtf?! Da kann man ja früher absagen. Besonders wenn es Ihr Vorschlag war. Wo ist der Respekt mir gegenüber? Meiner Zeit. Wieder wurde ich laut, wieder wurde mir versprochen alles wir anders, alles wird funktionieren. Wir kamen zusammen. Aber ich musste es mir erkämpfen. Meine Bedingungen nennen. Mir meinen Status in der Beziehung erkämpfen. Ich dachte irgendwie dass wenn man jemand mag oder in verliebt ist es irgendwie automatisch ist manchmal Zeit zusammen zu verbringen, nicht am Anfang mit anderen zu schaffen und Respekt haben. Besonders den Respekt. Den, muss ich jetzt verbittert sagen, habe ich leider nicht.

Jetzt die finale Frage. Wie viel Sinn hat es um alles zu Kämpfen? Die Tür der Straßenbahn ist das eine aber wie lange soll man um eine Beziehung kämpfen? Und wer hat Recht. Ich ? Sie ? Keiner ? Sind wir nur zwei Mädchen die zu viel Zeit haben und die eine zu viel und die andere zu wenig Emotion?

Zu beachten: geschrieben im Selbstmitleidmodus. Morgen wird es besser. Freue mich doch über Tipps. Freue mich mehr über Zusicherungen, dass ich Recht habe falls oder auch falls es nicht so ist.

Edit. Würde es nicht schreiben, wenn ich in Sie nicht verliebt wäre. Wenigstens ein bisschen.

P.S. Bin nicht Goethe oder Schiller, möchte nur meine Weinerlichkeit teilen.


Tags: sex, beziehung, lesbisch sein
10 Antworten

Kommentare

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  • 1

    Interessant Orthographie...

    22.09.2017, 11:03 von sailor
    • 0

      Manchmal kann man doch auch mal über die Form hinwegsehen und stattdessen einfach auf den Inhalt achten. Und vor allem kann man sich doch auch mal nen Kommentar einfach klemmen... oder nicht?


      23.09.2017, 21:02 von Ein.Enthusiast
    • 0

      Nein, die Form ist ja wohl der Minimalanspruch den man haben sollte. Nee, man sollte immer lieber mehr als weniger kommentieren, unbedingt... 

      24.09.2017, 12:40 von chiral
    • 1

      In diesem Falls wars echt schwierig, darüber hinwegzulesen...

      24.09.2017, 13:07 von sailor
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  • 2

    Ich finde es besser, wenn man seine Weinerlichkeit für sich behält. 

    22.09.2017, 10:52 von MissesMiau
    • 2

      Geehrte MissesMiau,


      Ich finde es überhaupt besser, wenn man seine Allergie gehen Weinerlichkeit für sich behält. Wendet sich an alle, die hier regelmäßig ihren Hass auf Kitsch oder Herzschmerz in den Kommentaren zu Texten ausleeren, die genauso den Autoren helfen mit ihren Gefühlen besser umgehen zu können. 
      Zwingt euch irgendwer sich vor den Computer zu setzen und sich das durchzulesen? Ist eure Startseite durch einen mysteriösen Virus immer ein neuer, "weinerlicher" Herzschmerz-Text auf Neon? 
      Come on people. Eure Abneigung gegenüber 

      23.09.2017, 19:38 von Njuscha
    • 0

      *Eure Abneigung gegenüber den genannten Texten zeigt zu offensichtlich, dass genau solche Themen euch am meisten belasten.


      23.09.2017, 19:40 von Njuscha
    • 0

      Wer seine Emotionen für alle zugänglich frei ausstellt darf sich nicht wundern. Man kann und muss diese extremen Formen von "sich selbst öffentlich darstellen" hinterfragen, damit die VerfasserInnen die Möglchkeit bekommen Ihr Verhalten zu reflektieren, bzw. ein dickeres Fell zu entwickeln.  Menschen mit Ihren Emotionen in einen Kokon packen zu wollen hilft keinem, schon garnicht den Betroffenen.

      24.09.2017, 12:37 von chiral
    • 0

      Dad kann schon sein und leuchtet ein. Ich glaube wohl aber kaum, dass die von mir angesprochenen Herrschaften mit dem Ziel kritisieren - ja, sogar teilweise beleidigend - den Autor zur besseren Selbstreflektion zu helfen.

      28.09.2017, 01:41 von Njuscha
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  • 2

    Opfer

    22.09.2017, 08:56 von quatzat
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