Verraucht
Und ich wartete auf die Zeit, in dem dieses Gefühl aufhörte. Ganz von selbst. Selbstverständlich. Und selbst verstand ich es nicht.
Ich wartete in Gedanken auf ein Ende.
Ein Ende der Zeit. Ein Ende des Lebensabschnittes.
Lebensabschnittsgefährte.
Du hast mich durch eine Zeit begleitet.
Eine Zeit in der ich glücklich war.
Die Zeit die ich damals mein Leben nannte.
Ich war abhängig.
Vom Alltag. Von der Zeit. Von dir.
Die Kälte vernebelte meine Sinne. Meine Wahrnehmung.
Dein heißer Atem verbündete sich mit meinem und wurde zur einer einzigen großen Wolke.
Ich nannte sie Wolke 9.
Deine heißen Lippen berührten meine. In meinem Bauch wollten die Gefühle ausbrechen.
Hämmerten gegen die Bauchdecke. „Hör mal wer da hämmert“.
Und ich wartete auf die Zeit, in dem dieses Gefühl aufhörte.
Ganz von selbst. Selbstverständlich. Und selbst verstand ich es nicht.
Es blieb. Und blieb. Bis du gingst.
Bis die Zeit vorbei war. Bis für einen kurzen Augenblick, mein Leben zu ende war.
Und doch schaffte ich es, mir die Elektronen auf die Brust zu setzen. „Zurücktreten“.
Mein Selbstmitleid schlug mich zurück. Lies mich weinen. Lies mich über mich lachen.
Lies mich verzweifeln und lies mich letztlich Hoffnung schöpfen.
Und nun ist es da. Die Zeit. Das Leben.
Und es gehört mir. Nicht wie vor einem Jahr.
Und wenn ich dich sehe, krümmt sich mein Magen nicht mehr. Kann ich selbstständig atmen.
Selbstständig Nebel erzeugen. Kann ich lachen. Leben. Zweifeln. Hassen.
Die Zeit ist vergangen.
Bleibst du doch immer noch ein Lebensabschnitt in den ich eine Zeit glücklich war.
Doch bin ich lange nicht mehr abhängig






Kommentare
Ein bisschen wirr. Aber schön, irgednwie.
08.05.2009, 14:45 von klangkoerper