once 07.02.2009, 23:13 Uhr 5 4

Veränderung

Am liebsten würde ich dir hinterherlaufen, protestieren, dich anschreien, dich fragen, warum du mein Leben zerstörst. Aber ich kann nicht.

Ein Satz. Ein Augenblick.
Alles um mich herum verschwimmt, ist auf einmal ganz weit weg von mir. Deine Worte reißen mein Herz entzwei.

Warum tust du mir das an?

Wir hätten es doch verhindern können.
Wir hätten glücklich werden können.
Doch du drückst einfach auf die Reverse-Taste.
Spulst soweit zurück, bis du mich nicht mehr kennst.
Löschst alles von mir aus.
Unsere Erinnerungen, unsere gemeinsamen Nächte – alles fort.

„Es ist aus.“ – Deine Stimme klingt dumpf in meinen Ohren.
Das Geräusch der Autos draußen auf der Straße, das Ticken der Uhr an der Wand. Alles höre ich klar und deutlich.
Nur deine Worte nicht, sie hallen in meinem Kopf wider, wie in einem leeren Raum. Ich spüre, wie die Realität sich immer weiter von mir entfernt, spüre, wie alles Unwichtige in den Hintergrund rückt.
Ich will es nicht verstehen.
Soll das alles gewesen sein?

Doch du gehst. Lässt mich einfach stehen.
Am liebsten würde ich dir hinterherlaufen, protestieren, dich anschreien, dich fragen, warum du mein Leben zerstörst. Aber ich kann nicht.
Ich stehe da wie gelähmt, mit starrem Blick schaue ich zum Fenster hinaus. Es ist schon spät. Die bunten Lichter der Stadt kommen mir unwirklich vor.

Ist es tatsächlich vorbei?

Ich weiß die Antwort, doch ich verdränge sie.
Hattest du mir nicht gestern noch gesagt, dass du mich liebst? Und hattest meine Hand genommen und mir das Gefühl gegeben, du lässt sie niemals los?

Tränen laufen mir übers Gesicht. Ich fange an zu zittern, meine Blicke durchschweifen den Raum, suchen nach Halt, suchen nach Sicherheit.
Ich höre, wie die Tür hinter dir ins Schloss fällt.

Ich hatte gedacht, wir könnten es schaffen.
Doch du hast uns aufgegeben.
Wolltest es noch nicht einmal versuchen.

Hastig wische ich mir die Tränen aus dem Gesicht.
Du bist sie nicht wert.

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5 Antworten

Kommentare

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    sehr schöner Text, das Gefühl kenne ich leider nur zu gut

    23.09.2009, 18:40 von twiggylein
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    Leider ein vertrautes Gefühl, treffend beschrieben. wow

    29.04.2009, 17:34 von Plutarch
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    sehr schöner text und ich kenne das..

    14.04.2009, 00:03 von summmer
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    Wow, Lari.. ich bin beeindruckt. Sehr gefühlvoll. Ich bin wirklich gerührt und meine Musik hat auch einigermaßen zu deinem Text gepasst.

    Ich glaube, du bist hier wirklich gut aufgehoben :)
    und ich hoffe du wirst hier noch weitere Artikel schreiben!

    09.02.2009, 16:21 von sanguineheart
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    wow.trauriger text, aber sehr sehr schön geschrieben

    08.02.2009, 17:24 von HerzstehtKopf
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