marmeladenglasmomentsammlerin 10.02.2015, 21:55 Uhr 0 4

Und zack. Da warst du wieder.

Ich hatte dich verdrängt. Ewig nicht an dich gedacht, bis ich dort war, wo ich dich kennengelernt hab.

Und ein Jahr später vermisse ich dich immer noch so sehr, wie am Tag, als ich dich verlassen habe. Oder hast du mich verlassen?
Wir haben uns gegenseitig aufgegeben. Obwohl du alles warst. Vom ersten Moment. Dein Lächeln.
Ich war wieder an dem Ort, der uns verbindet, habe versucht über dich hinweg zukommen. Aber es hat nicht geholfen, hat die Wunden nur wieder aufgerissen.
Ganz egal wen ich getroffen habe, wen ich treffen werde. Ich kann nicht an diesem Tisch vorbei gehen ohne dich vor mir zu sehen, wie du mich anlächelst. Obwohl wir uns nicht kennen.
Immer öfter bin ich stehen geblieben. Hab ins Leere geschaut, mir dein Lachen vorgestellt, deinen Arm auf meiner Schulter gespürt. Hundert Mal bin ich unser letztes Gespräch durchgegangen. Versucht den Fehler zu finden.
Ein anderer steht mir jetzt gegenüber, lacht, seine dunklen Haare fallen ihm genau wie dir ins Gesicht. Er lächelt wie du. Fragt mich woran ich denke. Ich schüttel den Kopf. Möchte nicht drüber reden, er versteht es. Nimmt meine Hand, wir trinken ein Bier. Ich lasse seine Hand los, möchte nicht, dass es jemand sieht. Er streicht mir durchs Haar, ich folge ihm und den anderen in den Raum, den ich nicht mehr betreten wollte. Muss mich setzen zu stark sind die Erinnerungen.


Tags: Allein, nicht aufgeben, du, Entfernung
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