vanhengel 22.06.2011, 18:09 Uhr 1 1

verschüttet.

selbst am rockzipfel

Deine Vermutungen waren immer nur aufgerändert. Und würden es ewig bleiben. Und nun verfasst du dich in unmöglichen Worterkundungen. Erkundschaftest dich in einer unangestrengten Möglichkeit. Wie beim Reden nicht mehr verschwinden wollen. Du zitierst dich nicht mehr später. Hast das Gefühl, dich selbst am Rockzipfel zu packen. Partitürlich gehst du eine Komplizenschaft mit dir ein. Du stellst dich ausser Frage und greifst nur noch zögerlich auf dich ein. Die grosse Welt lässt dich plötzlich wie ein vergriffenes Buch kalt. Deine Selbstliebe wird läufig. Du gefällst dir nun auch unbegründet. Wie grün auslaufende Erschöpfung. Verschlungen wie auf den Saft gekommen, hast du dich noch nie geschützt: wer will ein Urteil? Ungeschütztes Leben und Enden aus dem Hals da wo die Worte sich zuletzt schämen und dann gärend hinlegen hinterköpfig in Verfallenssucht sich anklagen damit läuft man durch den Tag ich vermute in allen Menschen verschüttet Poesie ich schütte alle Menschen mit ihrer eigenen Poesie zu enthaupte sie in ihrer gekünstelten Bescheidenheit verlebe sie in mich Traum ausgeschöpftes Umhinverlieben im Zitieren/Umherzittern dessen was man ständig seyn soll: seiend.

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Kommentare

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    Das muss man sich mal zergehen lassen.

    22.06.2011, 22:31 von Siegel-7
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