heyitsmekthxbye 30.11.-0001, 00:00 Uhr 11 25

Unser Weg

... und dann nennen uns vernünftig, wenn wir die Hand des anderen nicht ergreifen.

Wenn ich unseren gesamten Weg entlang laufen würde, käme ich wohl in Bedrängnis nie anzukommen.

Unser Weg ist gepflastert mit den unendlich vielen schönen Dingen, die wir uns sagten und den Momenten, die wir uns gegenseitig schenkten. Dinge, die mein kaltes Herz immer wieder ein wenig mit Freude erfüllten und einen weiteren wunderschönen Abschnitt des Weges bildeten.

Wenn ich zurückdenke, werde ich trotzdem immer wieder ein wenig wehmütig. Wehmütig ob der verpassten Chancen auf dem Weg deine Hand nicht ergriffen zu haben. Du gehst ihn schon eine ganze Weile mit mir. So lange nun schon, dass ich dazu neige ihn unseren gemeinsamen zu nennen.

Es ist sicherlich nur ein weiterer Zufall, wenn wir mal wieder dasselbe denken. Kurz anhalten, uns ansehen und verschmitzt zu lächeln beginnen. Einer der vielen Zufälle, die mich manchmal ein wenig mit Angst erfüllen. In diesen Momenten berührst du mein Herz immer ein wenig mehr und schenkst mir mein längst verloren geglaubtes Lächeln zurück. Genau dann halte ich inne und pflanze eine weitere Blume an den Wegesrand unseres Weges als Zeichen dafür, welcher schöne Moment uns hier widerfahren ist.

Unser Weg war nie eben und ging nicht immer nur geradeaus. Er machte Kurven und durchquerte tiefe Schluchten und Täler. Manchmal teilte er sich sogar und jeder ging für kurze Zeit in eine andere Richtung. Letztendlich führten die verschiedenen Wege jedoch immer wieder zu unserem gemeinsamen zusammen.

Und immer dann, wenn sich unsere Wege wieder treffen, sehen wir uns gegenseitig an und dann nennen wir uns vernünftig, wenn wir die Hand des anderen nicht ergreifen.


Tags: kompliziert
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11 Antworten

Kommentare

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    das vernünftig sein führt höchst wahrscheinlich dazu, dass man noch schönere momente zusammen verpasst, allerdings führt es auch dazu, dass man vermeidet, die hand gegebenenfalls wieder loslassen zu müssen... und wenn man erstmal die hand ergriffen hat und erlebt hat, wie schön das ist, lässt es sich nichtmehr ganz so unbeschwert nebeneinander gehen. so schön der weg auch sein mag, den man trotzdem miteinander teilt. es wird nie mehr so sein, wie vorher. weil man immer daran denkt, wie schön sich die andere hand in der eigenen angefühlt hat. 
    und deshalb wünscht man sich manchmal im nachhinein, man hätte sie nie ergriffen...

    das ist sehr traurig.
    aber leider spreche ich aus erfahrung.

    03.04.2013, 18:46 von juhlsche
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  • 4

    Nennt man 'Freundschaft', glaube ich.
    Ist eine tolle Sache, selten und wertvoll.

    27.03.2013, 08:00 von sailor
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  • 6

    Manchmal sind die Dinge, die wir vernünftig nennen, ziemlich bescheuert... 

    26.03.2013, 18:51 von Mann_vom_Meer
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  • 2

    Irgendwie ist die Headline faszinierend!

    26.03.2013, 18:09 von victrix
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  • 3

    Liest sich wie ein Songtext von Xavier Naidoo

    26.03.2013, 17:14 von See_Emm_Why_Kay
    • 0

      Ist das nun positiv oder negativ? ;)

      26.03.2013, 17:58 von heyitsmekthxbye
    • 1

      Die Frage beantwortet sich doch schon von selbst. Der olle Prediger mit seinen Wegen und Tälern und Schluchten...

      26.03.2013, 18:45 von See_Emm_Why_Kay
    • 0

      hahah

      26.03.2013, 20:24 von nothingthatday
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  • Kommentar eines gelöschten Benutzers
  • 1

    Kommt mir bekannt vor. Wunderschön beschrieben!

    25.03.2013, 13:18 von rotgebluemt
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