trimipramin 14.01.2012, 16:01 Uhr 32 27

Vom Verlieren und Zurückgewinnen ...

... was bleibt, ist die Angst.

Es gibt so Momente im Leben, da fällt man in ein Loch. Man fällt und fällt und fällt und es nimmt kein Ende und ständig stellt man sich die Frage, wann komme ich endlich unten an?

Meistens ist die Liebe daran Schuld. Oder das, von dem man dachte, dass es Liebe sei.

Meistens ist es auch die Liebe, die einen aus diesem Loch wieder herausholt.

Du warst dieser eine Mensch. Der eine Mensch für beides. Erst hast du mich gerettet und dann ... ließt du mich fallen. Und urplötzlich warst du wieder da. Ich kann nicht sagen, dass ich darüber nicht überglücklich war. Du, der Mensch, der meinem Leben das gibt, was man allgemein "Sinn" nennt, du warst wieder da. Du hast mich gebeten, dir zu verzeihen und ich bin dabei es zu versuchen. Ich liebe dich und niemals zu vor war ich jemandem so sehr verbunden wie dir. Doch das bringt auch gleichzeitig diese wahnsinnige Verletzlichkeit mit sich.

Die Wochen ohne dich haben an mir gezehrt. Kein Essen, kein Schlaf, keine Ruhe. Panik. Und das alles, weil du einfach gegangen bist. Das werde ich nicht vergessen. Das kann ich nicht vergessen.

Und obwohl du wiederkamst, dich entschuldigtest und mich somit wieder ins Leben zurückgeholt hast, bleibt die Erinnerung. Mein Körper erinnert sich. Ich bin dünn, geradezu mager. Der Schlaf ist immernoch nicht wieder derselbe und ich bin erschöpft. Mein Herz erinnert sich auch. Das Gefühl, alleingelassen zu sein. Zurückgelassen, alleingelassen, verlassen.

Jedes Mal, wenn ich in dein Gesicht sehe, dich küsse, zerreißt es mir das Herz. Dieser Zwiespalt zwischen dem Verlangen, sich einfach fallen zu lassen und der Angst, dass ich dann wieder falle und falle und niemand mich fängt. Mein Körper ist nicht mehr schön, nicht mehr das, was er mal war. Die Angst, dass auch du das bemerkst und mir übel nimmst, lähmt mich.

Du kannst das sicher verstehen. Es wird nie wieder so werden wie früher. Es kann nur anders werden und ich hoffe, dass dieses "anders" an das heranreicht, was mir Monate zuvor mein Leben gerettet hat.

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32 Antworten

Kommentare

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      bloedsinn!

      04.02.2012, 21:12 von Sternseherin
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      ..dein kommentar war damit gemeint!

      07.02.2012, 19:20 von Sternseherin
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      du meinst sowas wie.. dass dein kommentar total daneben und voellig ueberfluessig ist?!

      08.02.2012, 04:51 von Sternseherin
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      ja herrlich.. nicht war ;-)

      08.02.2012, 22:03 von Sternseherin
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    nachvollziehbar..man sollte sich aber nicht so selbstzerfleischen..ob verlorenes Vertrauen zurückkehrt kommt ganz auf Dich an, manche Menschen können neu anfangen andere wiederrum nicht..das must du wohl jetzt herausfinden..aber wie schon erwähnt..das Glück liegt in einem selbst, der Partner sollte kein essentieller Lebensinhalt sein!

    18.01.2012, 19:49 von Steffitraeumtweiter
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    nicht gut, nicht gut. schön geschrieben, aber mein gott, warum macht alle welt sein glück immer und immer und immer von einem partner abhängig? er ist verdammt nochmal nicht dafür da eurem leben einen sinn zu geben, IHR seid selber dafür da eurem leben einen sinn zu geben. ihr seid selber für euer glück verantwortlich! du bist hier nicht allein - viele schreiben so wie du. sorry dass es jetzt ausgerechnet dich treffen musste. aber vielleicht denkst du einfach mal ein wenig drüber nach.

    16.01.2012, 22:56 von golightly27
    • 0

      sehr richtig! :)

      18.01.2012, 19:51 von Steffitraeumtweiter
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    Schön geschrieben, und wie die anderen schon sagten, liegt es allein bei dir zu verzeihen. Ob du das kannst oder nicht hängt nicht nur alleine vond deinen Gefühlen ab, sondern auch dem Willen es zu versuchen. Beides kann dir niemand abnehmen, viel Glück dabei. :)

    16.01.2012, 20:58 von aco
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    Kann ich als grobschlächtiger Holzklotz mal wieder nix mit anfangen.
    Wie kommt man in solche emotionalen Abhängigkeiten?

    Fände meine Beziehung morgen ein Ende, wäre das zweifelsohne ein Vorgang voll von tiefer Tragik...
    Aber es wäre kein Drama...

    (Ich weiß, das die Analogie nicht auf stabilsten Füßen steht, aber das Bild is so schön...)

    16.01.2012, 16:16 von sailor
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    Verzeihen ist kein bewusster Prozess. Der Eine kanns, der Andere nicht. Wenn Du es nicht darüber hinwegkommst, hast Du nicht verziehen.

    Ich hab mir das ein oder andere mal schon gewünscht, ich könnte verzeihen, allerdings lag es nicht in meiner Macht und ich wusste, dass ichs nicht kann, soviel Zeit ich mir auch lassen würde, somit hab ich mich abgewandt. 

    16.01.2012, 15:57 von konsTante
    • 0

      es

      16.01.2012, 16:03 von konsTante
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  • 1

    "Mein Herz erinnert sich auch." - und genau das wird wahrscheinlich das Problem sein und immer bleiben....

    16.01.2012, 14:13 von Santsche
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