Kateee 09.12.2011, 23:12 Uhr 3 3

Verloren.

Es ist dieser eine Moment.

Ich weiß genau, es wird an dem Abend sein. Ich fürchte mich davor. Drei Monate sind vergangen, in denen wir nichts, gar nichts, voneinander hörten. Weil ich das so wollte. Weil du es akzeptiert hast. Drei Monate ohne zu wissen, wie dein Tag verlaufen ist, welche Partys du besucht hast, was du mit deiner Exfreundin unternommen hast.

Wir waren uns so nahe. Zwar nicht lange, aber nahe. Da war eine Verbindung, die nur wir spüren konnten. Wieso hat es denn nicht funktioniert? Ich mochte dich so gerne. Ja, ich habe mich sogar in dich verliebt und ich denke, dir ging es ähnlich. Wir verlebten eine tolle Zeit. Mit allem, was Pärchen so machen und auch nicht machen. Kurz und intensiv. Und du – dir genügt es nicht. Deine Gedanken sind nicht ganz bei mir. Du haderst und denkst an – sie. Ich verstehe es nicht, weil ich sie nicht verstehe und du verstehst mich nicht, weil du nicht denkst wie ich und die Hülle zerplatzt und bleibt am Boden.

Ja, das war es dann auch. Und ich gehe und du bleibst. Und keiner meldet sich, so wie es sein soll. Und dann… dieser Moment. Einen ganzen Abend lang frage ich mich, wann ich dir begegnen würde. Ich wollte es nicht. Und die Kehle schnürt sich zu. Doch du willst es gerne. Und wir sehen uns. Stich. Du weißt genau, dass es mir weh tut und dass ich das nicht will. Unsere Blicke sind so vertraut und wir sehnen uns erneut danach. Ich – und du. Ich sehe dir an, dass du überlegst, ob das die richtige Entscheidung war, ob es richtig war, alles hinzuwerfen, was wir so Besonderes hatten. Und ich merke, dass du darauf noch keine Antwort gefunden hast. Ich bin weg. Und ich habe versucht, damit klar zu kommen. Ich habe ein neues Leben und du bist geblieben. Nun denkst du tiefer nach – aber ich bin weg.

Dieser Moment – er hat so viel bedeutet. Und er hätte so viel bedeuten können. Wieso hast du mir nicht deine Gedanken mitgeteilt? Wieso bist du nicht aufrichtig und offen? Wieso bist du nicht einmal ehrlich zu dir selber – anstatt dich immer nur in dein Mitleid und deinem So-soll-es-sein zu flüchten? Dieser Moment wäre es gewesen. Du hättest mir gesagt, was du fühlst und ich hätte zugegeben, dass nicht alles so toll ist, wie es ist und wir hätten einander gefunden. Aber so gehen wir beide. Jeder seines Weges. Jeder verwirrt, einsam und traurig. Und doch zu stolz, den Schritt zu wagen. Und doch ein Stück zu falsch – für den anderen.

Ein Moment kann vieles verändern. Lebe wohl!

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3 Antworten

Kommentare

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    Oh ja... ein Moment - ein entweder/oder ... eine Entscheidung ...

    Eigentlich sollte nie alles zu spät sein, warum auch, denn man kann doch frei entscheiden, was man tut - jederzeit. Aber so einfach ist es eben nie!

    12.12.2011, 00:29 von sellardore
    • 0

      wie wahr...

      12.12.2011, 20:18 von Kateee
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    Dein Text ist so traurig & du sprichst mir aus der Seele!
    "Deine Gedanken sind nicht ganz bei mir"
    So ähnlich war es bei mir auch, und es ist noch längst nicht vorbei.
    Verloren.

    10.12.2011, 00:26 von Paradis
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